Dynastar (9 Artikel)

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Seit der Gründung 1963 entwickelt und fertig Dynastar Ski im französischen Sallanches, einem 16.000-Einwohner-Städtchen mit Panoramablick auf den Mont Blanc. Die Firma, die zur Rossignol-Group gehört, ist mit ihren Brettern überall am Berg erfolgreich. Gleich ob im Stangenwald des alpinen Weltcups, beim Skicross, im Freestylebereich oder im epischen Powder der Freeride World Tour. Selbst in der Buckelpiste hinterlassen Dynastar-Ski ihre (Erfolgs-)Spuren.


Trendsetter im modernen Skibau


Mit bahnbrechenden Entwicklungen haben die Franzosen viele Trends im Skisport praktisch initiiert und damit die alpine Historie der letzten Jahrzehnte aktiv geprägt. Schwer zu sagen, ob das famose Ambiente des Freeride-Hotspots Chamonix vor der Fabriktür die Konstrukteure beflügelt, den Skibau immer wieder aufs Neue zu revolutionieren. Schaden tut's offensichtlich nicht.


Die Marke mit dem charakteristischen Mustache-Logo wird nicht müde, zu zeigen, was geht.


"WE LIVE SKIING - JOIN US”, der Markenclaim bringt es auf den Punkt!


So hat Dynastar Anfang der 90 Jahre das Carving quasi erfunden. Mit stärker taillierten Ski und der Integration von Standerhöhungen durch Bindungsplatten wurden die extremen Schräglagen und Kurvengeschwindigkeiten überhaupt erst möglich. Ende der 90er rockten die findigen Franzosen mit den ersten Twin-Tips, Ski mit aufgebogenem Tip und Tail, die Freestyleszene.


Die Innovationsliste lässt sich beliebig fortführen: Die ersten reinen Damenski kommen ebenfalls von Dynastar. Dämpfungselemente im Schaufelbereich sind heutzutage im Race- wie im Freizeitbereich Standard. Und auch breite, aber dennoch aufstiegstaugliche Freetouringlatten hat mittlerweile ebenfalls jeder renommierte Hersteller im Programm. Dynastars Pionier in diesem Segment trug bezeichnenderweise den Namen Cham, quasi eine Hommage an Chamonix. Aber der Reihe nach …


Aus zwei mach eins


Als Claude Joseph und seine Partner 1963 in Sallanches zusammenkamen hatten sie ein Ziel: Ski zu bauen, am Fuße des Mont Blanc. Die Gruppe, die sich aus verschiedenen Manufakturen mit unterschiedlicher Ausrichtung (Aluflex Metallski und Starflex Glasfaserski) zusammenfand, wollte Synergien bündeln, um neue Ski zu entwickeln. Auf der Suche nach technischen Lösungen begannen sie kurz darauf auch mit Dynamic zusammenzuarbeiten. Die Zusammenarbeit währte nur einige Monate. Dann beschloss Mira, der Hersteller der Aluflex Ski, wieder eigene Wege zu gehen.


Dynamic und Starflex, fusionierten dagegen, auch namentlich, zu Dynastar, einer Kombination der beiden ursprünglichen Firmennamen. "Und die erste Zeit war eine echte Herausforderung", erinnert sich Jean Liard, eine Schlüsselfigur in der Firmenhistorie. Mit dem Alu-Ski MV2 (der Name ist übrigens eine Ableitung der physikalischen Formel für kinetische Energie) und dem Compound, einem Kunststoffski, hatte Dynastar zwei Modelle am Start. Letzterer bereitete zunächst mehr Probleme als den Firmengründern lieb sein konnte. Ein innovatives Konzept, aber zu fragil. In der ersten Saison kamen reihenweise gebrochene Ski von den Händlern zurück. Aber Dynastar hielt an dem Konzept fest und verstärkte den Ski in kritischen Bereichen an Tip und Tail unter anderem mit einer Aluminiumlegierung. Mit Erfolg, wie die Weltmeisterschaften in Portillo 1966 zeigen sollten.


Portillo 1966: A (Dyna)star was born


Der noch unbekannten Firma Dynastar gelang es mit der französischen Rennläuferin Marielle Goitschel ein hoffnungsvolles Talent mit dem neuen Compound RG10 auszustatten. Und um nicht nur mit einer Athletin alles auf eine Karte zu setzen, suchten und fanden sie mit Guy Périllat einen weiteren französischen Skirennläufer, der bereit war, mit dem Dynastar-Ski zu starten. Der Rest ist Geschichte: Die beiden gewannen 1966 in Portillo mehr Medaillen als jede andere Ski-Brand.


Das war der Beginn einer märchenhaften Erfolgsstory - und die Grundlage für die Entstehung des Logos, das gleich mehrere Bedeutungen vereint: Der "Mustache" ist eine Anlehnung an das Wappen von Sallanches, das die zwei "Lebensadern" der Stadt zeigt: die Flüsse Frasse und Sallanches. Darüber hinaus steht das Logo für V wie Victory und natürlich als stilisierte Impression eines Gipfels.


Wirtschaftlich & sportlich auf Erfolgskurs


Nach der Ski-WM stiegen die Orderzahlen für das Modell MV2 von 870 auf mehr als 5.000 Paar. Und nur ein Jahr später übernahm die Firma Rossignol den erfolgreichen Newcomer und führte Dynastar im hart umkämpften Markt zu neuen Höhen. Gemeinsam wurde die Gruppe in der Saison 72/73 Weltmarktführer. Allein der Standort Sallanches produziert zu Beginn der 70er Jahre mehr als 100.000 Paar Ski - und war bereit die Skiwelt zu erobern. In der historischen Saison 87/88 verließen 530.000 Paar Ski die Produktionshallen.


Nicht nur der wirtschaftliche Erfolg, sondern auch der sportliche war allgegenwärtig. Bei den Olympischen Winterspielen in Albertville ('92) und Lillehammer ('94) gewannen Rennläufer auf Dynastar-Ski mehr Edelmetall als jede andere Marke. Die sportlichen Protagonisten dieser Zeit waren unter anderem klingende Namen wie Marc Girardelli, Kjetil André Aamodt und Deborah Compagnoni.


In den 90ern tanzte Dynastar erfolgreich auf allen Hochzeiten. Alpin, Freeride, Ski-Bergsteigen, Buckelpiste. Eines der Erfolgsrezepte war die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Athleten, deren Feedback immer in die Konstruktionen mit einfloss. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.


Scharfe Carving-Kurven, die Revolution auf der Skipiste


1996 zündete Dynastar die nächste Evolutionsstufe, von der Skifahrer noch heute profitieren. Mit der Max-Modellreihe kam der Carving-Boom ins Rollen. Die taillierten Ski ermöglichten auch Otto-Normal-Skifahrern Fahrspaß und Kurvengeschwindigkeiten auf der Piste wie sie bis dato nur Pros vorbehalten waren - und polierte damit so ganz nebenbei das etwas angestaubte Image des Pistenskifahrens wieder auf.


Partytime - wo die Piste endet fängt der Spaß an


Mit der Jahrtausendwende steigt die Lust auf Off-Piste-Skifahren. Skimo, Freetouring, Freeride sind die sportlichen Ventile, mit denen die jungen Wilden Dampf ablassen. Und Dynastar hat den richtigen Ski dafür. Die Franzosen bauen den ersten Dynastar Tourenski unter einem Kilo.


Mit der 4x4-Serie rocken die Stars dieser Zeit wie der Chamonix Local Arno Adam als erster Freerideweltmeister jeden Berg. X-Games Gewinner Candide Thovex dagegen mischt die Freestyleszene mit spektakulären Tricks und einzigartigem Style bei Big Air und Pipe-Contest auf. So eindrucksvoll, dass Dynastar ihm sein eigenes Pro-Model baute.


Women's choice! Darauf fahren Frauen ab


Als erster Skihersteller hat Dynastar erkannt, dass der "kleine Unterschied" doch etwas größer ist. Der Exclusive 8 ist der erste Ski für Frauen, der physische Unterschiede berücksichtigt und genau auf die Anforderungen von Skifahrerinnen abgestimmt ist. Das brachte ihm nicht nur einen ISPO Award 2003 ein, sondern machte ihn auch zum Verkaufsschlager. So erfolgreich, dass die Reihe auf 15 verschiedene Modelle erweitert wurde. Vom Pisten-, über Tourenski bis hin zu fetten Freeridelatten und Rennski war jedes Modell mit "Technology Designed Exclusively For Women" erhältlich. Zehn Jahre später hatte jeder Skihersteller Damenski im Portfolio.


Mit "Made in France" auf der Erfolgswelle


Der Pioniergeist, dieses untrügliche Gespür für Trends, gleich, ob Freeriding, Carving oder Damenski, sind das Lebenselixier für die Ski-Brand im hart umkämpften Markt. Aber auch die Bodenständigkeit ist ein wichtiger Baustein für Dynastars Erfolg. Im 50. Jubiläumsjahr 2013 ist die Produktionsstätte in Sallanches die einzige französische Skifabrik, die mit dem Qualitätssiegel "Origine France Garantie"-zertifizierte Ski herstellt.


Markencheck Dynastar


  • Gegründet 1963 in Sallanches, Frankreich, in der Nähe des Mont Blancs
  • Dynastar gehört mit Lange und Look zur französischen Rossignol-Gruppe.
  • Dynastar baut Ski für alle Spielarten des alpinen Wintersports.
  • Vor allem bekannt für High Performance Alpin-Ski
  • Legendärer Klassiker ist der Exclusive 8, der erste Damenski am Markt.
  • Bekannte Athleten u.a. Clement Noël, Heidi Zacher, Richard Permin, Hazel Birnbaum, Aurelien Ducroz

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