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Das Allgäu mit seinem flachen Voralpengebirge bietet bereits ab Mai Touren, die ohne Schneefelder möglich sind. Wir haben uns drei der schönsten Frühlingsziele zwischen Kempten, Oberstdorf und Immenstadt einmal genauer angesehen.

Von Burgberg auf den Grünten (1.738 Meter)

Weit unterhalb liegt der Alpsee.

Weit unterhalb liegt der Alpsee.

Der Grünten wird von vielen als “Hausberg Kemptens” und “Wächter des Allgäus” bezeichnet- immerhin ist er mit seiner markanten Antenne und seiner prominenten Lage bereits von weitem unverkennbar. Eine der schönsten Touren auf den Gipfel ist von Burgberg aus. Einerseits verläuft der Weg vorwiegend auf schönen Bergpfaden, andererseits entgeht man so den größeren Wandergruppen, die sich die Möglichkeit zunutze machen, von Kranzegg aus bis weit hinauf mit dem Auto zu fahren.

Wegverlauf

Vom Gasthof Alpenblick geht es zunächst zur Kehralpe und von dort aus immer in der Nähe der Materialseilbahn durch Wald und freie Wiesen empor. Von der Zweifelgehren-Alpe bietet sich ein erster schöner Blick in Richtung Süden, wo langsam die “Großen des Allgäus” ins Blickfeld kommen – allen voran der Ifen und die Mädelegabel. Auf teils steilen Hängen geht es weiter hinauf zum Rücken und hoch zum Jägerdenkmal – einem monumentalen Bauwerk direkt auf dem Grünten. Bei gutem Wetter reicht hier die Sicht vom Säntis in der Schweiz bis tief nach Österreich hinein. Als Schmankerl nach diesem Ausblick bietet sich noch der kleine Abstecher zum Burgberger Hörnle an, das nur über einen etwas ausgesetzten Steig erreicht werden kann. Der Abstieg erfolgt über schmale Bergpfade zurück zum Auto.

  • Höhendifferenz: etwa 700 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: Bis Grünten wenig schwierig, auf das Burgberger Hörnle ist Trittsicherheit gefragt.
  • Sicherheitshinweis: Sollte bei der Querung vom Jägerdenkmal entlang der großen Antenne noch ein Schneefeld liegen (direkt unterhalb der Liftstation), sollte dieser Bereich wegen Lawinengefahr gemieden werden – auch wenn bereits zahlreiche Spuren über das Feld gehen. Sicherer ist die weglose Variante direkt entlang des Sendemastes.
  • Talort: Burgberg

Immenstädter Horn (1.489 Meter)

Frühlingsschauspiel: Auch die Krokusse genießen jeden Sonnenstrahl.

Frühlingsschauspiel: Auch die Krokusse genießen jeden Sonnenstrahl.

Direkt neben dem Immenstädter Bahnhof ragt eine steile bewaldete Bergflanke auf, die im ersten Moment recht imposant wirkt. Beim genaueren Hinsehen wird jedoch schnell klar, dass dieser Gipfel ein lohnendes Ziel für eine entspannte Tageswanderung ist, denn er ermöglicht einen wunderbaren Blick in das Allgäuer Voralpenland.

Wegbeschreibung

Der Abstieg vom Immenstädter Horn führt im Frühsommer durch satte Löwenzahnwiesen.

Der Abstieg vom Immenstädter Horn führt im Frühsommer durch satte Löwenzahnwiesen.

Die anspruchsvollste, aber auch zugleich schönste Aufstiegsvariante ist die “Diretissima”. Ein steiler Bergpfad mit unendlich vielen Stufen windet sich steil die Flanke empor. Teils mit Drahtseilen gesichert, teils nah am Abgrund, ist diese Tour eine schöne Möglichkeit, in recht kurzer Zeit den Gipfel zu erklimmen. Und schöner als im Abstieg ist sie so auf jeden Fall. Oben geht es noch einige Höhenmeter durch schönen Wald bis man recht unvermittelt direkt am Gipfelkreuz steht. An mehreren Bänken mit Tischen können die Bergsteiger gemütlich ihre Brotzeit einnehmen und das unendliche Krokus-Meer bestaunen, bevor es wieder an den Abstieg geht. Dieser erfolgt entweder über das Kemptener Naturfreundehaus und weiter zum Steigbachtobel, oder aber in Richtung Alpsee/Bühl. Ersterer endet direkt am Ausgangspunkt, zweiterer verspricht zwar eine schöne Rundwanderung, erfordert jedoch noch einige Kilometer am Fuße des Immenstädter Horns, um zurück nach Immenstadt zu gelangen.

  • Höhendifferenz: etwa 750 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: Der Aufstieg erfordert etwas Kondition, ist jedoch technisch wenig anspruchsvoll.
  • Hinweis: Eine Einkehr im Kemptener Naturfreundehaus lohnt sich für all jene, die nicht auf der Suche nach abgeschiedener Bergruhe sind.
  • Talort: Immenstadt

Stuiben (1.749 Meter)

Der Stuiben ist mit seinen 1.749 Metern einer der größeren Gipfel inmitten des Naturparks Nagelfluhkette, welcher sich vom Mittag (Immenstadt) bis hin zum Hochgrat (Oberstaufen) zieht. Er ist von mehreren Seiten begehbar, wobei jene von Süden im Frühjahr am empfehlenswertesten ist.

Wegbeschreibung

Der Stuiben in der Nagelfluhkette ist auch im Frühjahr gut zu begehen.

Der Stuiben in der Nagelfluhkette ist auch im Frühjahr gut zu begehen.

Der Aufstieg erfolgt vom Gunzesrieder Tal aus und verläuft auf schönen Bergpfaden durch dichten Wald und steile Wiesen bis empor zum Grat. Hier wandert und klettert man mal links, mal rechts entlang der kleinen Türme aus markantem Nagelfluhgestein. An dieser Stelle muss mit vereinzelten Schneefeldern gerechnet werden, weshalb Gamaschen und evtl. Grödeln sinnvoll sein können. Der Gipfelaufschwung ist mit Drahtseilen gesichert, jedoch bereits früh im Jahr schneefrei. Der Abstieg erfolgt anschließend entweder auf der Aufstiegsroute oder aber über den Sedererstuiben zur Gatteralpe und zurück ins Gunzesrieder Tal, wobei bei dieser Variante ein etwas längerer “Talhatscher” entlang des schönen Baches anfällt.

  • Höhendifferenz: etwa 800 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: Mittelmäßig schwierig. Die Kletterei zwischen den Nagelfluhtürmen und Schneefeldern erfordert etwas Übung, der Gipfelaufschwung etwas Trittsicherheit.
  • Talort: Gunzesrieder Säge

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Frieda Knorke

Trekking, Bergsteigen und Fotografieren - das ist Frieda Knorke. Eine gute Kamera, ein Zelt, ein Ziel in den Alpen und schon sind die Grundvoraussetzungen geschaffen für ein kleines Abenteuer ganz nach ihrem Geschmack. Alle Artikel von Frieda Knorke