Outwell Isomatten (9 Artikel)

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Konstruktion: Schaumstoff, selbstaufblasend oder aufblasbar?

Die Isomatte muss draußen die heimische Matratze ersetzen. Das schaffen manche Matten-Konstruktionen besser als andere.

Selbstaufblasende Isomatten

Wird eine selbstaufblasende Isomatte ausgerollt und das Ventil geöffnet, entfaltet sich der Schaum und die Hohlräume füllen sich selbständig mit Luft, welche gleichzeitig isoliert und dämpft. So vereinen sie ein recht kleines Packmaß mit guten Isolationseigenschaften und geringem Gewicht. Pionier und Marktführer auf diesem Gebiet ist die Outdoormarke Therm-a-Rest aus den USA.

Aufblasbare Isomatten

Vereinfacht gesagt funktionieren aufblasbare Isomatten mit Luftkammerprinzip wie eine Luftmatratze - nur nicht so einfach. Denn bei diesen Matten werden luftdichte, extrem leichte Laminate zu bis ins Detail durchdachten Kammerkonstruktionen verarbeitet. In der Therm-a-Rest Serie NeoAir etwa sorgen innen zahlreiche dreikantige Zellen für eine optimale Isolation. Und in der Sea to Summit Serie Comfort Plus sorgen versetzte Sprung Cells™ für eine perfekte Dämpfung und Isolation.

Schaumstoff-Isomatten

Zentral bei Isomatten aus Schaumstoff ist die Qualität des Materials, denn sie bestimmt die Druckbeständigkeit und Rückstellfähigkeit und damit, wie zuverlässig und langlebig die Isomatte ist.

  • Preisgünstige Isomatten bestehen meist aus dem Schaumstoff Polyethylen (kurz: PE). Diese Modelle sind häufig aus offenporigem Schaumstoff hergestellt; damit verlieren sie recht bald ihre Dämpfung und saugen sich leichter mit Feuchtigkeit voll. Mit der Zeit leiden sowohl Dämpfung als auch Isolation.
  • Hochwertige Isomatten bestehen aus geschlossenporigem Schaum (z.B. EVA). Das bedeutet, dass die Luft in den Zellen eingeschlossen ist. Diese Matten sind elastischer und druckbeständiger. Das Material ist leicht, langlebig und nimmt kein Wasser auf.

Je nach gewünschtem Komfort und Isolationsleistung kannst Du zwischen verschiedenen Materialstärken (typischerweise von 5 bis 20 Millimeter) und verschiedenen Größen wählen. Für eine erhöhte Isolation werden die Matten teilweise mit Aluminiumfolie beschichtet oder an der Oberseite mit einer Noppen- oder Waffelstruktur versehen. So entstehen Hohlräume zwischen Matte und Schlafsack, die die Wärmeleistung erhöhen.

Welche Isomatte fürs Camping & Zelten?

  • Komfort steht beim Camping an erster Stelle.
  • Gewicht und Packmaß spielen keine Rolle.
  • Wärmeleistung ist meist ein untergeordnetes Kriterium (außer im Winter).

Unsere Empfehlung: Eine dicke, selbstaufblasende Isomatte bzw. ein Luftbett/eine Luftmatratze. Je nach Körpergewicht und Komfortbedürfnis mit 8 oder 10 Zentimeter Stärke.

Welche Isomatte fürs Trekking?

  • Gewicht und Packmaß stehen an erster Stelle.
  • Bedenke: weniger Gewicht und Packmaß = weniger Komfort
  • Wärmeleistung der Isomatte ist von Tourenziel und Jahreszeit abhängig (siehe angegebene Temperaturbereich).

Unsere Empfehlung: eine selbstaufblasende Isomatte mit 3,8 oder 5 Zentimeter Stärke. Für kältere Regionen oder Jahreszeiten greifst Du besser auf isolationsstarke Modelle zurück.

Leichte und ultraleichte Isomatten

Der Einsatzbereich bestimmt das Gewicht der Isomatte. Ultraleicht-Trekker schwören auf Fliegengewichte wie die Therm-a-Rest NeoAir UberLight, welche es als Small-Variante auf gerade einmal 170 Gramm schafft. Hier solltest Du allerdings bedenken, dass ultraleichte Materialien auch anfälliger für Beschädigungen sein können. Dagegen hilft nur eine Unterlage oder viel Achtsamkeit im Umgang mit dem guten Stück. Als grobe Richtwerte gelten:

  • Ultraleicht = unter 500 Gramm
  • Normal = 500 bis 1.000 Gramm
  • Komfort = über 1.000 Gramm

Isomatten fürs Bikepacking

Beim Bikepacking gilt im Grunde dasselbe wie beim Trekking: Zum einen sollte die Isomatte aufgrund der begrenzten Transport- und Packoptionen möglichst klein und leicht sein. Zum anderen sollte die Wärmeleistung der Matte dem Einsatzbereich und den vorherrschenden Bedingungen angepasst sein.

Die richtige Isomatte im Winter

Bei einigen High-End-Modellen sind die Luftkammern der Matte zum Teil mit Daunen oder Mikrofasern gefüllt, um die Wärmeleistung zu steigern - was besonders im Winter oder bei extermen Temperaturen, wie sie bei Expeditionen herrschen, notwenig ist. Derartige Matten sind deutlich wärmer als Schaumstoffmatten oder selbstaufblasende Isomatten. Zudem sind sie extrem komprimierbar und leicht. Je nach Wärmeleistung sind die Oberflächen der Matten mit Rillen versehen, um so zusätzliche Wärmepolster unter dem Schlafsack zu schaffen. Führend im Bereich der isolationsgefüllten Luftmatratzen ist die Marke Exped aus der Schweiz.

Tipp: Bitte nur mit Pumpe aufblasen, sonst gelangt über die Atemluft Feuchtigkeit ins Innere der Matte! Um zusätzlich Gewicht und Volumen zu sparen, sind die dafür nötigen Luftpumpen entweder gleich in der Matte integriert oder der Packsack dient als Pumpsack beim Aufpumpen der Isomatte.

Großes oder kleines Packmaß: Worauf muss ich achten?

Welche Dicke (Stärke)?

Nimmt man die Marke Therm-a-Rest zur Orientierung, so gilt eine Isomatte mit einer Stärke (oder Dicke) von 3,8 Zentimetern als der Durchschnitt, von dem aus sich die Gewichtsfüchse von den Komfortliebhabern trennen. Eine Isomatte ab einer Dicke von 5 Zentimetern bietet viel Komfort, kommt jedoch eher aufgrund von höherem Gewicht und Packmaß selten auf Trekkingtouren oder beim Biwakieren zum Einsatz.

Welche Breite?

Die Breite Deiner Isomatte ändert sich in der Regel automatisch mit ihrer Länge. Wichtig ist, dass Du beim Kauf der Isomatte die Abmessungen Deines Zelts im Kopf hast - gerade wenn Du mit mehreren Leuten unterwegs bist und im Zelt schläfst. 

Welche Länge?

  • Für Komfortbewusste: Du liegst gerne bequem und musst nicht zwingend auf das Gewicht achten? Dann gilt als Faustregel, die Isomatte mindestens so lang wie die eigene Körpergröße zu wählen.
  • Für Gewichtsparer: Wenn es Dir auf jedes Gramm Gewicht ankommt und Du beim Schlafkomfort ein paar Abstriche machen kannst, dann kann die Isomatte auch kürzer als Deine Körperlänge sein. Dies ist vor allem für Trailrunner und Fast Trekker interessant. Manche Hersteller bieten ihre Isomatten extra in kurzen Größen an, wie beispielsweise die NeoAir UberLite von Therm-a-Rest, die Du auch in der Länge 119 Zentimeter (small) kaufen kannst.

Unser Tipp: Wenn Du zwischen zwei Längen schwankst, wähle immer die größere. Mit ihr hast Du vielleicht 100 Gramm mehr an Gewicht zu tragen, wirst aber im Zweifel auch mit einer erholsameren Nacht belohnt.

Isomatten für Zwei

Bist Du als Paar unterwegs, findest Du bei Herstellern wie Exped oder Therm-a-Rest auch Isomatten, die speziell für zwei Personen konzipiert sind, beispielsweise die Outwell Sleepin Double oder die Therm-a-Rest NeoAir Camper Duo.

Was ist der R-Wert bei einer Isomatte?

Der R-Wert einer Isomatte gibt an, wie gut oder schlecht ein Material die Wärme leitet. Als Faustregel gilt: Je höher der R-Wert, desto höher die Dämmleistung und umgekehrt. Noch mehr Infos zum Thema R-Wert bei Isomatten findest Du in unserem Magazinbeitrag "Was bedeutet der R-Wert bei Isomatten?". 

Ich bin Seitenschläfer: Welche Isomatte brauche ich?

Wenn Du Seitenschläfer bist, dann solltest Du nicht an der Stärke Deiner Isomatte sparen. Wir empfehlen eine Stärke von mindestens 5 Zentimetern. Dies bringt zwar ein Mehr an Gewicht  mit sich, dafür bist Du bei diesen Isomatten aber auch in Übergangszeiten auf der sicheren Seite was Komfort und Isolation angeht.

Ich habe Rückenprobleme: Welche Isomatte brauche ich?

Auch hier solltest Du auf Komfort und damit auf eine Mindeststärke Deiner Isomatte achten - sprich: mindestens 3,8 Zentimeter. Neben der Dicke ist hier zusätzlich wichtig, dass die Isomatte Deinen Rücken gut stützt und nicht so stark nachgibt. Mit Luft gefüllte Matten sind hier im Nachteil. Besser eignen sich mit Daunen oder Mikrofasern gefüllte Isomatten.

  • Unser Tipp: Bei Problemen im Halswirbel- und Schulterbereich kann ein Schlafkissen, das Kopf und Halswirbelsäule stützt, für mehr Komfort sorgen.

Isomatten im Test

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