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Der Primus Lite Ultra 0,8 L Gaskocher im Test

6 Minuten Lesezeit
Beim Bergsteigen, Klettern und Bikepacking zählt jedes Gramm. Wie sich das nur 238 Gramm leichte Primus Lite Ultra Stove System in der Praxis schlägt und warum Bergsportler Martin von Gewicht, Packmaß und Flammenregulierung begeistert ist, zeigt der Praxistest.

Wer beim Trekking, Fastpacking oder auf alpinen Touren jedes Gramm zählt, sucht nach einem Kocher mit möglichst geringem Gewicht und hoher Effizienz. Genau hier setzt das Primus Lite Ultra Stove System an. Mit nur 240 Gramm für Brenner und Topf gehört es zu den leichtesten Systemkochern auf dem Markt und richtet sich vor allem an Solo-Tourer und Minimalisten.

Ob das ultraleichte Kochsystem in der Praxis überzeugen kann, habe ich mir genauer angesehen.

Facts zum Primus Lite Ultra 0,8L Gaskocher
🔥 Ultraleichtes Kochsystem: nachgewogene 236 g für Brenner, Topf und Deckel
🥾 Ideal für Trekking & Fastpacking: kompaktes Packmaß für Minimalisten
Schnelle Einsatzbereitschaft: einfacher Aufbau und integrierter Piezozünder
🍲 0,8 Liter Topfvolumen: optimal für Solo-Touren und Trekkingnahrung
♨️ Effizienter Wärmetauscher: reduziert Kochzeit und Gasverbrauch
🪶 Titan-Klappgriffe: leicht und sicher in der Handhabung
📦 Kompaktes Packsystem: Brenner, Kartusche und Zubehör finden im Topf Platz

Primus Lite Ultra Stove System 0.8L: Die Hard Facts

Bereits beim Auspacken wird klar, worauf Primus den Fokus gelegt hat: Gewicht sparen. Das Lite Ultra kombiniert einen leichten Brenner mit einem 0,8-Liter-Topf inklusive Wärmetauscher und bringt das Wesentliche für die schnelle Outdoor-Küche mit.

  • Gewicht: 236 g (Brenner, Topf & Deckel; nachgewogen)
  • Topfvolumen: 0,8 Liter
  • Brenner: Laminar Flow Burner Technologie
  • Zündung: integrierter Piezozünder
  • Topf: Aluminiumtopf mit Wärmetauscher
  • Griffe: klappbare Titan-Griffe
  • Kompatibilität: Topfstützen für alternative Kochgefäße
  • Einsatzbereich: Trekking, Fastpacking, Bergtouren, Camping, Baustelle

Zum Lieferumfang gehören der Lite Ultra Brenner mit integriertem Piezozünder, ein 0,8-Liter-Aluminiumtopf mit Wärmetauscher, ein Aluminiumdeckel, Titan-Klappgriffe, Topfstützen für alternative Töpfe, ein Mikrofasertuch sowie ein leichter Packsack. Optional kann das Set durch eine Presse für die Zubereitung von Kaffee oder Tee erweitert werden.

Alles passt in den Transportsack: Topdeckel, (optionale Tee-/Kaffee-Presse), Brenneinheit, 100g Gaskartusche, Dreibein und der Kocher selbst.

Martin Bachmeier

Alles passt in den Transportsack: Topdeckel, (optionale Tee-/Kaffee-Presse), Brenneinheit, 100g Gaskartusche, Dreibein und der Kocher selbst.


Schon der erste Eindruck zeigt: Das Lite Ultra ist kein Campingkocher für große Kochaktionen, sondern ein konsequent auf Gewicht, Packmaß und Effizienz optimiertes System für schnelle Touren.

Erster Eindruck: Ultraleicht und durchdacht

Bereits beim ersten Kontakt fällt das außergewöhnlich geringe Gewicht des Kochsystems auf. Das gesamte Set wirkt hochwertig verarbeitet und bis ins Detail auf minimalistisches Reisen ausgelegt. Vor allem die kompakte Bauweise und die saubere Integration aller Komponenten hinterlassen einen positiven Eindruck.

Das Primus Lite Ultra vermittelt sofort das Gefühl, für ambitionierte Bergsportler und Gewichtsfetischisten entwickelt worden zu sein.

Besonders gelungen ist dabei die Kombination aus geringem Gewicht und vollständiger Ausstattung. Trotz konsequenter Gewichtseinsparung verzichtet Primus nicht auf wichtige Komfortmerkmale wie Wärmetauscher, Piezozünder oder Klappgriffe.

Nur 236 Gramm bringen Topf, Deckel und Brenner auf die Waage. Packt man alles zusammen mit 100g Gaskartusche, Kartuschenstütze und Mikrofasertuch in den Packsack, dann sind es 485 Gramm Gesamtgewicht.

Martin Bachmeier

Nur 236 Gramm bringen Topf, Deckel und Brenner auf die Waage. Packt man alles zusammen mit 100g Gaskartusche, Kartuschenstütze und Mikrofasertuch in den Packsack, dann sind es 485 Gramm Gesamtgewicht.


Nur 236 Gramm bringen Topf, Deckel und Brenner auf die Waage. Packt man alles zusammen mit 100g Gaskartusche, Kartuschenstütze und Mikrofasertuch in den Packsack, dann sind es 485 Gramm Gesamtgewicht.

Martin Bachmeier

13 mal 10 Zentimeter misst der praktische Packsack samt Inhalt. Eine 0,33 L Dose wirkt daneben nicht viel kleiner.


Der Aufbau des Primus Lite Ultra gelingt unkompliziert und ist praktisch selbsterklärend. Die Brennereinheit wird direkt auf die Gaskartusche geschraubt und der Topf anschließend per Bajonettverschluss sicher mit dem Brenner verbunden. Das Ergebnis ist ein kompaktes Kochsystem, bei dem Kocher und Topf fest miteinander verbunden sind und einen sehr stabilen Eindruck hinterlassen.

Besonders positiv fiel im Test die Bedienbarkeit auf. Sowohl der Aufbau als auch die integrierte Piezozündung lassen sich problemlos mit Handschuhen bedienen. Das gilt ebenfalls für den Gasregler. Gerade bei kalten Temperaturen, auf Wintertouren oder bei alpinen Einsätzen ist das ein echter Vorteil, da man die Handschuhe nicht ausziehen muss.

Überzeugen konnte außerdem die Flammenregulierung. Der Regler arbeitet sehr feinfühlig und ermöglicht eine präzise Steuerung der Heizleistung. Obwohl der Regelbereich im unteren Leistungssegment vergleichsweise klein ausfällt, lässt sich die Flamme zuverlässig vom sanften Simmern bis zur maximalen Leistung einstellen. So kann man zunächst Wasser schnell zum Kochen bringen und anschließend die Leistung deutlich reduzieren, um Speisen bei geringer Hitze weiterköcheln zu lassen.

Die präzise Flammenregulierung ist eine der großen Stärken des Primus Lite Ultra. Der Kocher eignet sich nicht nur zum schnellen Wasserkochen, sondern auch für kontrolliertes Kochen mit echter Simmer-Funktion.

Der Kocher in der Outdoor-Praxis

Seinen ersten Praxiseinsatz hatte das Primus Lite Ultra auf einer Bergtour auf knapp 2.400 Metern Höhe. Ein Im Gepäck waren lediglich das Kochsystem selbst mit kleiner 100-Gramm-Gaskartusche sowie 0,5 Liter Wasser und Kaffeepulver. Genau für solche Einsätze scheint das System gemacht zu sein: wenig Gewicht, kleines Packmaß und schnell einsatzbereit.

Schnell aufgebaut steht der Kocher auch auf steinigem Untergrund sicher. Wer zusätzliche Stabilität möchte, kann den mitgelieferten Kartuschenstandfuß verwenden, der die Standfläche nochmals vergrößert.

Dank der integrierten Piezozündung ist der Kocher schnell und zuverlässig gestartet. Nach knapp unter 3 Minuten Vollgas haben die 0,5 Liter Wasser schon gekocht. Kaffeepulver rein, kurz ziehen lassen, pressen – fertig ist der frische Kaffee!

Bei den ersten Einsätzen zeigte sich auch, dass das Lite Ultra kein reiner Wasserkocher für Trekkingnahrung ist. Dank der feinfühligen Flammenregulierung lassen sich auch einfache Gerichte problemlos zubereiten und bei geringer Hitze weiterköcheln. Gerade diese Vielseitigkeit hebt das System von vielen ultraleichten Kochern ab, die häufig nur auf maximale Leistung ausgelegt sind.

Bei der Tour kam das Lite Ultra vor allem für Kaffee auf dem Gipfel zum Einsatz. In Kombination mit der optional erhältlichen Coffee Press lässt sich das Kochsystem problemlos als kleiner Outdoor-Kaffeekocher nutzen. Praktisch: Auch nach der Kaffeezubereitung nimmt der Topf keinen störenden Kaffeegeruch oder -geschmack an. Wasser für Trekkingnahrung oder Tee schmeckte anschließend völlig neutral.

Besonders positiv fiel das Packmaß auf. Im Topf lassen sich die Brennereinheit, eine kleine Gaskartusche sowie sämtliche Zubehörteile verstauen. Selbst die Topfstützen für alternative Kochgefäße finden darin Platz. Dadurch entsteht ein sehr kompaktes Gesamtpaket, das im Rucksack kaum auffällt.

Im Alltag überzeugte zudem die durchdachte Bedienung des Topfs. Die klappbaren Titan-Griffe liegen angenehm in der Hand und ermöglichen ein kontrolliertes Ausgießen. Auch der Deckel ist sinnvoll gestaltet: Er verfügt über einen hitzeisolierten Griff und eine integrierte Ausgieß- beziehungsweise Abgießfunktion.

Egal ob auf Tour, beim Camping oder für die schnelle Mahlzeit auf der Baustelle: Das Lite Ultra erwies sich im Test als unkomplizierter Begleiter, wenn innerhalb weniger Minuten heißes Wasser benötigt wird.

Kochzeiten mit dem Primus Lite Ultra

Für den Praxistest kam eine 100-Gramm-Gaskartusche zum Einsatz. Diese brachte im befüllten Zustand inklusive Kartusche rund 200 Gramm auf die Waage. Nach zwei Kochvorgängen lag das Gewicht noch bei 189 Gramm. Daraus ergibt sich ein Gasverbrauch von etwa 11 Gramm beziehungsweise rund 5,5 Gramm pro Kochvorgang von 0,5 Litern Wasser.

Links ausgießen, rechts abgießen: Der leichte Deckel ist sinnvoll gestaltet für verschiedene Anwendungsszenarien.

Martin Bachmeier

Links ausgießen, rechts abgießen: Der leichte Deckel ist sinnvoll gestaltet für verschiedene Anwendungsszenarien.


Für ein derart leichtes Kochsystem ist das ein sehr guter Wert. Verantwortlich dafür dürfte vor allem die Kombination aus Laminar-Flow-Brenner und integriertem Wärmetauscher sein.

Rechnerisch wären mit einer 100-Gramm-Kartusche unter vergleichbaren Bedingungen rund 18 Kochvorgänge möglich. Das spricht für einen überraschend geringen Gasverbrauch und macht das Lite Ultra auch für längere Touren interessant.

Die Flamme ist kaum zu sehen, weil sie durch den integrierten Wärmetauscher abgeschirmt ist.

Martin Bachmeier

Die Flamme ist kaum zu sehen, weil sie durch den integrierten Wärmetauscher abgeschirmt ist.


Die Flamme ist kaum zu sehen, weil sie durch den integrierten Wärmetauscher abgeschirmt ist.

Martin Bachmeier

Der Griff ist so geformt, dass man den Topf auch mit Handschuhen sicher halten, vom Brenner drehen oder ausgießen kann. Auch der ausklappbare Griff am Brennventil ist gut zu greifen.


Stärken und Schwächen des Systemkochers

Das hat mir gefallen

  • Sehr geringes Gewicht von nur 236 g
  • Kompaktes Packmaß
  • Effizienter Wärmetauscher
  • Schneller und einfacher Aufbau
  • Alle Komponenten platzsparend verstaubar
  • Durchdachte Ausstattung mit Piezozünder und Titan-Griffen
  • Zuverlässige Piezozündung: Hat immer beim ersten Versuch gezündet
  • Gute Standfestigkeit für ein Leichtgewichtssystem
  • Sehr präzise Flammenregulierung, echtes Simmern möglich
  • Bedienung auch mit Handschuhen problemlos möglich
  • Niedriger Gasverbrauch im Praxistest

Das könnte besser sein

  • Für aufwendigere Kochaktionen und mehrere Personen ist das 0,8-Liter-Topfvolumen etwas knapp bemessen.
Die Flamme lässt sich präzise Regulieren. Von minimaler Leistung...

Martin Bachmeier

Die Flamme lässt sich präzise Regulieren. Von minimaler Leistung…


Die Flamme lässt sich präzise Regulieren. Von minimaler Leistung...

Martin Bachmeier

… bis zur Monsterflamme, die das Wasser schnell zum Kochen bringt.


Mein Fazit zum Primus Lite Ultra Stove System 0.8L

Das Primus Lite Ultra Stove System richtet sich klar an Trekker, Fastpacker und Bergsportler, die möglichst leicht unterwegs sein möchten und dennoch nicht auf Komfort verzichten wollen.

Mit seinem sehr geringen Gewicht, dem kompakten Packmaß und der hohen Alltagstauglichkeit zählt das Lite Ultra zu den spannendsten Systemkochern für Solo-Abenteuer und schnelle Touren.

Besonders überzeugen konnten im Test die effiziente Bauweise, die durchdachten Details sowie die Möglichkeit, das komplette Kochsystem inklusive Kartusche platzsparend im Topf zu verstauen.

Ein Traum: frischer Kaffee am Gipfel. Mit dem Primus Lite Ultra Gaskocher wird er Wirklichkeit!

Martin Bachmeier

Ein Traum: frischer Kaffee am Gipfel. Mit dem Primus Lite Ultra Gaskocher wird er Wirklichkeit!


Wer einen möglichst leichten und kompakten Systemkocher für Trekking, Fastpacking, alpine Touren oder Bikepacking sucht, bekommt mit dem Primus Lite Ultra ein durchdachtes Gesamtpaket. Besonders die Kombination aus extrem geringem Gewicht, hoher Effizienz und ungewöhnlich präziser Flammenregulierung hebt den Kocher von vielen anderen Leichtgewichtssystemen ab. Das Lite Ultra ist damit nicht nur ein Wasserkocher für Minimalisten, sondern ein vollwertig regulierbares Kochsystem für Solo-Abenteuer und anspruchsvolle Bergtouren.

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