Die Rote Flüh ist ein Klassiker im Tannheimer Tal. Ex-Allgäuerin Julia Gebauer stellt den Normalweg auf den Gipfel vor.

Die rote Flüh: Markanter Berg im Tannheimer Tal

Schon bei der Anfahrt entlang des blau leuchtenden Haldensees zum Parkplatz fällt uns die schöne, glatte Südwand der Roten Flüh ins Auge – der markanteste Berg der Tannheimer Gruppe. Bekannt sind sie vor allem als Kletterberge, aber selbst der Normalweg auf die Rote Flüh ist ein Erlebnis. Entsprechend viel begangen ist diese Tour dann auch. Tipp: Früh oder spät am Tag starten, wenn man keinen Trubel mag. Außerdem wichtig: Wenn es sommerlich heiß ist, knallt die Hitze ordentlich auf den südseitigen, steilen Aufstiegsweg bis hoch zum Gimpelhaus. Auch in diesem Fall besser den frühen Vogel oder die Eule machen – je nach Präferenz.

Tourenbeschreibung: Rote Flüh Normalweg

Vom Parkplatz starten wir Richtung Osten, es geht ungefähr einen Kilometer recht flach auf einem Wanderweg dahin, bis es nach der Abzweigung kurviger, waldiger und steiler wird und wir stets den Serpentinen und Stufen in Richtung Gimpelhaus folgen.

Das Gimpelhaus (1659 Meter) thront auf einem Felsvorsprung, von der Terrasse lässt es sich bei einem Kaltgetränk oder Kaffee wunderbar aushalten. Immerhin ist hier die Hälfte der Strecke geschafft und diesen grandiosen Ausblick muss man einfach eine Zeit lang in sich aufnehmen:

Über den Normalweg auf die Rote Flüh im Tannheimer Tal | Foto: Julia Gebauer

Aber natürlich setzen wir unseren Weg fort, gehen dazu hinter die Hütte und steigen den oberen der Steige schräg bergan, bis wir in eine große Mulde kommen. Rechts über uns türmt sich der Gimpel auf, wir biegen links ab und weiter geht es über Geröll bis zur Judenscharte. Die nun folgenden Felsstufen sind drahtseilversichert und ohne große Schwierigkeiten nehmen wir die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz (2111 Meter) unter die Sohlen. Geschafft!

Der Blick hinab ins Tal und rüber zum Hochvogel ist sensationell, also machen wir es uns für eine Weile gemütlich und staunen. Irgendwann ist es dann jedoch Zeit für den Rückweg. Hier machen wir es uns leicht und nehmen den selben Weg, den wir hinauf gegangen sind.

Eckdaten zum Rote Flüh Normalweg

  • Start- und Endpunkt: Westparkplatz in Nesselwängle
  • Anfahrt
    • mit dem PKW über die A7 bis Ausfahrt „Oy-Mittelberg“, weiter auf der B310 Richtung Wertach und nach Oberjoch. Dort der Beschilderung „Tannheimer Tal“ folgen, bis Nesselwängle, dort zum Westparkplatz.
    • Von Tiroler Seite über Reutte auf die B198 Richtung Lechtal bis Weißenbach, über den Gaichtpass und weiter bis Ausfahrt Nesselwängle, zum Westparkplatz.
    • Bei Anreise mit dem Zug: Bis Sonthofen, Pfronten/Ried oder Reutte, weiter mit dem Bus nach Nesselwängle.
  • Routenverlauf: Westparkplatz in Nesselwängle – Gimpelhaus – Judenscharte – Gipfel Rote Flüh – Judenscharte – Gimpelhaus – Westparkplatz in Nesselwängle
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Kondition: mittel
  • Höhenmeter: 1030
  • Länge: 8 Kilometer
  • Dauer: 4 Stunden
  • Einkehr: Im Gimpelhaus oder auf der Tannheimer Hütte ein paar Schritte weiter (mein Favorit)
  • Ausrüstung: Getränke und Brotzeit, Wanderausrüstung

Deine Wanderausrüstung findest Du natürlich bei Bergzeit:

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