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Benzinkocher sind besonders vielseitig, aber auch anspruchsvoller im Handling. Wer weiß, was er tut, braucht dennoch keine Berührungsängste zu haben. Till Gottbrath zeigt Multifuel-Neulingen, wie ein Flüssigbrennstoffkocher sicher funktioniert.

Mit einem Gaskocher hat fast jeder schon einmal hantiert – ob beim Zelten oder auf Trekkingtour. An Benzinkocher traut sich dagegen nicht jeder ran. Zu kompliziert erscheint dem einen die Handhabung, zu unsicher dem anderen der Brennstoff Benzin. Dabei ist es nur eine Frage des richtigen Umgangs mit dem Kocher, der natürlich geübt sein will. Wer es ausprobiert und dabei weiß, was er tut, entdeckt viele Vorteile. So erweisen sich Benzinkocher insbesondere auf Touren in kältere und abgelegene Gefilde als sehr zuverlässig. Noch vielseitiger ist ein Multifuel-Kocher bzw. Mehrstoffkocher, denn der funktioniert mit den gängigsten Benzinarten und zusätzlich mit den meisten anderen Flüssigbrennstoffen wie Diesel, Kerosin und Petroleum.

Benzinkocher: Eine Anleitung für Ein- und Umsteiger
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Ein wahres Multitalent: Mehrstoffkocher wie der OmniFuel von Primus funktionieren mit Benzin, Petroleum, Diesel, Kerosin und auch mit Gas. | Foto: Primus

Primus hat gleich drei dieser Multitalente auf den Markt gebracht, die nach Belieben auch mit Flüssiggas betrieben werden können, darunter die mehrfach ausgezeichneten Expeditionskocher OmniFuel und OmniLite Ti. Wir haben Till Gottbrath, ehemaligen Chefredakteur der Outdoor, mehrfachen Expeditionsteilnehmer und Berater von Primus, befragt, wie man einen Multifuel-Kocher gefahrlos bedient – vom sicheren Einschalten bis zum richtigen Ausmachen.

Kochen mit Benzin

Mehrstoffkocher haben den entscheidenden Vorteil, dass irgendein Brennstoff immer verfügbar ist. Insbesondere Benzin ist weltweit fast überall erhältlich, geeignete Gaskartuschen sind dagegen in manchen Regionen nur schwer zu bekommen. Doch Benzin ist nicht gleich Benzin, und was fürs Auto geeignet ist, ist nicht unbedingt für den Outdoorkocher zu empfehlen. Zum Kochen sollte man vorrangig Wasch- oder Reinbenzin (gereinigtes Benzin) verwenden, denn es brennt sauberer und enthält keine gesundheitsschädlichen Zusätze wie „normales“ Autobenzin. Erhältlich ist es zum Beispiel im Baumarkt, Farbenhandel oder in Outdoorläden (beispielsweise das  Power Fuel von Primus). Im Notfall kann laut Primus auch gewöhnliches bleifreies Autobenzin verwendet werden (bzw. das mit der niedrigsten Oktanzahl), doch das rußt beim Verbrennen stärker und die betroffenen Teile des Kochers müssen häufiger gereinigt werden. Für eine längere Lebensdauer des Kochers und gesundheitsrisikofreies Kochen ist daher gereinigtes Benzin am besten.

Benzin ist sehr sparsam im Verbrauch und durch seinen hohen Heizwert sehr effizient. Der Heizwert ist die Wärmemenge, die man mit jedem Gramm oder Liter eines Brennstoffs erzeugen kann, und dieser liegt bei Reinbenzin bei rund 12 Kilowattstunden pro Kilogramm (ähnlich hoch wie bei Flüssiggas mit rund 12,8 kWh/kg). Ein Vorteil der Benzinkocher ist, dass sie auch bei großer Kälte und Minusgraden sowie in großer Höhe zuverlässig brennen, also bei Temperaturen, wo Gaskocher in der Regel nicht mehr funktionieren, weil das Gas nicht mehr verdampft.
Die Inbetriebnahme eines Benzinkochers erfordert jedoch etwas Geduld. Da Benzin von allen Brennstoffen am leichtesten entzündbar ist, ist zudem Vorsicht geboten. Wer jedoch vorher übt und sich mit der grundlegenden Funktionsweise eines Kochers beschäftigt, kann unterwegs ohne Gefahr und Frustration kochen.

Funktionsprinzip eines Kochers, oder: Warum muss man einen Benzinkocher vorheizen?

Mehrstoffkocher bestehen aus einer befüllbaren Brennstoffflasche und einem Brennkopf mit Düse. Beides ist durch einen Schlauch verbunden. Der Brennstoff in der Flasche – ob Benzin, Diesel, Kerosin oder Petroleum – liegt in flüssiger Form vor und muss zunächst verdampfen, damit der Kocher ihn verbrennen kann. Wann ein Stoff verdampft, ist dabei abhängig von der Umgebungstemperatur, dem Luftdruck und der Flüchtigkeit (das heißt, wie leicht ein Stoff verdunstet). „Flüssiggas für Kocher oder Spiritus verdampft bereits, wenn man es ausströmen lässt (bei Normaltemperatur). Andere flüssige Brennstoffe muss man dagegen erhitzen, damit sie verdampfen; manche weniger (wie Benzin), manche mehr (Petroleum, Kerosin und Diesel)“, erklärt Till Gottbrath. Um also einen Benzinkocher in Gang zu bringen, muss man zunächst vorheizen. Zuvor gilt es Druck aufzubauen, um das Benzin aus der Brennstoffflasche zur Verbrennungsstelle zu befördern. Dazu dient eine auf der Flasche angebrachte Pumpe. Durch das Vorheizen erreicht der Brennstoff die Verdampfungstemperatur, kommt als Gas aus der Düse und entzündet sich. Ist der Kocher einmal an, brennt er von selbst weiter, da er nun immer genug Hitze produziert, um das Benzin verdampfen zu lassen. Till empfiehlt außerdem: „Wenn man aufwändig kocht oder Schnee schmelzen muss (sprich: der Kocher brennt längere Zeit nonstop), muss man ab und zu etwas nachpumpen, sobald die Leistung des Kochers nachlässt.“

Kocher anmachen – So geht’s

Wie das Vorheizen und Anmachen eines Multifuel-Kochers funktioniert, zeigt uns Till Gottbrath im Folgenden mit Benzin am Beispiel eines Primus-Kochers:

1. Kocher und Brennstoffflasche verbinden: Zunächst prüfe ich, ob das Ventil am Schlauch und der Regler am Brenner zugedreht sind. Dann schraube ich den Schlauch an die Pumpe.

Benzinkocher: Eine Anleitung für Ein- und Umsteiger
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Die Brennstoffflasche darf maximal bis zur Markierung gefüllt sein, damit durch Pumpen genügend Druck aufgebaut werden kann, um das Benzin von der Flasche in den Brenner zu bekommen. | Foto: Franziska v. Treuberg

2. Pumpen (= Druck aufbauen): Das Benzin in der Flasche muss zum Kochen unter Druck gesetzt werden, was durch eine Pumpe am Brennstoffbehälter erreicht wird. Die Brennstoffflasche darf dafür maximal bis zur Markierung gefüllt sein, damit noch genügend Sauerstoff in der Flasche vorhanden ist. Ist sie voller, reicht sonst der Raum zum Druck aufbauen nicht aus. Bei einer frisch gefüllten Brennstoffflasche pumpe ich zehn bis 15 volle Hübe. Wenn die Flasche nicht mehr ganz voll ist, etwas häufiger.

3. Brennstoffflasche in die richtige Position legen: Nun lege ich die Flasche (nicht zu nah am Brenner!) so ab, dass die Aufschrift „On“ auf der Pumpe nach oben zeigt, denn nur dann drückt die Druckluft den Brennstoff aus der Flasche (die Pumpe steckt schräg in der Flasche und in dieser „On“-Position strömt der Brennstoff heraus). Anschließend öffne ich das Ventil am Schlauch voll.

4. Anzünden: Ich öffne den Regler am Brenner ein klein wenig, so dass etwas Brennstoff in den Vorwärmfilz unter dem Brenner läuft. Dann schließe ich den Regler wieder. Wenn man Benzin verwendet, braucht der Filz nicht richtig nass zu sein. Bei anderen Brennstoffen sollte der Filz dagegen richtig durchtränkt sein. Nun checke ich noch ein letztes Mal, ob irgendwo ein Leck im System besteht, bevor ich den Brennstoff zum Vorheizen entzünde. Achtung: Nie den Kopf oder andere Körperteile über den Kocher halten!

5. Vorheizen: Bei Benzin dauert das Vorheizen 30 bis 60 Sekunden, bei Diesel, Petroleum und Kerosin bis zu zwei Minuten – je niedriger die Außentemperatur desto länger. Tipp: Die letztgenannten Brennstoffe rußen alle ziemlich. Ich benutze dann eine Vorheizpaste oder ein wenig Alkohol (insbesondere bei großer Kälte). Wenn der Generator bzw. der Brenner heiß genug ist, hört man ein leichtes Zischen.

Mit Windschutz und Deckel zu kochen spart Energie und Brennstoff. | Foto: Franziska v. Treuberg
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Mit Windschutz und Deckel zu kochen spart Energie und Brennstoff. | Foto: Franziska v. Treuberg

6. „Gas geben“: Wenn die Vorheizflüssigkeit fast verbrannt ist, öffne ich vorsichtig den Brennerregler (=Drehen entgegen dem Uhrzeigersinn). Habe ich richtig vorgeheizt, brennt der Kocher nach einigen Sekunden rund und ohne zu flackern. Die Flamme ist leicht bläulich und bald glüht der Flammenverteiler.

Tills Tipp: Was tun, wenn die Flamme instabil brennt und der Brenner „spotzt“? Dann hat es entweder mit dem Vorheizen nicht richtig geklappt, oder auf der Flasche herrscht zu viel Druck. Ich warte dann noch etwas. Meist erreicht der Brenner nach 30 bis 60 Sekunden die richtige Betriebstemperatur. Klappt das auch nicht, fange ich von vorne an, warte zuvor aber eine Weile, damit der Brenner etwas abkühlt.

Kurzanleitung in Bildern:

Kocher ausmachen

Auch das Kocher ausmachen will gelernt sein, damit kein Benzin oder andere Brennstoffreste in der Leitung verbleiben und man unbesorgt abstecken kann. So kann sich darin nichts ablagern, was viel Reinigungs- und Wartungsaufwand erspart. Till zeigt, wie das in wenigen Schritten geht:

1. Brennstoffflasche umdrehen: Ich drehe die Flasche so, dass die Beschriftung „Off“ auf der Pumpe nun nach oben zeigt. Jetzt strömt Druckluft anstatt Brennstoff von der Flasche zum Kocher.

2. Leerbrennen der Brennstoffleitung: Es dauert nun noch etwa 30 bis 60 Sekunden, bis die letzten Brennstoffreste durch die Leitung geströmt und auch verbrannt sind. Um Brennstoff zu sparen, rechne ich diese Zeit in meine Kochzeit gleich mit ein.

Bei Primus steckt die Brennstoffpumpe schräg in der Flasche. Je nach Flaschenlage befindet sie sich in einem anderen Winkel. So wird entweder Brennstoff (Kocher starten) oder Druckluft (Leitung reinigen) gepumpt. Eine On-/Off-Markierung verschafft Klarheit. | Foto: Franziska v. Treuberg
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Bei Primus steckt die Brennstoffpumpe schräg in der Flasche. Je nach Flaschenlage befindet sie sich in einem anderen Winkel. So wird entweder Brennstoff (Kocher starten) oder Druckluft (Leitung reinigen) gepumpt. Eine On-/Off-Markierung verschafft Klarheit. | Foto: Franziska v. Treuberg

3. Kocher ausmachen: Schließlich strömt nur noch Druckluft durch die Leitung. Die Flamme verlischt oder sie züngelt nur noch ganz klein (wie eine kleine Kerze): ich blase sie einfach aus.

4. Ventil schließen: Wenn ich den Kocher am nächsten Morgen im Lager wieder in Betrieb nehmen will, schraube ich das Ventil an der Leitung einfach zu (im Uhrzeigersinn). Die Position des Reglers am Brenner spielt dabei keine Rolle. Dennoch habe ich mir angewöhnt, beides immer zu schließen, damit ich beim nächsten Vorheizen nicht versehentlich den Kocher „flute“.

5. Kocher einpacken: Will ich den Kocher einpacken (das heißt, Flasche und Kocher trennen), lasse ich die gesamte Druckluft aus der Flasche strömen, bevor ich das Ventil schließe. Das Ventil am Schlauch und der Regler am Brenner bleiben solange offen, bis es nicht mehr zischt. Jetzt kann ich die Pumpe ohne viel „Brennstoff-Gesabber“ von der Leitung abschrauben. Ich könnte nun auch die Pumpe aus der Flasche herausschrauben, unterwegs lasse ich sie aber in der Brennstoffflasche. Dort verschmutzt sie am wenigsten und ist gut geschützt. Daheim nehme ich die Pumpe aber raus.

Tills Tipp: Um eine leere Brennstoffflasche wiederzubefüllen, lasse ich ebenfalls den Restdruck wie beschrieben aus der Flasche strömen, bevor ich zum Nachfüllen die Pumpe herausschraube. Den Regler am Brenner und das Ventil an der Pumpe drehe ich dann zu. Achtung beim Herausschrauben der Pumpe: In der Flasche können sich noch explosive Gase befinden, daher darf keine offene Flamme in der Nähe sein! Bevor ich die Flasche wieder fülle (Markierung beachten), überprüfe ich kurz die Dichtung an der Pumpe und den O-Ring (Dichtung) am Anschluss der Brennstoffleitung. Ist der Kocher beim Weiterkochen noch heiß, braucht man nur wenig vorzuheizen, muss aber umso mehr Vorsicht walten lassen, damit sich das Benzin nicht versehentlich entzündet.

Noch ein paar Hinweise zur Sicherheit

Was bei einem Smartphone im ungünstigsten Fall zum Nicht-Funktionieren führt, kann bei einem Benzinkocher lebensgefährlich sein: Ausprobieren, ohne die Bedienungsanleitung zu lesen. Till Gottbrath gibt daher den eindringlichen Rat, die Bedienungsanleitung vorher zu rate zu ziehen! Weitere Tipps des Kocher-Experten zur Sicherheit, die im Übrigen nicht nur für Benzinkocher gelten:

  • Üben, üben, üben! Und zwar bevor Du aufbrichst…
  • Halte niemals Deinen Kopf oder Körper über den Kocher!
  • Koche niemals im Zelt oder in geschlossenen Gebäuden.
  • Sei vorsichtig, wenn Du von Gas auf Benzin wechselst und umgekehrt.
  • Vorsicht beim Wiederanzünden eines noch warmen Kochers!
  • Wenn du einen Windschutz benutzt, lege die Brennstoffflasche oder die Gaskartusche nie innen dazu. Bei Überhitzung besteht Explosionsgefahr.
  • Niemals Töpfe trocken kochen lassen. In einen Alutopf kann man durchaus ein Loch hineinbrennen.
  • Lasse Deinen Kocher im Betrieb nicht unbeaufsichtigt.
  • Ein Kocher wird sehr, sehr heiß. Denke daran, falls Du ihn im Betrieb mal umstellen musst oder schnell einpacken willst.
  • Transportiere Kocher und Brennstoffflasche getrennt von Lebensmitteln, wenn Du nicht willst, dass diese nach Benzin oder Petroleum schmecken.
  • Reinige den Packbeutel regelmäßig. Da ist immer Dreck, Sand, Erde drin!
  • Bewahre Brennstoff niemals nahe einer Hitzequelle auf.
  • Trenne für die Aufbewahrung den Kocher von der Kartusche/Brennstoffflasche.

Multifuel-Kocher von Primus

Benzinkocher: Eine Anleitung für Ein- und Umsteiger
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Two in one: Der mitgelieferte Windschutz fungiert gleichzeitig als Hitzereflektor und sorgt so für einen erhöhten Wirkungsgrad des Kochers. | Foto: Franziska v. Treuberg

Der schwedische Hersteller Primus ordnet seine flexiblen Mehrstoffkocher der Einsatzkategorie Expedition zu, da sie selbst unter extremsten Bedingungen (bei Kälte und Hitze) zuverlässig funktionieren, sich durch minimales Gewicht und Robustheit auszeichnen und so konzipiert sind, dass sie einfach repariert werden können. Je nach Brennstoff kann man bei Primus Multifuel-Kochern verschieden große Düsen einsetzen (Durchmesser der Düsenbohrung ist eingraviert). Diese garantieren das ideale Mischverhältnis aus Sauerstoff und dem jeweiligen Brennstoff für eine optimale Brennleistung.

Das jüngste Modell in dieser Kategorie ist der Primus OmniLite Ti, die leichtere Weiterentwicklung des mehrfach ausgezeichneten Primus OmniFuel. Ti steht hierbei für Titan, dem der Kocher sein geringes Gewicht verdankt. Er ist zudem sehr klein verpackbar und verbraucht weniger Brennstoff, was kombiniert mit den brennstoffsparenden Wärmetauscher-Töpfen der ETA-Technologie von Primus eine sehr gute Energiebilanz ergibt. Wie der Expeditionskocher OmniFuel hat auch der OmniLite einen Regler zur Flammenregulierung direkt am Brenner. Für besonders extreme Einsätze und widrige Bedingungen ist man mit dem Primus MultiFuel Ex gut beraten, der extra stabil ist und mit starker Flamme brennt. Primus-Gaskocher wie der Eta Spider und der Eta Power lassen sich übrigens mit dem Multifuel Kit ebenfalls auf einen Multifuel-Kocher umrüsten.

Ruhe für Benzinkocher und Nachbarn: Der OmniLite Ti Silencer von Primus

Kleines Teil, großer Effekt: Der Silencer von Primus ist nichts weiter als ein spezielles Metallstück, das auf den Brenner geschraubt wird - akkustisch aber den Unterschied zwischen Sturm und Lüftchen ausmacht. | Foto: Franziska v. Treuberg
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Kleines Teil, großer Effekt: Der Silencer von Primus ist nichts weiter als ein spezielles Metallstück, das auf den Brenner geschraubt wird – akkustisch aber den Unterschied zwischen Sturm und Lüftchen ausmacht. | Foto: Franziska v. Treuberg

Da Benzinkocher lärmtechnisch bekanntlich etwas stärker auf sich aufmerksam machen als Gaskocher, haben die Schweden in ihrer Werkstatt getüftelt und sich ein Gegenmittel ausgedacht – den OmniLite Ti Silencer. Wie der Name schon sagt, reduziert der Silencer den durch den erzeugten Druck ausgelösten Kocherlärm. Eine durchdachte wie simple Idee: Der Silencer stellt eine Art Fingerhut aus Metall dar, der vor dem Einheizen auf den Brenner aufgeschraubt wird. Das Gewicht erhöht sich dabei nur minimal (lediglich um 17 Gramm), da beim Multifuel-Kocher OmniLite Ti das Oberteil des Brenners einfach durch den Silencer ersetzt wird. Brennt dann der Kocher, hört man nur noch ein leises Säuseln. Der Trick dabei: Das Metall erzeugt gleichmäßige Geräusche, die von unseren Ohren viel leiser wahrgenommen werden als das normale Verbrennungsgeräusch. Der Silencer eignet sich für Benzin und reduziert den Wirkungsgrad und die Leistung des Kochers nicht. Bei Kerosin, Diesel oder Petroleum ist er nicht optimal – denn diese Brennstoffe haben ohnehin schon eine längere Aufwärmzeit, die sich durch den Aufsatz noch verlängert. Kocht man aber mit Benzin, so ändert sich durch den Silencer nichts – außer dass man künftig nicht mehr die Nachbarn auf dem Campingplatz aufschreckt, wenn man spät abends noch Appetit auf etwas Warmes bekommt. Der Primus-Silencer ist ab Frühjahr 2015 als Upgrade erhältlich.

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Franziska von Treuberg

... ist am liebsten von Hütte zu Hütte in den Alpen unterwegs, aber auch außergewöhnliche Landschaften in anderen Teilen der Welt haben es ihr angetan. Als Redakteurin kümmert sie sich bei Bergzeit um das Magazin. Pfeil Alle Artikel von Franziska von Treuberg