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Move to Natural: Icebreaker Transparency Report

6 Minuten Lesezeit
Icebreaker vertritt die Meinung, dass Verbraucher genau darüber informiert sein sollten, was sie auf der Haut tragen und wie das Produkt hergestellt wurde. Vollständige Transparenz ermöglicht es, bewusstere Entscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen nun seinen neuen Transparency Report veröffentlicht.

Icebreaker bedeutet, das Eis zu brechen. In erster Linie geht es natürlich darum, Bekleidung zu produzieren. Dahinter verbirgt sich jedoch ein grundlegendes Ziel: Das Eis zu brechen, neue Ideen zu entwickeln und neue Beziehungen zwischen Menschen und der Natur herzustellen.

Icebreaker geht mit regenerativer Wolle über Nachhaltigkeit hinaus

Seit 27 Jahren arbeitet Icebreaker mit dem, was die Natur zur Verfügung stellt, um natürliche, hochfunktionelle Outdoorbekleidung als Alternative zu Synthetikkleidung zu schaffen. Wie vorherige Berichte verdeutlichten, war Nachhaltigkeit schon immer ein Grundpfeiler der Marke. Dieses Jahr geht Icebreaker einen Schritt weiter und leistet Pionierarbeit bei regenerativ gezüchteter Wolle. Hauptantriebskraft hinter diesem Ziel ist das Unternehmensleitbild, eine bessere Welt für Mensch und Natur zu schaffen. Der Bericht stellt die Wichtigkeit regenerativer Landwirtschaft für die Schafzüchter des Unternehmens, für die Merinowolle in seiner Bekleidung und für die Zukunft des Planeten heraus.

Ziel von Icebreaker: Als Pionier im Bereich regenerativer Merinowolle inspirieren und mit gutem Beispiel vorangehen.

Ziel von Icebreaker: Als Pionier im Bereich regenerativer Merinowolle inspirieren und mit gutem Beispiel vorangehen.


Dank der Partnerschaft mit der New Zealand Merino Company kann Icebreaker im Rahmen des ZQRX-Programms regenerative Praktiken auf den Schaffarmen einführen, die seine charakteristische Merinowolle produzieren. ZQRX ist ein Programm zur regenerativen Landwirtschaft, das Schafzüchter dabei unterstützt, sich auf Basis regenerativer Prinzipien kontinuierlich zu verbessern. Alle aktuellen Vertragsfarmen haben sich für das ZQRX-Programm angemeldet.

Icebreaker möchte insgesamt für mehr Transparenz sorgen. Um das zu erreichen erscheint in regelmäßigen Abständen der Icebreaker Transparency Report. Darin sind bisher erreichte Ergebnisse sowie die weiteren Meilensteine auf dem Weg zum langfristigen Ziel, ein ethisches und nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, erläutert.

Icebreaker Gründer Jeremy Moon erzählt, wie alles angefangen hat

„Wie so oft im Leben passieren die besten Dinge ungeplant. Mit Icebreaker begann alles im Jahr 1994. Ich war 24 Jahre alt und meine amerikanische Freundin kam gerade von einem Aufenthalt auf einer Schaffarm auf Pohenui Island in Neuseeland zurück.

Die Erfahrung war für sie zutiefst beeindruckend. Sie überredete mich dazu, den Schafzüchter kennenzulernen. Eine Woche später war ich mit ihm zum Mittagessen verabredet. Der Schafzüchter, Brian Brackenridge, schob mir ein T-Shirt aus Wolle über den Tisch zu. „Was meinst du?“ Ich zog es sofort an, zum Erstaunen der Bedienung.

Es war ganz anders als ich erwartet hatte – es fühlte sich seidig weich an und war unglaublich bequem – ganz anders als die kratzige, schwere Wolle, die ich aus meiner Kindheit kannte.

Es war aus hochfeiner Merinowolle gestrickt, die von den Schafen auf Pohenui Island kam. So ließ ich es zum Mittagessen gleich an und habe es nie wieder zurückgegeben.

Wenige Monate zuvor war ich auf einer fünftägigen Kajaktour unterwegs gewesen und trug dabei Polyester. Es war damals das sogenannte „technische“ Outdoor-Material. Zwar sah es irgendwie cool aus, jedoch fühlte es sich unnatürlich an und trug sich wie Plastik. Am zweiten Tag roch ich bereits nach Schweiß. Als ich hörte, dass alle synthetischen Outdoor-Materialien – wie etwa Polyester oder Polypropylen – aus Kunststoff hergestellt werden, war ich schockiert. Es kam mir einfach verrückt vor, in die Natur zu flüchten und dabei eine Plastiktüte zu tragen.

Icebreaker möchte mit seinen Materialien einen positiven Unterschied bewirken.

Icebreaker

Icebreaker möchte mit seinen Materialien einen positiven Unterschied bewirken.


Hinter den Produkten von Icebreaker steckt gelebte, authentische Nachhaltigkeit.

Icebreaker

Hinter den Produkten von Icebreaker steckt gelebte, authentische Nachhaltigkeit.


Eine Idee mit globalem Potential

In den nächsten Tagen und Wochen wurden das T-Shirt und ich unzertrennlich. Ich ging damit zum Laufen und Biken, trug es unter meinem Hemd zur Arbeit, zum Ausgehen am Abend und ich schlief sogar darin. Es war so herrlich weich, nie zu warm und roch selbst nach tagelangem Tragen nicht. Ich konnte es zudem einfach in die Waschmaschine werfen und im Gegensatz zu anderer Outdoor-Bekleidung war es 100% natürlich. Meine amerikanische Freundin ging zwar wieder zurück in die USA, jedoch war das T-Shirt zu meiner neuen Leidenschaft geworden.

Icebreaker pflegen enge und langfristige Partnerschaften mit den Produzenten.

Icebreaker

Icebreaker pflegen enge und langfristige Partnerschaften mit den Produzenten.


Genau das hatte ich gesucht: Eine großartige Idee mit globalem Potential. Meinem Bauchgefühl folgend kündigte ich meinen Job in der Marktforschung und versetzte mein Haus, um 25.000 Neuseeland-Dollar zu beschaffen – wobei ich der Bank erzählte, dass ich Geld für eine neue Küche bräuchte. Mit dem Geld kaufte ich das Konzept hinter dem Prototyp. Es kam mir nicht riskant vor – vielmehr war ich der Meinung, dass ich keine andere Wahl hatte.“

Damit war der Unternehmenszweck des nachhaltigen Outdoorherstellers klar und ließ sich als einfache Frage formulieren: 

Wie erhalten Verbraucher eine natürliche Alternative zu synthetischer Outdoor-Bekleidung?

Jeder, der das Produkt trug, war verblüfft. Icebreaker Gründer Jeremy Moon war davon überzeugt, dass das Ganze ein Erfolg werden würde – sofern er nichts vermasselte. Für ihn war es ein Blindflug und er holte sich deshalb viel Hilfe ein. Er arbeitete einen Geschäftsplan aus, fand über die Eltern seiner Freunde acht Investoren, die bereit waren, Geld vorzuschießen und einen Beraterausschuss mit Unternehmergeist und Erfahrung zu bilden.

Es existierte eine klare Vision und so wurde Icebreaker 1995 geboren. Sie galten als „die Kleinen mit der großen Idee“: Menschen mit der Natur zu verbinden, während sie ein Produkt aus der Natur tragen. Noch vor Jahresende wurde Ware des damaligen Jungunternehmens von 14 mutigen Outdoor-Geschäften in ganz Neuseeland geführt. Sie waren die ersten, die bereit waren, sich auf einen jungen Kerl mit einem Traum und einem Koffer voller Merino Base Layer einzulassen.

Icebreaker achtet besonders auf die Lebensumstände der Tiere.

Icebreaker

Icebreaker achtet besonders auf die Lebensumstände der Tiere.


Icebreaker möchten kontinuierlich ihr superfeines Merino mit innovativen Technologien kombinieren.

Icebreaker

Icebreaker möchten kontinuierlich ihr superfeines Merino mit innovativen Technologien kombinieren.


Move to Natural

Heute – über 25 Jahre später – ist Icebreaker in vielen Länder auf der ganzen Welt vertreten. Der Kerngedanke, eine natürliche Alternative zu synthetischer Bekleidung zu ermöglichen, ist dabei noch immer in der Vision der Marke verankert. Mit dem Slogan „Move to Natural“ beschreibt Icebreaker das Bestreben, Teil einer Bewegung zu sein, die sich einem nachhaltigen Lebensstil verschrieben hat – einem Wunsch, der in der heutigen Zeit präsenter ist denn je. Immer mehr Menschen beginnen den eigenen Lebensstil und das Verhalten als Konsument zu hinterfragen:

  • Aus welchen Materialien besteht meine Kleidung eigentlich?
  • Unter welchen Bedingungen wurde sie hergestellt?
  • Wie wirkt sich mein Kauf- und Konsumverhalten auf die Umwelt aus?

Mit ihren Produkten will die Icebreaker all diesen Kunden eine Alternative bieten, weg von Plastik auf der Haut hin zu mehr Natur – ganz im Sinne von „Move to Natural“.

Plastikfrei bis 2023

„Move to Natural“ ist dabei lange nicht mehr nur ein Slogan. Für Icebreaker ist es vielmehr ein Maßstab, anhand dessen sie ihren aktuellen Stand zur Nachhaltigkeit selbst hinterfragen und weiter daran arbeiten. Aktuell sind bereits 87% ihrer gesamten Faserzusammensetzungen natürlichen Ursprungs. Ein Erfolg, auf den das Unternehmen sehr stolz ist, aber sich nicht ausruhen möchte. Deshalb gilt es, weiter an der Erforschung neuer innovativer Naturfasern zu arbeiten, um den bislang notwendigen Plastikanteil ihrer Bekleidung schrittweise zu ersetzen. Dabei ist das erklärte Ziel, alle verbleibenden synthetischen Bestandteile der Kollektion bis 2023 komplett zu ersetzen: Plasticfree by ’23!

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