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Outdoor-Food muss nicht aus einem Plastikpäckchen kommen! Auch auf kürzeren Trekkingtouren muss man nicht auf frisches Essen verzichten. Wir haben nützliche Tipps und fünf tolle Rezepte, mit denen das Camping zum kulinarischen Erlebnis wird!

Diesen Sommer waren wir mit Auto und Zelt in Kanada unterwegs und hatten natürlich keine Chance von zuhause Lebensmittel oder Gewürze mitzubringen. Mit dabei hatten wir allerdings unsere Outdoor-Rezepte. Die Küche bestand aus dem Campingkocher mit Verwendung einer Gaskartusche (dem Primus Omnifuel) und zwei Töpfen (inkl. Deckel) sowie einer Pfanne. Der Primus ist ein leichter Einflammenkocher und bietet die Funktion „Simmer“, was bedeutet, Ihr könnt Eure Gerichte langsam auf kleiner Flamme köcheln. Natürlich könnt Ihr die Rezepte auch auf einem anderen Kocher zubereiten, die hier angegebenen Garzeiten sind jedoch auf die Verwendung von Gas ausgelegt.

Mit den richtigen Ideen und gutem Zubehör muss man bei Camping-Kochaktionen nur wenig Abstriche machen. | Foto: Daniela Kern
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Mit den richtigen Ideen und gutem Zubehör muss man bei Camping-Kochaktionen nur wenig Abstriche machen. | Foto: Daniela Kern

Ein kleines Schneidbrett, zwei Küchenhelfer, zwei scharfe Messer inklusive Dosenöffner (Leatherman), ein Nudelsieb (das gleichzeitig als Deckel verwendet werden kann) und ein Gemüse-Schäler waren noch mit im Gepäck. Mit diesen Utensilien solltet Ihr in der Lage sein, die untenstehenden Outdoor-Rezepte zuzubereiten.

Wir haben während unseres Kanada-Roadtrips viel auf Wochenmärkten in Banff und Jasper eingekauft. Dazwischen haben wir unseren Bestand aus kleinen Geschäften ergänzt. Größere Städte gibt es in den Nationalparks nicht, in Banff steht aber zudem ein größerer Supermarkt (Safeways) und in Jasper sogar ein Biosupermarkt (Robinsonfoods) zur Verfügung.

Tipps und Tricks für die Outdoor-Küche

1. Wie koche ich auf dem Einflammenkocher?

Eigentlich kocht es sich auf dem Gaskocher genau wie auf einem Gasherd, mit der Limitierung, dass Ihr nur eine Platte zur Verfügung habt.
Nudeln garen im heißen Wasser von selbst fertig, das heißt, ich habe die Nudeln meist fünf Minuten lang sprudelnd gekocht und dann den Topf beiseite gestellt und sie fertig garen lassen, während ich die Soße am Kocher zubereitet habe. Da Nudeln unterschiedlich schnell gar werden, muss ab und an mal probiert werden, ob sie schon al dente sind.

2. Kann ich alle Outdoor-Rezepte auf dem Kocher zubereiten?

Frisches Gemüse statt Tütensuppe! Man muss sich nur die richtigen Outdoor-Rezepte einfallen lassen. | Foto: Daniela Kern
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Frisches Gemüse statt Tütensuppe! Man muss sich nur die richtigen Outdoor-Rezepte einfallen lassen. | Foto: Daniela Kern

Grundsätzlich kann man unterwegs beim Camping natürlich alles kochen, was man auch zuhause am Herd zubereiten kann! Bedenkt allerdings, dass die Garzeit einzelner Lebensmittel unterschiedlich ist. Je länger ein Lebensmittel für die Zubereitung braucht, desto mehr Brennstoff wird verschwendet. Als Beilage bieten sich also Getreidearten wie Couscous sehr gut an, da diese einfach mit heißem Wasser abseits des Kochers quellen können, während Ihr auf dem Kocher zum Beispiel ein schnelles Curry zaubert. Instant-Couscous bekommt man in jedem Supermarkt.
Eintöpfe sind generell eine feine Sache auf einem Campingkocher und nachdem es in Kanada überall leckere heimische Süßkartoffeln gibt, und zudem in gut sortierten Supermärkten frisches Gemüse in Hülle und Fülle zu bekommen ist, haben wir sehr oft und gerne Currys gegessen. Das Rezept dazu findet Ihr unten.

3. Kühlung und Transport von Lebensmitteln

Aufgrund der mangelnden Möglichkeit, unsere Einkäufe ausreichend zu kühlen (es hatte teilweise 35 Grad Celsius) haben wir versucht, unsere Outdoor-Rezepte auf haltbare Lebensmittel zuzuschneiden. So gab es Mandelmilch und Kokosmilch anstatt Kuhmilch, Pancakes ohne Ei, und Fleisch haben wir, wenn überhaupt, frisch vor dem Grillen eingekauft.
Da sich Zucchini, Kartoffeln und viele andere Gemüsesorten auch für mehrere Tage noch bedenkenlos ohne Kühlung lagern lassen, haben wir uns sehr gesund und sehr oft vegan ernährt.

Alternativ bietet sich die Anschaffung einer kleinen Kühlbox an (gibt es in Kanada im Supermarkt für 20 bis 30 Dollar), in der dann Feta oder Würstchen einen Tag gekühlt werden können.
Da wir mit dem Auto unterwegs waren, war der Transport von Lebensmitteln kein Problem. Für Trekkingtouren bietet sich die Portionierung von Zutaten in kleinen Gefriersäckchen an, so steht auch fernab der Zivilisation einem frisch gebackenen Brot nichts im Wege (siehe letztes Rezept).

Unsere Top 5 Outdoor-Rezepte

Basierend auf diesen Gegebenheiten sind unsere Rezeptideen entstanden. Wir haben fleißig probiert und wünschen euch: Mahlzeit!

1. Gemüsecurry mit Couscous (vegan)

Das Curry mit Cuscous kombiniert eine überschaubare Kochzeit mit leckerem, frischem Gemüse. | Foto: Daniela Kern
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Das Curry mit Couscous kombiniert eine überschaubare Kochzeit mit leckerem, frischem Gemüse. | Foto: Daniela Kern

  • 1 Dose Kokosmilch
  • Kurkuma und Koriander, Salz, Pfeffer, Chili
  • Mangold (ca. 200 Gramm)
  • 1 Süßkartoffel
  • 4 große Champignons
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Schüssel Couscous
  • Canola-Oil

Zwiebel mit Öl scharf anbraten und sofort die in Würfel geschnittene Süßkartoffel hinzufügen.

Champignons hacken und hinzugeben. Mit einer Dose Kokosmilch aufgießen.

Den Mangold waschen und in Streifen schneiden und ebenfalls hinzufügen. Würzen nach Belieben. Ich habe noch etwas Quinoa (ca. drei Esslöffel) in das Curry gegeben, da dieser dringend verbraucht werden musste. Nun die Hitze reduzieren, den Kocher auf kleinste Stufe schalten und den Deckel aufsetzen.

Nach circa fünf Minuten den Topf vom Kocher nehmen und eine halbe Tasse Wasser aufsetzen. Das Wasser zum Kochen bringen und über den Couscous gießen. Dieser darf nun fertig ziehen. Falls der Couscous noch nicht weich ist, aber das Wasser bereits aufgesogen hat, gieße ich mit der Soße vom Curry weiter auf.

Das Curry wieder auf den Kocher aufsetzen und so lange kochen bis die Süßkartoffeln gar sind.

Couscous auf zwei Schüsseln verteilen und mit dem Curry aufgießen.

Wahlweise schmeckt das Curry auch mit anderem Gemüse super: zum Beispiel Karotten, Pak Choi, Melanzani (=Aubergine) etc.

2. Kartoffelgulasch

Deftig und einfach - das Kartoffelgulasch. | Foto: Daniela Kern
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Deftig und einfach – das Kartoffelgulasch. | Foto: Daniela Kern

  • 5 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Packung Philadelphia Paprika (ca. 200 Gramm)
  • 200 Gramm Frankfurter Würstl (Wiener Würstl)
  • Wasser, Paprika, Salz, Essig, Pfeffer und Öl

Die Zwiebel und die Kartoffeln in kleine Würfel schneiden. Würstchen ebenfalls würfeln.

Die Zwiebel anbraten, Kartoffeln hinzugeben und mit einer halben Tasse Wasser aufgießen. Kräftig salzen.

Den Deckel aufsetzen und die Kartoffeln für zehn Minuten kochen lassen. Dann die Würstchen hinzufügen und mit Paprika und Pfeffer würzen. Einen großen Schuss Essig hineingeben.

Wer sie zur Hand hat: Essiggurken schmecken im Kartoffelgulasch echt lecker, einfach drei bis vier Stück hineinwürfeln.

Wieder kochen lassen. Bei Bedarf noch etwas Wasser aufgießen. Wenn die Kartoffeln weich werden, den Philadelphia unterheben.

Wem Philadelphia zu deftig ist, der kann auch einfach etwas Tomatenmark hinzufügen, um eine sämige Soße zu erhalten.

3. Griechische Nudelpfanne (vegetarisch)

Für alle Freunde des Feta: die griechische Nudelpfanne. | Foto: Daniela Kern
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Für alle Freunde des Feta: die griechische Nudelpfanne. | Foto: Daniela Kern

  • Aubergine (1 Stück)
  • Zucchini (1 Stück)
  • Feta (200 Gramm)
  • Nudeln (220 Gramm)
  • Zwiebel, Oregano, Thymian, Salz, Pfeffer, Knoblauch

Die Zwiebel klein hacken und anbraten, Aubergine und Zucchini klein schneiden und hinzufügen.

Mit etwas Wasser aufgießen und köcheln lassen. Den Feta in Würfel schneiden. Den ersten Topf vom Herd nehmen und mit dem Deckel zudecken. Dann einen zweiten Topf mit Wasser füllen und die Nudeln kochen.

Die Nudeln nach fünf Minuten wieder vom Kocher nehmen und den Deckel daraufsetzen. Abseits vom Kocher fertig ziehen lassen.

Den ersten Topf mit dem Ragout wieder auf den Kocher setzen und nun den gewürfelten Feta hinzugeben. Auf kleiner Flamme weiter köcheln bis die Nudeln gar sind.

Dann Nudeln abgießen und mit der Soße vermengen und servieren.

4. Pancakes ohne Ei (vegan)

Die wichtigste Frage bei Pancakes ist: zum Frühstück oder zum Abendessen ... | Foto: Daniela Kern
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Die wichtigste Frage bei Pancakes ist: zum Frühstück oder zum Abendessen … | Foto: Daniela Kern

  • 160 Gramm Mehl (Weizenmehl, Typ W480) (ca. 1,5 Tassen)
  • 300 ml Sojamilch/Mandelmilch
  • 100 ml prickelndes Mineralwasser
  • 1 EL Backpulver
  • 3 EL Zucker und 1 EL Salz
  • Evtl. 1 EL Vanillezucker

Die Zutaten (bis auf das Mineralwasser) vermengen, den Teig glatt rühren und dann das Mineralwasser zugeben. Zehn Minuten ziehen lassen.

Jetzt in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Pancakes anbraten. Der Teig sollte ganz leicht auseinanderrinnen, im Grunde aber eine cremige, feste Konsistenz haben. Wenn nicht, fügt noch etwas Mehl hinzu.

Wenn nun die Pancakes an der Oberseite kleine Löcher bekommen, sind sie bereit zum Wenden.

Auf der anderen Seite kurz fertig backen und servieren. Sie schmecken grandios mit Marmelade, Nutella oder Ahornsirup.

Die Angaben beziehen sich auf meine Erfahrungen mit W480 Mehl, ein anderer Mehltyp kann eventuell dazu führen, dass man mehr oder weniger davon verwenden muss.

5. Bannockbrot mit Speck und Sauerrahm (auch als vegane Variante)

Ein heißer Outdoor-Rezepte-Tipp für alle Trekker: Bannock. | Foto: Daniela Kern
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Ein heißer Outdoor-Rezepte-Tipp für alle Trekker: Bannock. | Foto: Daniela Kern

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Tüte Backpulver
  • Salz
  • 250g Speck
  • 4 EL Sauerrahm, 2 Tomaten, 2 Radieschen

Wer Speck und Rahm weglässt oder durch Sojajoghurt ersetzt, erhält ein veganes Gericht. Wir hatten aber noch Speck übrig, der verkocht werden sollte, daher wurde dieser in den Teig gewürfelt. Die Zubereitung ist simpel:

Zutaten bis auf den Sauerrahm, Radieschen und die Tomaten vermengen. Die Teigmenge teilen und zwei Kugeln formen. Diese flach drücken und zu einer Art Fladen ausziehen. Dann in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. Ich habe in der beschichteten Pfanne kein Öl verwendet und das hat super funktioniert. Mit rund fünf Minuten Garzeit pro Brotseite solltet Ihr rechnen.

Das fertige Bannock mit zwei Esslöffeln Sauerrahm bestreichen und mit Radieschen und Tomaten belegen.

Tipp für Trekkingtouren: Die Zutaten für den Teig für den Transport in Gefrierbeutel portionieren, das Wasser dann vor dem Zubereiten zufügen.

Hast Du schon eines der Rezepte ausprobiert? Und was ist Dein Lieblings-Outdoor-Rezept? Ab damit ins Kommentarfeld, ich bin gespannt.

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Daniela Kern

Dani mag am liebsten Klettereien im leichten Fels, alte versteckte Wege und die Welt von oben sehen! Das alles findet sie zwar im Berchtesgadener Land und dem schönen Österreich, doch das Reisefieber schlägt Jahr um Jahr erbarmungslos zu. Über Reisen, Klettern, Camping, Skitouren und alles, was die Berge bergen, bloggt Dani mit ihrem Lebens- und Seilpartner gemeinsam auf www.dogehtsauffi.at Pfeil Alle Artikel von Daniela Kern