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Zwischen Wasserwegen und Hansestädten

Wandern rund um Hamburg

15 Minuten Lesezeit
Die Hansestadt hat viel Grün und unzählige Wasserwege zu bieten. Aber auch in der Umgebung von Hamburg erwarten Dich herrliche Wanderwege und wunderschöne Natur. In Zusammenarbeit mit dem Rother Bergverlag haben wir Dir hier fünf Wanderungen rund um Hamburg zusammengestellt, die Du ganz einfach mit Bus und Bahn erreichst.

Die Elbmetropole Hamburg hat viel zu bieten, doch wer dem Trubel auch mal entfliehen will, dem eröffnen sich viele reizvolle Ziele, die für Abwechslung sorgen. Es gibt Pfade entlang der Elbe, bezaubernde Fachwerkstädte, romantische Seen und idyllische Heidelandschaften zu erwandern und dank guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist dafür nicht mal ein Auto nötig. Deshalb nichts wie los, um Hamburgs Umland auf einer der fünf vorgestellten Ausflüge wandernd zu entdecken!

Die folgenden Touren stammen aus dem Rother Wanderführer „Rund um Hamburg“ von Michael Schnelle. Der komplette Guide ist erhältlich in der Rother Touren App für Android und iPhone.

1. Von Eutin nach Plön: Schlösser, Wälder und herrliche Seen

Diese romantische Wald- und Seenwanderung lässt sich mit dem Besuch der Schlösser von Eutin und Plön verbinden. Von Eutin geht es westwärts leicht ansteigend zum Beuthiner Holz und über Rachut nach Niederkleveez am Dieksee. Besonders romantisch ist dann der Weg entlang des Behler Sees. In Plön angekommen, empfiehlt sich außerdem der Besuch des Schlossgartens und der Prinzeninsel sowie der malerischen Altstadt mit Nikolaikirche und Markt.

Die Wanderung von Eutin nach Plön begeistert mit schönen Ausblicken auf mehrere Seen.

Michael Schnelle

Die Wanderung von Eutin nach Plön begeistert mit schönen Ausblicken auf mehrere Seen.


Tourensteckbrief

Auf leichten Waldwegen gelangt man von Eutin ins sehenswerte Plön.

Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende. Geografisches Design: Freytag & Berndt Prag

Auf leichten Waldwegen gelangt man von Eutin ins sehenswerte Plön.


  • Schwierigkeit: leicht
  • Wegbeschaffenheit: überwiegend leichte Wanderwege, einige Abschnitte auf Nebenstraßen
  • Gehzeit: 4.15 Std
  • Höhenunterschied: 91 m auf, 109 m ab
  • Länge der Wanderung: 16,5 km
  • Einkehr unterwegs vorhanden (Gasthäuser in Eutin, Plön und Fegetasche; Restaurant Fährhaus in Niederkleveez)
  • Für Kinder geeignet
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Ausgangspunkt: Bhf. Eutin an der Strecke Lübeck–Kiel
  • Tourenbeschreibung

    Vom Bahnhof Eutin startet unsere Tour nordwestwärts durch die Bahnhofstraße bis zu deren Einmündung in die Plöner Straße. Dort gehen wir nach links über die Eisenbahnbrücke und nach der Umfahrungsstraße rechts in die Waldstraße. An deren Ende halb rechts zu einer Brücke über die Umfahrungsstraße und Eisenbahnstrecke. Vor der Brücke nach links, bei der nächsten Abzweigung halb rechts Richtung Tennishalle. An ihr vorbei, danach rechts per Ampel über die Umfahrungsstraße zum Festplatz, der auch als Parkplatz genutzt wird. An seinem Beginn zweigt links der Naturerlebnispfad ab (Infos unter www.erna-eutin.de).

    Anfangs folgen wir dem abwechslungsreichen Naturerlebnispfad in Eutin.

    Michael Schnelle

    Anfangs folgen wir dem abwechslungsreichen Naturerlebnispfad in Eutin.


    Der Naturerlebnispfad führt abwechslungsreich durch das Gelände, vorbei an etlichen sehr unterschiedlich gestalteten Naturräumen und Erlebnisstationen. Schließlich treffen wir vor der Westtangente auf einen Asphaltweg. Auf diesem links unter der Westtangente hindurch, per Rechts-links-Kurve weiter und dann schnurgerade zu Häusern an der Beuthiner Straße. Dieser folgen wir kurz nach rechts zum Waldrand mit Parkplatz. Von dort führt unsere Route links bzw. westwärts auf breitem Waldweg in das Beuthiner Holz, vorbei an verschiedenen Abzweigungen nach links, die wir ignorieren. Entsprechend dem Hinweisschild »Dieksee 2,7 km« geht es weiter, an einem idyllischen kleinen Waldsee vorbei, kurz danach bei einer Gabelung rechts ab Richtung Grillplatz (Wege 8 und 9) und zunächst geradeaus. Bei einer weiteren Weggabelung halten wir uns links (Hinweis »Rachut 0,5 km«) und wandern auf dem Viertweg bis zum Waldrand. Kurz danach mündet von links die Straße Am Walde ein. Sie führt geradeaus als Rachuter Straße weiter. Auf ihr kommen wir kurz danach zum rechts liegenden Waldparkplatz und Grillplatz von Rachut mit vielen Rastmöglichkeiten.
    Haus mit Reetdach

    Michael Schnelle

    In Niederkleevez kommt man an traditionellen reetgedeckten Häusern vorbei.


    Weiter in bisheriger Richtung, an Häusern vorbei, auf der Rachuter Straße zur Plöner Straße (L 56; dort Bushaltestelle), die rechter Hand nach Malente führt. Wir wandern nach deren Überquerung geradeaus auf dem Holmweg weiter, anfangs auf einem Damm durch altes Kiesabbaugebiet (Weg 10, Schild »Soldatengrab 1,2 km«). 20 Min. hinter Rachut zweigt mitten im Wald rechts der Weg 9 nach Malente ab, wir gehen dort links weiter (Schild »Niederkleveez 2,6 km«). Nach 10 Min. sehen wir an einer Kreuzung links das einfache Soldatengrab. Nach weiteren 10 Min. leitet uns der Weg bei einer Gabelung vor dem Waldrand scharf rechts zum Dieksee, wo der Holmweg auf den FWW E1/E6 trifft. Wir biegen dort links ab und kommen nach einem Ferienhaus zu einer Schutzhütte im Wiesengelände. Dann laufen wir durch das Villenviertel von Niederkleveez zu einer Autostraße im Ort. Auf der Straße Am Dieksee rechts in Kürze zum Restaurant Fährhaus am Schiffsanleger.

    Der Große Plöner See ist mit 29 km² der größte Binnensee in Schleswig-Holstein und bietet sich gut für eine Rast an.

    Michael Schnelle

    Der Große Plöner See ist mit 29 km² der größte Binnensee in Schleswig-Holstein und bietet sich gut für eine Rast an.


    Entlang der Straße in bisheriger Richtung zum Ortsende, von dort folgen wir dem asphaltierten Rad- und Fußweg neben der Autostraße bis zu einer tief eingeschnittenen Bucht des Behler Sees. In der Linkskurve der Straße weist uns eine Markierung auf einen rechts abzweigenden Waldweg. Vorbei am Zeltlager Adlerhorst wandern wir dann auf dem romantischen Pfad direkt am Behler See weiter, später nach rechts zum Kieler Kamp, einer ruhigen Wohnstraße (Schild »Plön Zentrum«). Diese führt uns bis zur B 76. Auf dem Fußweg neben der Bundesstraße nach rechts in 10 Min. zu einer Brücke über die Schwentine. Danach wechseln wir auf die andere Straßenseite. Vor dem Brückenimbiss folgen wir dem Sandweg zur Promenade am Großen Plöner See mit der Schiffsanlegestelle Fegetasche.

    Nun geht es rechts auf der Promenade weiter, später am Wasserwerk vorbei, dann durch die Rosenstraße und nach links durch die Eutiner Straße (beides ruhige Wohnstraßen), bis Letztere vor der Bahnstrecke endet. Dort geht links ein Rad- und Fußweg ab, der durch eine Bahnunterführung und dann links weiter zum Bahnhof von Plön führt. Von dort sind es nur wenige Minuten zur Altstadt, die entweder entlang des Sees oder über die Lübecker Straße erreicht werden kann.

    2. Zwischen Lauenburg und Boizenburg die Flusslandschaft Elbe genießen

    Diese Wanderung südöstlich von Hamburg verbindet die kleinen Elbstädte Lauenburg und Boizenburg und führt über viele Kilometer durch einsame Natur, die frühere gesperrte DDR-Grenzzone. Immer wieder genießt der Wanderer die Aussicht über die Elbe und überblickt das ganze Gebiet beim Aussichtspunkt Elwkieker. In Boizenburg angekommen, bekannt auch als »Stadt der Fliesen«, folgen wir einem Dammweg entlang der Sude und besuchen das Storchendorf Gothmann.

    Vom Aussichtsturm Elwkieker bietet sich ein beeindruckender Blick über Elbe, Sude und Boize.

    Michael Schnelle

    Vom Aussichtsturm Elwkieker bietet sich ein beeindruckender Blick über Elbe, Sude und Boize.


    Tourensteckbrief

    Für die genussvolle Wanderung entlang der Elbe ist ein gewisses Maß an Kondition nicht verkehrt.

    Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende. Geografisches Design: Freytag & Berndt Prag

    Für die genussvolle Wanderung entlang der Elbe ist ein gewisses Maß an Kondition nicht verkehrt.


  • Schwierigkeit: mittel
  • Wegbeschaffenheit: Außerhalb der beiden Städte überwiegend naturbelassene Fahr- oder Fußwege, zwei Abstiege über Treppen in Lauenburg und bei Vier
  • Gehzeit: 5.15 Std
  • Höhenunterschied: 113 m auf, 145 m ab
  • Länge der Wanderung: 21,9 km
  • Einkehr unterwegs vorhanden (In Lauenburg, bei der Palmschleuse und Boizenburg, sowie mit Abstecher in Vier)
  • Für Kinder geeignet
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Ausgangspunkt: Lauenburg ZOB, zu erreichen mit Buslinie 31 von Hamburg
  • Tourenbeschreibung

    Wir starten die Wanderung am ZOB in der Oberstadt von Lauenburg. Ostwärts kommen wir auf dem Askanierring in Kürze zu einer Kreuzung, dort rechts. Per Brücke geht es über den Hohlen Weg zu einer Gabelung. Hier beginnt auch die Fährtreppe, die uns mittels 131 Stufen in die Unterstadt hinabbringt. Dort erreichen wir gegenüber dem Hotel-Restaurant Zum Alten Schifferhaus die Elbstraße. Nach rechts lohnt ein Abstecher durch die Gassen der Unterstadt mit zahlreichen historischen Gebäuden, dem Ruferplatz und der Schiffsablegestelle.

    Unser Wanderweg folgt jedoch der Elbstraße nach links. Bei der folgenden Straßengabel dann geradeaus auf der Bahnhofstraße und auf deren Verlängerung, der Hafenstraße, weiter. Dann treffen wir auf die B 209 (ebenfalls »Hafenstraße«), die wir geradeaus überqueren, um gegenüber am Yachthafen entlang weiterzuwandern. Bald stoßen wir erneut auf die B 209 bzw. Hafenstraße und folgen ihr ostwärts, vorbei an der Schleuse des Elbe-Lübeck-Kanals, bis zu ihrem Ende vor der Kanalbrücke. Dort neben der B 5 auf dem Fußweg über die Brücke mit Aussicht auf die Hafen- und Industrieanlagen und gleich danach auf der Nebenstraße An der Palmschleuse zur historischen Palmschleuse. Diese wurde bereits 1398 als Teil des Stecknitzkanals erbaut. Hier können wir auch einkehren.

    Von der Schleuse in bisheriger Richtung weiter, über die Stecknitz, dann über die Abzweigung der Hermann-Gebauer-Straße wieder zurück zu B 5 und am Rand des Industriegeländes weiter. Dann zweigt rechts bzw. südwärts ein Fahrweg ab, der uns in die Elbtalaue bringt. Vor der Elbe treffen wir bei einer Infotafel zum NSG Lauenburger Elbvorland und Ruhebank auf einen Quer-Fahrweg, hier links. Bei zwei Schranken erreichen wir die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Dahinter steigen wir zum Deich hinauf und laufen auf diesem parallel zur Elbe weiter. Zweimal biegt der Weg etwas nach rechts um, dann vor einem Wassergraben nach links; so führt er zu einem Wasserschöpfwerk. Noch ein paar Schritte in bisheriger Richtung, dann rechts mithilfe einer Brücke über den Wassergraben, kurz rechts zurück und per Linkskurve in den Wald. Der nun breitere Sandweg ist manchmal etwas mühsam, Abzweigungen zur B 5 ignorieren wir und laufen immer geradeaus bzw. mit kleinen Schlenkern rund 3 km Richtung Osten. Mitten im Wald zweigt dann vom ehemaligen Kolonnenweg rechts ein abwechslungsreicher Fußweg durch den Elbhang ab. Schon nach wenigen Minuten biegt links ein kurzer Weg zum Köpelberg ab, eine Walderhebung mit beschränktem Elbblick und einfacher Sitzmöglichkeit.

    Der Aufstieg entlang des Steilufers lohnt sich: Vom Aussichtsturm überblickst Du das ganze Gebiet.

    Michael Schnelle

    Der Aufstieg entlang des Steilufers lohnt sich: Vom Aussichtsturm überblickst Du das ganze Gebiet.


    Wieder zurück auf dem Hauptweg biegt der schmale Pfad unterhalb des Köpelbergs nach links um und führt romantisch durch den urwüchsigen Vierwald im Steilhang des Elbtals. Dabei geht es in den eiszeitlichen Kerbtälern anregend auf und ab. Teilweise begleiten uns auf der rechten Seite des Weges alte Betonpfosten, Reste des ehemaligen Grenzzaunes, der verhindern sollte, die tiefer liegende Elbe zu erreichen, die zu DDR-Zeiten als Grenzfluss fungierte. Immer wieder erblickt man durch das Grün des Waldes auch ein Stück Elbe. Kurz vor der Siedlung Vier biegt der Waldpfad nach links um. Bei der folgenden Abzweigung geradeaus, bis wir in einer Kurve wieder auf den Kolonnenweg treffen. Weiter geradeaus zu einer nahen Kreuzung, dort rechts auf dem Fasanenweg durch die Waldsiedlung Vier. Dahinter führt die Route nochmals durch Wald im Steilufer zum Aussichtspunkt Elwkieker. Vom Aussichtsturm bietet sich ein beeindruckender Blick über Elbe, Sude und Boize. Etwas zurückgesetzt befindet sich ein Infozentrum zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Per Abstecher kann man von dort den alten Kontrollpunkt Vier erreichen, heute Restaurant, und das Elbbergmuseum mit einer Ausstellung zur früheren Grenze.

    Vom Turm führt links eine teils luftige Treppe hinab zum Anleger Vier unweit der Mündung der Boize in die Elbe. Unten folgen wir dem Feldweg nach links und erreichen bald den Beginn des Fährwegs, einer kleinen Asphaltstraße. Nach einem Links-rechts-Bogen kommen wir an der ehemaligen Elbewerft vorbei, Schautafeln an der Straße erzählen ihre Geschichte. Der Fährweg mündet schließlich in die Hamburger Straße, der wir für wenige Minuten nach rechts folgen. Dann zweigt rechts eine Nebenstraße zum Hafen von Boizenburg ab. Nach einer Linkskurve laufen wir die Hafenpromenade entlang und treffen beim Hotel Stadt Boizenburg auf die Klingbergstraße, hier 1 Min. rechts, dann finden wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen schmalen Durchgang. So kommen wir auf den Wallweg, der die Altstadt umrundet. Begleitet vom Boizegraben wandern wir auf der Nordseite der Altstadt auf dem Wall. Einen ersten rechts abzweigenden Weg ignorieren wir, bei der folgenden Kreuzung laufen wir dann rechts in die Altstadt hinein. Dort erreichen wir den Kirchplatz mit der St.-Marien-Kirche. Geradeaus an ihr vorbei zum südlich gelegenen Markt mit dem Rathaus im Zentrum der Altstadt von Boizenburg. Das Fliesenmuseum befindet sich in der Reichenstraße südwestlich vom Markt.

    Wir verlassen den Markt an seiner Südseite nach links und laufen auf der Markttorstraße aus der Altstadt hinaus. Nach der Brücke über den Boizegraben zweigt rechts ein Fußweg ab und führt südwärts auf dem Wall entlang. Nach einem Angelteich erreichen wir einen Querweg. Hier links, über eine Holzbrücke, bei der Gabelung rechts und südwärts am Fitzenteich entlang zur Straße Altendorf. Auf dieser aus Boizenburg heraus, immer südwärts, bis wir den Schacksgraben überqueren. Durch das Wiesengelände kommen wir geradeaus zu einem Quersträßchen unterhalb des Deichs vor der Sude. Auf den Deich hinauf, von dem sich ein Blick über die Sude zu einem alten Wachturm bietet. Wir folgen dem Deich entlang der Sude nach links. Am Ortsrand des Storchendorfs Gothmann verlassen wir den Deich und laufen auf dem Fahrweg weiter. Vor der Brücke über die Sude links in die Straße Fischereck, die bald auf die Straße An der Sude trifft. Auf dieser nach rechts ins Ortszentrum von Gothmann bei der rechts liegenden Feuerwehr.

    Der Wallweg in Boizenburg umrundet, begleitet vom Boizegraben, die Altstadt...

    Michael Schnelle

    Der Wallweg in Boizenburg umrundet, begleitet vom Boizegraben, die Altstadt…


    ...in der wir unter anderem das hübsche Rathaus am Markt in Boizenburg passieren.

    Michael Schnelle

    …in der wir unter anderem das hübsche Rathaus am Markt in Boizenburg passieren.


    In bisheriger Richtung weiter, bis die Straße am Ortsende nach links umbiegt und als Fahrweg weiterführt. Wo links ein Fahrweg abzweigt, erreichen wir den Bollenberg und blicken direkt auf ein Stück Sanddüne, während sich rechter Hand die Sudeniederung erstreckt. Wir folgen dem Fahrweg noch kurz nach rechts, zweigen dann links ab und steigen den Bollenberg hinauf. Wir kommen durch ein Stück Wald und vorbei an einem links liegenden Teich, bis wir auf der Nordseite des Bollenberges das NSG wieder verlassen. Per Linkskurve am Waldrand entlang, dann auf dem Fahrweg schnurgerade durch die Gildewiesen zur Neuen Straße (B 195) in Bahlen. Direkt an der Einmündung des Feldwegs zweigt links der Schwarze Weg ab, dem wir anstelle der Autostraße folgen. Kurz vor Bahlendorf zweigt rechts das Sträßchen Am Heckenweg ab und führt uns wieder zur B 195 (Fritz-Reuter-Straße). Wir folgen ihr nach links, überqueren gleich einen Graben und kommen dann in die Bahnhofsvorstadt von Boizenburg. Weiter auf der B 195 zur Bahnhofstraße, auf ihr rechts zum Bahnhof.

    3. Einmaliges Heideerlebnis von Undeloh zum Wilseder Berg

    Diese Rundtour im Süden von Undeloh führt anfangs auf dem weithin bekannten Heidschnuckenweg durch das Tal des Radenbachs. Nach seiner Überquerung erfolgt ein erster Anstieg zum Heidedorf Wilsede, danach geht es hinauf zum Wilseder Berg. Im Bereich des Radenbachtals und am Wilseder Berg erleben wir schöne Heideflächen, teils mit Wacholderbeständen. Nicht zuletzt die Aussicht vom höchsten Punkt im Norddeutschen Tiefland macht diese Wanderung zu einem besonderen Erlebnis – und das gar nicht weit von Hamburg entfernt.

    Die Heidewanderung ist am schönsten zur Heideblütezeit im August und Anfang September.

    Michael Schnelle

    Die Heidewanderung ist am schönsten zur Heideblütezeit im August und Anfang September.


    Tourensteckbrief

    Die Rundwanderung führt durch hügeliges Gelände, ist aber trotzdem einfach machbar.

    Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende. Geografisches Design: Freytag & Berndt Prag

    Die Rundwanderung führt durch hügeliges Gelände, ist aber trotzdem einfach machbar.


  • Schwierigkeit: leicht
  • Wegbeschaffenheit: Tour durch Wald und Heide im hügeligen Gelände mit leichten An- und Abstiegen
  • Gehzeit: 4.00 Std
  • Höhenunterschied: 136 m auf, 136 m ab
  • Länge der Wanderung: 15,8 km
  • Einkehr unterwegs vorhanden (In Undeloh sowie unterwegs in Wilsede)
  • Für Kinder geeignet
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Ausgangspunkt: Bhst. Undeloh Osterdieksfeld, zu erreichen nur von Mitte Juli bis Mitte Oktober mit den Heide-Shuttle-Ringlinien 2 oder 3 von den Bahnhöfen Buchholz in der Nordheide, Tostedt (beide an der Strecke Hamburg–Bremen) oder Handeloh (an der Heidebahn Buchholz–Hannover).
  • Tourenbeschreibung

    Von der Bushaltestelle Osterdieksfeld in Undeloh starten wir unsere Tour in der Ortsmitte, indem wir uns auf der Straße Zur Dorfeiche (K 27) westwärts wenden, bis linker Hand ein Abkürzungsweg zur Wilseder Straße abzweigt. Auf dieser links weiter, u.a. an einem kleinen Teich vorbei, bis zum Heide-Erlebniszentrum mit einer modernen Ausstellung zur Kulturlandschaft Heide sowie einem Shop und einem Café.

    Gleich hinter dem Haus zweigen wir auf den bekannten Heidschnuckenweg mit der Markierung H links von der Wilseder Straße ab. Der Sandweg trifft gleich auf einen Querweg. Dort geht es rechts hügelig durch das weite, von einzelnen Wacholdersträuchern durchsetzte Heidegelände.

    Idyllisch: Östlich von Wilsede passieren wir einen alten Schafstall.

    Michael Schnelle

    Idyllisch: Östlich von Wilsede passieren wir einen alten Schafstall.


    Unterwegs kreuzen wir einen Kutschenweg und wandern immer etwas oberhalb des Radenbachs, sodass wir teilweise weite Sicht haben. Das Tal des Radenbachs gilt als eines der schönsten Heidetäler. Immer gut markiert geht es dann langsam abwärts zu einer Gabelung unweit des Radenbachs.Hier rechts auf einem breiten Fahrweg Richtung Wilsede, per Holzbrücke über den Radenbach, danach auf dem Querweg links weiter. Nach rund 400 m treffen wir bei einer Wegkreuzung auf den Pastor-Bode-Weg. Dieser Heidepastor ist Begründer des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide und ist vor mehr als 100 Jahren fast täglich von seiner Gemeinde Egestorf nach Wilsede gegangen. Wir zweigen rechts ab und folgen dem Pastor-Bode-Weg, gleichzeitig auch der Heidschnuckenweg. Richtung Wilsede müssen wir nun ansteigen, es geht über Heideflächen und durch Wald. Unterwegs passieren wir einen alten Schafstall.

    Schließlich treffen wir auf einen Pflasterweg, der von Sellhorn kommt. Neben ihm halb rechts Richtung Wilsede weiter. Nach dem Ortsschild von Wilsede folgt eine Linkskurve, dann geht es immer geradeaus ins Zentrum des autofreien Heidedorfes, das trotz vieler internationaler Besucher mit seinen reetgedeckten Bauernhöfen unter hohen Eichen Nostalgie ausstrahlt.

    In Wilsede, einem autofreien Heidedorf, kann man alte, reetgedeckte Bauernhöfe bewundern und auch das Heidemuseum besuchen.

    Michael Schnelle

    In Wilsede, einem autofreien Heidedorf, kann man alte, reetgedeckte Bauernhöfe bewundern und auch das Heidemuseum besuchen.


    Wir erreichen das rechts liegende Gasthaus Heidemuseum, dem das Heidemuseum gegenüberliegt. Das alte Bauernhaus vermittelt einen Eindruck vom früheren Leben auf einem Heidehof. Beim Gasthaus Heidemuseum auf einen Fußweg rechts ab, am Museum vorbei, dann geradeaus über einen Fahrweg. Rechter Hand liegen die Gebäude von Emhoff, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Zunächst folgen wir dem Pflasterweg aus Wilsede heraus. Wir befinden uns noch immer auf dem Heidschnuckenweg. Rechts zweigt ein Fußweg mit unserer Markierung H ab, führt vom Wald weg und steigt langsam an. Dann mündet von rechts zurück ein Grasweg mit dem X des Fernwanderwegs E1 ein, der uns vom Wilseder Berg zurück nach Undeloh bringen wird.
    Der Wildseder Berg ist der höchste Punkt Norddeutschlands und bietet einen entsprechend weiten Rundblick.

    Michael Schnelle

    Der Wildseder Berg ist der höchste Punkt Norddeutschlands und bietet einen entsprechend weiten Rundblick.


    Doch zunächst kurz stärker bergan, dann durch ein Waldstück und bei der folgenden Gabelung geradeaus auf den Wilseder Berg, mit 169 m der höchste Punkt in ganz Norddeutschland und entsprechend weiter Rundsicht. An klaren Tagen reicht der Blick bis nach Lüneburg oder sogar Hamburg. Zu seinen Füßen erstrecken sich große Heideflächen, die besonders zur Blütezeit einmalig sind! Den Gipfel verlassen wir rechter Hand und steigen auf der E1-Markierung X gleich deutlich bergab durch die Heideflächen. Mit mehreren Schlenkern treffen wir auf einen Querweg und folgen ihm rechts zu einer Kreuzung am Waldrand. Dort geradeaus, anfangs innen am Waldrand entlang. An der Ecke des Waldes treffen wir dann auf einen Querweg, der auch von Kutschen genutzt wird. Auf diesem nach links und erneut etwas bergab.

    Vor dem nächsten Waldstück verlässt unsere Markierung nach rechts den Kutschenweg und führt als Fußweg zunächst am Waldrand entlang, dann immer mehr nach links in den Wald hinein. Dort stoßen wir nochmals auf den Kutschenweg, überqueren ihn geradeaus und kommen wenig später zum rechts liegenden Parkplatz beim Heide-Erlebniszentrum.

    Weiter nach rechts über den Parkplatz zur Wilseder Straße und auf ihr links auf bekanntem Weg zurück. Wir nehmen dann jedoch nicht den Abkürzungsweg Richtung Bushaltestelle, sondern laufen geradeaus weiter. So treffen wir auf die Straße Zur Dorfeiche (K 27). Links von uns erreichen wir mit ein paar Metern Abstecher die kleine Heidekirche St. Magdalenen, bereits 1189 erbaut mit einem frei stehenden Glockenturm. Von der Kirche rechts auf der Straße Zur Dorfeiche zurück zur Bushaltestelle im Zentrum von Undeloh.

    4. Hamburgs grüne Lunge, die Harburger Berge

    Der erhöht liegende Gasthof Zum Kiekeberg bietet sich für eine Rast auf der Wanderung durch die Harburger Berge an.

    Michael Schnelle

    Der erhöht liegende Gasthof Zum Kiekeberg bietet sich für eine Rast auf der Wanderung durch die Harburger Berge an.


    Der ansonsten wenig attraktive Hochhaus-Stadtteil Neuwiedenthal ist ein idealer Ausgangspunkt für die Harburger Berge. Dieses etwa 50 km² große Gebiet im Süden der Hansestadt steht teilweise unter Naturschutz, gehört zum Regionalpark Rosengarten und erreicht mit etlichen Erhebungen Höhen zwischen 100 und 155 Metern. Die Rundwanderung erfolgt auf guten, größtenteils markierten Waldwegen und bietet die Möglichkeit, das sehenswerte Freiluftmuseum Kiekeberg zu besuchen oder auch den Wildpark Schwarze Berge, beides beliebte Ziele der Hamburger für ausgedehnte Spaziergänge.

    Tourensteckbrief

    Auf Waldwegen entdeckt man die grünen Seiten Harburgs.

    Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende. Geografisches Design: Freytag & Berndt Prag

    Auf Waldwegen entdeckt man die grünen Seiten Harburgs.


  • Schwierigkeit: leicht
  • Wegbeschaffenheit: Leichte Waldwanderung im teils hügeligen Gelände. Markierungen wechselnd, gelbe Pfeile und die Rundwanderwege W1 oder W2.
  • Gehzeit: 3.45 Std
  • Höhenunterschied: 196 m auf, 196 m ab
  • Länge der Wanderung: 14,3 km
  • Einkehr unterwegs vorhanden (In Neuwiedenthal sowie unterwegs im Landhaus Jägerhof, in Ehestorf, im Kiekeberg-Museum, im Gh. Zum Kiekeberg und im Restaurant des Wildparks Schwarze Berge)
  • Für Kinder geeignet
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Ausgangspunkt: S-Bahn-Station HH-Neuwiedenthal (S 3 ab Hamburg Hbf.)
  • Tourenbeschreibung

    Von der S-Bahn-Station Hamburg-Neuwiedenthal führt ein Fußweg südwärts zur Cuxhavener Straße (B 73), die wir überqueren. Dann laufen wir links weiter bis zum rechts abzweigenden Talweg. An dessen Beginn führt ein Fußweg rechts in den Wald. Dort stoßen wir auf die gelbe Pfeilmarkierung mit dem Richtungshinweis Ki für Kiekeberg. Der Weg macht eine Rechtskurve und trifft auf einen Querweg, dort rechts und gleich wieder links an einem Stein-Fußweg entlang, der am Ehestorfer Heuweg endet. Dort liegt rechter Hand bei der Bushaltestelle das Landhaus Jäger.
    Bei der gegenüberliegenden Bushaltestelle zweigen wir links in den Wald ab und steigen nach 2 Min. rechts leicht bergan. Wir folgen immer geradeaus der Pfeilmarkierung Ki auf der sogenannten Wiedenthaler Trift bis zu einer Wegkreuzung. Dort weiterhin geradeaus, jetzt zusätzlich mit der Markierung W1, bei der nächsten Kreuzung dann rechts. Der Wald-Fahrweg macht etliche Schlenker und ist als Schäferstieg ausgeschildert. Schließlich erreichen wir eine Wegverzeigung mit einem Rastplatz. Von dort geht es geradeaus weiter, nun auf dem Fahrweg mit dem Namen Stadtscheide und weiterhin mit gelber Pfeilmarkierung und W1.

    Nach 5 Min. macht der Weg eine Rechtskurve, einige Minuten später zweigt links der Stadtweg ab, wir wandern aber geradeaus weiter. Wir ignorieren mehrere Abzweigungen und folgen immer den Markierungen Ki und W1 geradeaus. Dann zweigt rechts der Sennhüttenweg mit der Markierung W1 ab, während wir geradeaus der gelben Pfeilmarkierung Ki folgen. Über einen Höhenrücken, die Stadtscheide, wandern wir für längere Zeit an der Landesgrenze Hamburg/Niedersachsen entlang und passieren einen Rastplatz, bis wir unweit des Ehestorfer Weges (K 74) den Waldparkplatz Stadtscheide erreichen.

    Nach rechts führt ein Waldweg steiler hinab zu einem Asphalt-Querweg, dem Harburger Stadtweg, der rechter Hand bald einen Waldweg kreuzt und dann zum Dorfplatz von Ehestorf, Teil der Gemeinde Rosengarten, an der Straße Emmetal (K 20) führt. Per Ampel über die Kreisstraße, dann kurz rechts und sofort links in die Ehestorfer Dorfstraße. Bei der dortigen Bushaltestelle wenden wir uns aber gleich nach links auf einen Fußweg südwärts, der zwischen Grundstücken aus dem Ort heraus und zum weithin bekannten Freilichtmuseum Kiekeberg führt.

    Das Freilichtmuseum Kiekeberg ist einen Besuch wert: Auf dem 12 Hektar großen Gelände zeigen 30 historische Gebäude mit authentischer Inneneinrichtung...

    Michael Schnelle

    Das Freilichtmuseum Kiekeberg ist einen Besuch wert: Auf dem 12 Hektar großen Gelände zeigen 30 historische Gebäude mit authentischer Inneneinrichtung…


    ...wie die Menschen in der Lüneburger Heide und der Winsener Marsch von 1600 bis in die 1950er-Jahre lebten und arbeiteten.

    Michael Schnelle

    …wie die Menschen in der Lüneburger Heide und der Winsener Marsch von 1600 bis in die 1950er-Jahre lebten und arbeiteten.


    Am Geländerand treffen wir auf den Fahrweg Am Kiekeberg und erreichen linker Hand den Museumseingang und den Zugang zum Restaurant. Auf einem Gelände von 12 ha zeigen 30 historische Gebäude mit authentischer Inneneinrichtung, wie die Menschen in der Lüneburger Heide und der Winsener Marsch von 1600 bis in die 1950er-Jahre lebten und arbeiteten. Sehenswert sind insbesondere auch die Schaubetriebe der Brennerei, Bäckerei, Schmiede und Weberei sowie der Museumsladen. Neueren Datums sind das Agrarium mit den Themen Moderne Landwirtschaft und Ernährung sowie die Königsberger Straße mit einer Ausstellung zu den 1950/60er-Jahren.

    Ohne Museumsbesuch können wir noch vor dem Museum auf den Weg Am Kiekeberg nach rechts abbiegen. Dann gehen wir links hinauf, vorbei am Parkplatz und einem Holz-Aussichtsturm zum erhöht liegenden Gasthof Zum Kiekeberg. Der Weiterweg führt in den Wald und links zu einem Kletterpark, dann per Rechtskurve in südlicher Richtung zu einem Rastplatz vor einer Pferdekoppel; linker Hand liegt eine Friedhofskapelle.

    Der Wildpark Schwarze Berge ist ein beliebtes Ausflugsziel der Hamburger.

    Michael Schnelle

    Der Wildpark Schwarze Berge ist ein beliebtes Ausflugsziel der Hamburger.


    Wir wandern dort rechts am Waldrand oberhalb von Vahrendorf weiter, bis wir nach erneuter Durchquerung eines Waldstücks auf die Straße Am Sandberg stoßen. Auf ihr kurz nach links, dann in einer Kurve rechts ab auf den mit gelbem Pfeil markierten Weg WFR. Durch Wald erreichen wir Alvesen beim Alvesener Schulweg. Auf ihm nach rechts weiter. Nach einer Linkskurve auf der dortigen Querstraße kurz nach rechts, dann links in den Heinrich-Wendt-Weg, bis die Steinkuhle abzweigt. Diesem Weg folgen wir nach rechts bzw. nordwärts aus Alvesen heraus. Durch Wald erreichen wir auf dem Fuß- und Radweg die Straße Am Wildpark, wo linker Hand die Parkplätze und der Zugang zum Wildpark Schwarze Berge mit Restaurant liegen. Der 50 ha große Park beherbergt über 1000 Tiere in großzügigen und artgerechten Gehegen. Faszinierend sind auch die Greifvogel-Flugshow und die Aussicht vom 45 m hohen Elbblickturm.

    Von der Zufahrt wandern wir für 3 Min. in bisheriger Richtung auf der Autostraße weiter, bis wir in einer Rechtskurve auf den Ehestorfer Heideweg stoßen. Hier geht es links auf dem mit gelbem Pfeil markierten Weg N und W2 weiter, der uns geradeaus in den Wald leitet. Nach wenigen Minuten erst rechts, dann links weiter.

    Abwechslungsreich wandern wir nach einigen Waldabschnitten durch die Neugrabener Heide.

    Michael Schnelle

    Abwechslungsreich wandern wir nach einigen Waldabschnitten durch die Neugrabener Heide.


    In der Folge macht der Weg im Wald viele Schlenker und trifft nach einem Anstieg auf einen Querweg, den Neugrabener Heideweg. Hier zweigt unsere Markierung rechts ab. Wir wandern nun nordwärts auf dem Neugrabener Heideweg bis zu einem Quer-Fahrweg, dem Wulmsberggrund, wo wir auch wieder auf die Markierung W1 treffen; hier links, vorbei an einem Einzelhaus. Wenig später zweigt der Neugrabener Heideweg mit unseren Markierungen N und W1 als Fußweg rechts ab und führt nordwärts durch den Wald. Wir überqueren den Bredenbergsweg, danach folgt unser Wanderweg einem kleinen Kamm, benutzt einen Querweg nach links und kreuzt nach einer Rechtskurve einen weiteren Querweg, wobei wir stets den Markierungen W1 und N auf dem Neugrabener Heideweg folgen. Nach weiteren 5 Min. führt uns die Markierung nach rechts vom Hauptweg ab und kreuzt den Talweg, einen breiten Sand-Fahrweg am Beginn einer rechts liegenden Neugrabener Heide.

    Wir folgen zunächst immer dem linken Rand der Heidefläche. Dann führt der Weg links bergab in den Wald. Dort erreichen wir eine Kreuzung, linker Hand sieht man einen Waldparkplatz. Nun rechts gemäß Markierung unweit eines Rastplatzes zu einer kleinen Anhöhe. Hier verlässt unser Wanderweg W1 bzw. gelber Pfeil mit NW für Neuwiedenthal den breiten Fahrweg (den Scharpenbargsweg) halb links. Im Wald nordwärts, nach einer Rechtskurve bergab zu einem Querweg am Waldrand. Auf diesem nach rechts oberhalb des Sportplatzes Opferberg entlang. Auf einer Lichtung gabelt sich dann der Weg. Die Markierung W1 zweigt rechts ab, wir folgen links dem gelben NW-Pfeil und steigen am Sportplatz entlang abwärts. Am Ende des Fußwegs treffen wir auf die Cuxhavener Straße (B 73). Hier gehen wir kurz nach rechts bis zur Bushaltestelle Opferberg, dort hinüber auf die andere Straßenseite und zum Bahnhof von Neuwiedenthal.

    5. Durch das Wasserreich im Süden Rotenburgs

    Diese Wanderung in Hamburgs Umgebung verläuft durch die Rotenburger Innenstadt und führt dann in den Süden. Flussniederungen, Wälder, Wiesen, Moore und die beiden Bullenseen sorgen für Abwechslung. Der Erlebnisgarten des Hartmannshofs zieht Kinder wie Erwachsene an. Die gut ausgeschilderte Strecke ist einer von mehreren »Nordpfaden« (einem lokalen Wanderwege-Netz) und durchgehend zusätzlich mit »Wasserreich« markiert. Auch die Kreisstadt Rotenburg (Wümme) will im Rahmen der Tour entdeckt werden, sie verfügt über etliche sehenswerte Bauten, darunter die neugotische Stadtkirche. Idyllisch ist zudem das Speicherviertel am Stadtstreek.

    Der Große Bullensee ist ideal für eine Pause und bietet, bei entsprechenden Temperaturen, ein abkühlendes Bad.

    Michael Schnelle

    Der Große Bullensee ist ideal für eine Pause und bietet, bei entsprechenden Temperaturen, ein abkühlendes Bad.


    Tourensteckbrief

    Abwechslungsreiche Rundwanderung ab Rotenburg, für die man etwas Kondition mitbringen sollte.

    Geodaten © OpenStreetMap und Mitwirkende. Geografisches Design: Freytag & Berndt Prag

    Abwechslungsreiche Rundwanderung ab Rotenburg, für die man etwas Kondition mitbringen sollte.


  • Schwierigkeit: leicht
  • Wegbeschaffenheit: unterschiedliche Wege oder Nebenstraßen, immer ausreichend markiert durch abwechslungsreiche Landschaft, keine besonderen Schwierigkeiten.
  • Gehzeit: 5.15 Std
  • Höhenunterschied: 46 m auf, 46 m ab
  • Länge der Wanderung: 21,4 km
  • Einkehr unterwegs vorhanden (In Rotenburg, unterwegs Hofcafé im Hartmannshof und in Unterstedt)
  • Für Kinder geeignet
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
  • Ausgangspunkt: Bhf. Rotenburg (Wümme) an der Strecke Hamburg–Bremen
  • Tourenbeschreibung

    Teilansicht der neugotischen Rotenburger Stadtkirche mit Gefallenen-Denkmal.

    Michael Schnelle

    Teilansicht der neugotischen Rotenburger Stadtkirche mit Gefallenen-Denkmal.


    Vom Bahnhof folgen wir südwärts der Bahnhofstraße, treffen dann auf die B 215 und überqueren auf der Amtsbrücke die Wümme. Bei der nun folgenden Straßenverzweigung geht es an der Ampel nach links, dann immer noch auf der Bahnhofstraße per Linksbogen in die Innenstadt. Dort liegt linker Hand das moderne Rathaus am Nordende des Platzes Am Pferdemarkt. Geradeaus auf der Großen Straße zum Speicherviertel am Stadtstreek und vorbei am Postamt. Gleich danach zweigt rechts die Kirchstraße ab und führt zur Goethestraße mit dem links liegenden Jüdischen Museum. Nach ihrer Überquerung kommen wir an der 1862 erbauten Stadtkirche vorbei, einer bedeutenden neugotischen Hallenkirche. Von der Kirche laufen wir am Kantor-Helmke-Haus vorbei und kommen ins Grüne hinaus; zuerst rechts, dann per Linkskurve weiter. Bei einem Spielplatz machen wir eine weitere Linkskurve und überqueren dann rechts die Wiedau. Danach wandern wir neben der Wiedau bis vor eine weitere Brücke, wo wir auf einen Querweg treffen. Auf diesem rechts weiter, bei der nächsten Gabelung aber schon wieder links. Der Wanderweg macht zunächst einen Rechts-, dann einen Linksbogen und führt in einen Wald hinein. Dort kommen wir zu einer Kreuzung, bei der wir rechts abzweigen. Wir überqueren die Rodau und biegen vor einer Siedlung links vom Hauptweg ab.

    Auf einem Gras-Fußweg geht es zwischen Grundstücken weiter. Nach einer Rechtskurve treffen wir auf den Quer-Fahrweg An der Rodau, der uns an einem Pferdehof vorbeiführt. Dann zweigt rechts die Asphaltstraße Nobelsteder Weg ab, während wir geradeaus eine Tennishalle passieren. Bald danach geht es wieder in den Wald. Dort treffen wir auf einen Querweg und folgen diesem nach rechts bis zur Visselhöveder Straße (B 440).

    Nach Überquerung der Bundesstraße folgen wir gegenüber, etwas weiter südlich, einer kleinen Asphaltstraße. Von dieser zweigt links ein Waldweg ab, auf dem wir für etwa 8 Min. bis zu einer Kreuzung wandern. Dort links ab und auf einem Grasweg wieder Richtung Süden. Wir kommen über mehrere Nebenwege, bis bei einem Hochsitz ein Querweg unseren Weg schräg kreuzt. Hier rechts ab und gleich danach auf dem Schotter-Querweg nochmals rechts. Auf diesem treffen wir nach einer Forstweg-Schranke auf einen breiten Quer-Fahrweg, dem wir südwärts folgen. Wir wandern geradeaus über eine Kreuzung und erreichen wenig später einen quer verlaufenden Grasweg. Diesem folgen wir nach links am Waldrand. Linker Hand liegt bereits der Hartmannshof der Rotenburger Werke, einer bekannten Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.

    Der Mitmach-Erlebnisgarten des Hartmannshofs ist bei Jung und Alt beliebt. Es gibt auch ein Hofcafé.

    Michael Schnelle

    Der Mitmach-Erlebnisgarten des Hartmannshofs ist bei Jung und Alt beliebt. Es gibt auch ein Hofcafé.


    Immer dem Grasweg folgend, erreichen wir einen Quer-Fahrweg mit Parkplatz. Hier befindet sich auch ein Zugang zum Mitmach-Erlebnisgarten des Hartmannshofs. Das Hofcafé liegt 300 m nördlich und ist entweder durch den Garten oder auf dem Fahrweg erreichbar. Im Erlebnisgarten gibt es nicht nur Beete, Büsche und Bäume zu entdecken, sondern auch Spieleinrichtungen, beispielsweise eine Schlangenschaukel. Wir folgen nun rechts dem gesperrten Fahrweg, überqueren geradeaus einen Schotterweg und erreichen dann die Kreuzung mit der Asphaltstraße Am Großen Bullensee. Linker Hand liegt hier ein großer Parkplatz. Geradeaus kommen wir dagegen zu einem Waldspielplatz und zur Badestelle am Großen Bullensee, der als Naherholungsziel sehr beliebt ist.

    Von der Badestelle laufen wir rechts am Nordufer entlang und kommen zum DLRG-Badeturm. Dort halten wir uns rechts und treffen hinter dem DLRG-Haus auf einen Asphaltweg, dem wir ganz kurz folgen.

    Das Moorgebiet um den Kleinen Bullensee ist eine Naturidylle.

    Michael Schnelle

    Das Moorgebiet um den Kleinen Bullensee ist eine Naturidylle.


    In einer Linkskurve geht dann rechts ein Fußweg ab, der in das Moorgebiet um den Kleinen Bullensee führt. Vor dem idyllischen Kleinen Bullensee, der zum NSG Großes und Weißes Moor gehört, treffen wir auf einen Querweg, dem wir nach links folgen. So stoßen wir am Rand einer Wochenendsiedlung auf den Quer-Fahrweg Am Kleinen Bullensee. Auf ihm geht es nach rechts weiter. Bald erreichen wir ein Heidegebiet und kommen dort an einem halb überdachten Bienenstock vorbei. Wir passieren eine Rasthütte und treten bei einer deutlichen Linkskurve wieder in den Wald ein. Vorbei an einer Lichtung folgen wir nun immer dem Fahrweg. Bei einer Ruhebank verlassen wir ihn und folgen in bisheriger Richtung einem Gras-Waldweg. Bei der ersten Kreuzung zweigen wir rechts ab und kommen im Grafeler Wald bald über eine weitere Kreuzung. Dann erreichen wir eine Wegverzweigung, wo es nach Kreuzung des Querwegs gegenüber halb links weitergeht. Es folgt eine Rechtskurve, bei der nächsten Gabelung biegt der Hauptweg links um und führt am Seerosenteich vorbei. Danach erreichen wir den Hof Grafel.

    Hinter dem Hof Grafel geht es zunächst am Waldrand entlang, dann durch den Wald, bis wir bei einer Schranke eine Kreuzung erreichen. Dort zweigen wir links auf den breiten Sand-Fahrweg Richtung Unterstedt ab. Er wird zu einer asphaltierten Allee. Dann zweigen wir rechts auf einem Schotter-Fahrweg ab, der schon bald links umbiegt und zum Ortsrand von Unterstedt führt. Dort in bisheriger Richtung auf dem Reithenweg bis zur Hauptstraße (B 215) in Unterstedt. Gegenüber liegt ein chinesisches Restaurant, eine weitere Einkehrmöglichkeit noch ein Stück weiter südwärts.

    Nach Straßenüberquerung benutzen wir den Fuß- und Radweg neben der Straße nach rechts und kommen nordwärts wieder zum Ortsrand. Dort zweigt links der Asphaltweg Am Vieh ab. Auf diesem immer geradeaus, vorbei an der Abzweigung der Straße Zum Doinsbrook, bei der folgenden Kreuzung dann rechts ab auf einen Fußweg. Dann überqueren wir geradeaus die Straße Zur Kumpwisch und folgen dem Sand-Fahrweg, der uns an den Stadtrand von Rotenburg bringt. Dort verläuft der Weg an der Rückseite von Grundstücken und führt als Sternenweg zu einer Kreuzung. Hier links ab, vom Stadtrand weg und bald über die Wümme. Am Nordrand der Wümmeniederung zweigen wir rechts ab und kommen am links liegenden Schützenhaus vorbei. Nach einer Linkskurve geht es geradeaus über eine Kreuzung. Schließlich folgen wir der Straße In der Ahe nach rechts, bis sie knapp nördlich der Wümmebrücke auf die B 215 trifft. Dort links auf bekanntem Weg zurück zum nahen Bahnhof.

    Buchcover Rother Bergverlag Rund um Hamburg

    Lust auf weitere Wanderungen rund um Hamburg? Mehr Touren gibt’s im Rother Wanderführer „Rund um Hamburg“ von Michael Schnelle.

    Weitere Wandertipps im Bergzeit Magazin:

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