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Winterspaß in Seefeld

Winter-Trailrunning in der Olympiaregion Seefeld

4 Minuten Lesezeit
Die Olympiaregion Seefeld ist hauptsächlich als Langlauf- und Winterwanderregion bekannt. Aber auch die Möglichkeiten zum Trailrunning sind gegeben und so hat das Trailrunning-Bergzeit-Squad die Region für Euch getestet. Was die Bergzeit Mitarbeiter erlebt haben und wie ihr Testfazit zur Region ausfällt, kannst Du hier nachlesen.

Ende Januar gab es für den Bergzeit Trailrunning Squad noch ein ganz besonderes Schmankerl: eine Einladung des Tourismusverbands Seefeld! Und zwar sollten wir die geräumten Winterwanderwege der Olympiaregion Seefeld auf ihre Tauglichkeit zum Trailrunning testen.

Trotz des schneearmen Winters in unseren heimischen Voralpen ist es hier nicht ohne weiteres möglich unseren Sport wie gewohnt auszuführen. Zugeschneite Berge und Wanderwege eignen sich nun mal sehr schlecht zum Laufen, sondern bieten sich mehr an mit Tourenski, Langlaufski oder Schneeschuhen begangen zu werden. Deswegen haben wir uns alle auf das Laufwochenende gefreut und waren sehr gespannt wie sich Trailrunning in einer Wintersport-Hochburg anfühlen wird.

Als idealer Ausgangspunkt eignet sich die Gemeinde Leutasch, der Mittelpunkt des Wettersteingebirges. Passenderweise waren wir dort im Sporthotel Raffl untergebracht. Dort gab es nicht nur sportlergerechtes Abendessen und ein üppiges, vielseitiges Frühstücksbuffet, sondern auch einen großzügigen Wellnessbereich. Perfekt, um unsere müden Beine nach ausgiebigen Trailrunning-Runden auszuruhen.

Tag 1: 20 Kilometer im Winterwonderland

Am Samstagmorgen ging es nach besagtem Frühstücksbuffet auf eine ausgiebige Lauf-Erkundungstour. In der gesamten Region Seefeld herrscht eine größere Schneesicherheit als bei uns im Voralpenraum, so hatten wir es auch im Tal mit einer geschlossenen Schneedecke und einer wunderschönen Winterlandschaft zu tun. An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass Seefeld vor allem als Langlaufregion bekannt ist und die Winterwanderwege immer mal wieder Loipen kreuzen. Der Vorteil davon ist, dass Trailrunner und Wanderer von der gesamten Langlauf Infrastruktur profitieren können, d.h. es gibt Einkehrmöglichkeiten und Parkplätze für alle Wintersportler.

Die Winterwanderwege selbst sind einfach perfekt geeignet zum Trailrunning. Der Tourismusverband Seefeld sorgt dafür, dass das gesamte Netzwerk an Wegen optimal präpariert wird, so hat man nie das Problem, dass man durch den Schnee staksen muss, sondern kann schön gleichmäßig laufen. Die Schneeauflage ist fest aber nur an wenigen Stellen eisig und unser Lauf wird zu keiner Zeit zu einer Rutschpartie. Auch auf Höhenmeter muss man nicht verzichten: auf unserer gut 20 Kilometer langen Strecke kommen wir auf über 500 Höhenmeter! Klar, es sind meistens sanfte Anstiege und Downhills, aber für eine verschneite Gegend sind 500 gut laufbare Höhenmeter schon eine ganze Menge.

Ein paar Worte zur Ausrüstung: die Wege sind zwar präpariert, aber es empfiehlt sich stark profilierte Schuhe oder sogar Grödel/ Spikes dabei zu haben, sonst wird es doch zu rutschig auf dem Schnee. Wir haben freundlicherweise spezielle Spikelaufschuhe von den Winterlaufspezialisten Icebug bekommen, damit waren die winterlichen Trails ein echter Genuß.

Auf unserer Laufrunde gab es gleich drei Almen und Hütten, die uns zu einer Einkehr verlocken. Auf der Wildmoosalm, die direkt am Weg liegt, legen wir schließlich eine kleine Pause ein. Am Nachmittag lassen wir den Tag im Wellnessbereich ausklingen und freuen uns schon auf den Lauf am Sonntag. Da haben wir uns nämlich überlegt noch etwas höher hinaus zu laufen und der Wettersteinhütte einen Besuch abzustatten.

Tag 2: Winterlicher Ausflug auf die Wettersteinhütte

Beim Trailrunning macht es ja bekanntlich Spaß bergauf und bergab zu laufen. Im Winter ist das in den Alpen aber etwas schwieriger bis unmöglich, doch in der Olympiaregion Seefeld gibt es da einige gute Ausnahmen. Da wir alle gerne Berge in unsere Laufstrecken integrieren, wollen wir sonntags die präparierten Wege zur Wettersteinhütte auf ihre Lauftauglichkeit testen.

Da es beim Trailrunning Spaß macht bergauf und bergab zu laufen, wird an Tag 2 die Lauftauglichkeit zur Wettersteinhütte getestet | Foto: Anna Schade

Und auch diese Wege sind wieder optimal geräumt und bearbeitet und eignen sich perfekt für eine Laufrunde! Auf dem Weg zur Hütte treffen wir zwar ein paar Rodelfahrer aber es gibt genügend Platz und wir kommen uns zu keiner Zeit in die Quere. Oben wird es natürlich etwas eisiger, doch wenn man auf passendes Schuhwerk achtet ist das überhaupt kein Problem. So bekommen wir auch im Winter bei einer Laufrunde einen herrlichen Ausblick auf die Hohe Munde und das Seefelder Plateau.

Fazit zu den Seefelder Winter Trails

Nach unserem Wochenende in Seefeld waren wir uns einig, dass auch Trailrunning im Winter in den Alpen möglich ist. Und nicht nur das, mit den sorgfältig präparierten Winterwanderwegen in Seefeld muss man so gut wie keine Abstriche hinnehmen. Ganz im Gegenteil: Trailrunning in verschneiter Winterlandschaft hat seinen ganz eigenen Reiz und bietet eine komplett neue Perspektive auf das Laufen und die Berge im Winter.

Seefeld bekommt von uns definitiv einen Daumen nach oben und eignet sich sehr gut zum Trailrunning. Das i-Tüpfelchen der Region sind, neben den Winter-Trails, die zahlreichen Aktivitäten, die man zusätzlich zum Trailrunning in der Region unternehmen kann (Wellness, Rodeln, Erlebnis-Programm, etc.). Sie sind eine willkommene Abwechslung und zeichnen Seefeld als Wintersport-Destination aus.

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