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Entschleunigung in Winterstiefeln

Winterwandern im Harz

15 Minuten Lesezeit
Nicht nur im Sommer ist der Harz ein tolles Ziel zum Wandern! Beim Winterwandern in der kalten Jahreszeit lernst Du den Harz noch einmal von einer ganz neuen, magischen Seite kennen. Gemeinsam mit dem Rother Bergverlag stellen wir Dir hier vier wunderschöne Winterwanderungen im Harz vor. Also rein in die Winterstiefel & los geht's!

Von drei Kilometern bis zu über zwanzig Kilometer: Im Harz ist einiges für Wanderlustige geboten! Vor allem im Winter strahlt diese Region eine besondere Ruhe und Gelassenheit aus und eignet sich aufgrund ihres Höhenprofils perfekt für entschleunigende Winterwanderungen. Traumhafte Ausblicke, romantische Lichterstimmungen und süße verschneite Weiten belohnen Dich auf Deinen Abenteuern im Harz.

Die folgenden vier Wanderungen stammen aus dem Rother Winterwanderführer „Harz- Die schönsten Wanderungen zu Gipfeln, Klippen und Seen“ von Romy Robst.

1. Wandern von Königskrug zur Achtermannshöhe (925m)

Ein Aussichtsgipfel par excellence

Die Achtermannshöhe, kurz Achtermann, ist als dritthöchster Berg Niedersachsens ein herausragender Aussichtsgipfel im Harz. Die felsige, baumlose Kuppe überragt die umliegenden Bäume und ermöglicht ein ausgezeichnetes 360-Grad-Panorama auf die höchsten Berge des Harzes: Brocken, Wurmberg, Heinrichshöhe und Königsberg. Zu ihr gelangen wir auf überwiegend bequemen Winterwanderwegen und geraten nur kurz vor dem Gipfel ins Schwitzen.

Wandern auf bequemen Wegen.

Romy Robst

Wandern auf bequemen Wegen.


Zurecht bestehen hier Zweifel.

Romy Robst

Zurecht bestehen hier Zweifel.


Dauer: 3.45 h
Höhenmeter & Streckenlänge: ↗ 280 m | ↘ 280 m | 12,6 km

  • Ausgangspunkt: Die kleine Ortschaft Königskrug, 751 m, liegt direkt an der B 4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage und ist nach Torfhaus und Oderbrück, die dritte Ortschaft, wenn man von Norden anreist (Navi: Königskrug 6, 38700 Braunlage).
  • Bus & Bahn: Ausgangspunkt mindestens stündlich erreichbar mit der Busline 820 (Bad Harzburg − Braunlage − St. Andreasberg). Ausstieg Haltestelle Königskrug
  • Anforderungen: Wanderung erfolgt auf überwiegend geräumten Winterwanderwegen, sodass mäßige Kondition ausreicht. Bei Wind mit Schneelast auf den Bäumen Tour meiden, da Borkenkäfer-geschädigte Bäume dann schnell brechen.
  • Einkehr: Gasthaus Königskrug am Ausgangspunkt (Tel. +49 5520 1350, kein Ruhetag, i. d. R. 10 – ​19 Uhr geöffnet).
  • Hund: Im Nationalpark und insbesondere in der Nähe der Loipen Hund anleinen, sonst keine besonderen Schwierigkeiten.
  • Variante: Ab Böser Hund nach links und am Forstweg an einer Hütte nach links zur Achtermannshöhe und Tour abkürzen (1.00 Std. und 4 km weniger). Nur bei ungespurter Loipe möglich!

OpenStreetMap und Mitwirkende

Rother Bergverlag

Vom Parkplatz in Königskrug, 751 m, wandern wir zunächst Richtung Gasthaus Königskrug ein Stück die Straße entlang und biegen danach rechts in die Forststraße ein. Der breite, geräumte Wanderweg führt uns rechts an der Hallische Hütte vorbei. Nach etwa 2 km nehmen wir an einer Weggabelung die linke Route und erreichen alsbald die Moosbrücke. Wir gehen sowohl über diese, als auch über die nächste Brücke, die Bärenbrücke, in deren Nähe sich eine Schutzhütte befindet. Anschließend nach links.

Nun teilen sich Langläufer und Fußgänger den gleichen Weg, der uns zum Bösen Hund bringt. Der etwas ungewöhnliche Name ist lediglich die Bezeichnung eines Forstortes am Nordwesthang des Wurmberges und mit einem Stein markiert. Hier gehen wir nach rechts, den Beschilderungen zum nächsten Zwischenziel, dem Dreieckigen Pfahl, nach. Am zweiten Rastplatz nur wenige Minuten später gelangen wir zum Grenzweg, unter einer Schicht Schnee befindet sich hier ein alter Kolonnenweg aus Zeiten der Teilung Deutschlands.

Auf der Achtermanshöhe.

Romy Robst

Auf der Achtermanshöhe.


Idylle am Wegrand.

Romy Robst

Idylle am Wegrand.


Dieser führt uns links bis zur Schutzhütte Dreieckiger Pfahl. Wir erreichen wenige Meter links davon den eigentlichen Dreieckigen Pfahl , 870 m, ein historischer Grenzstein aus Granit, der bereits viele Grenzen markierte: zunächst ein Dreiländereck, später die Grenze zwischen dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Braunschweig, dann die Grenze zwischen DDR und BRD und heute verläuft hier die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Am Grenzstein halten wir uns links, gehen am Quellgebiet der Bode entlang und später direkt am Fluss. An einer kleinen Hütte gesellt sich von links die Variante bzw. eine Loipe zu unserem Weg. Die Loipe biegt schließlich nach links ab, wir aber wandern weiter geradeaus und halten uns erst im weiteren Verlauf links. An der Schutzhütte Achtermannshöhe nach rechts hinauf zur Achtermannshöhe, 925 m.

Nach ausgiebiger Gipfelschau steigen wir wieder hinab, marschieren vorbei an der Schutzhütte geradeaus Richtung Königskrug »schwieriger Weg«. Mit dem Pfad gelangen wir wieder auf einen Forstweg, biegen nach links und gehen zurück nach Königskrug .

2. Winterwanderung auf den Wurmberg (971m)

Von Braunlage zu Fuß zum höchsten Berg von Niedersachsen – und rodelnd hinab

Der zweithöchste Berg im Harz, zugleich höchster Berg Niedersachsens, ist wahrlich kein Schmuckstück für Naturliebhaber. Vor allem im Winter wird der 971 Meter hohe Wurmberg skitouristisch stark genutzt und bietet nur wenig beschauliche Plätze auf dem Gipfelplateau. Allerdings ist die Aussicht vom Wurmberg bei guter Sicht fantastisch, zum Beispiel zum nur fünf Kilometer Luftlinie entfernten Brocken. Bei besonderen Wetterlagen ist er zudem einer der wenigen Punkte im Harz, die hoch genug liegen, um – wenn im Tal dicke Wolken hängen – über die Wolken blicken zu können. Den Abstieg kann man rodelnd auf der 1,5 Kilometer langen und damit längsten Rodelbahn im Oberharz zurücklegen. Der Wurmberg selbst hat viele Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel die von mehreren Skisprungschanzen, auf denen sogar internationale Wettbewerbe ausgetragen wurden. Sie wurden 2014 abgerissen. Oder die, dass sich auf dem Wurmberg zu Zeiten des Kalten Krieges ein Sender befand, der Braunlage mit Nachrichten versorgen sollte, unbeabsichtigter Weise aber auch großen Teilen der DDR (bis nach Halle) das Westfernsehen ermöglichte.

Was für eine Lichtstimmung beim Aufstieg!

Romy Robst

Was für eine Lichtstimmung beim Aufstieg!


Dauer: 3.45 h
Höhenmeter & Streckenlänge: ↗ 440 m | ↘ 440 m | 11,8 km

  • Ausgangspunkt: Für die Talstation der Wurmbergseilbahn, 565 m, in Braunlage im Ort den Beschilderungen Richtung Parkplatz Eisstadion folgen (Navi: Am Amtsweg 5, 38700 Braunlage).
  • Bus & Bahn: Kein Bahnhof in Braunlage, auf Bad Harzburg ausweichen und mit dem Bus 820 in einer halben Stunde nach Braunlage. Haltestelle Eisstadion.
  • Anforderungen: Wege grundsätzlich einfach, breit und überwiegend geräumt. Großteil des Aufstiegs erfolgt auf nur 3,5 Kilometern, erfordert also gute Kondition.
  • Rodeln: 1500 m lange, anspruchsvolle Bahn ab Rodelhaus , eine kürzere auch in der Nähe von Kaffeehorst.
  • Einkehr: Hexenritt-Alm am Kaffeehorst (www.hexenritt-alm.de, Tel. +49 5520 9995520, 10 – ​17 Uhr, kein Ruhetag); Wurmbergalm auf dem Wurmberg (www.wurmberg-alm.de, Tel. +49 5520 721, 9 – ​16.30 Uhr, kein Ruhetag); Rodelhaus (www.das-rodelhaus.de, Tel. +49 5520 9993366, 10 – ​17 Uhr, kein Ruhetag).
  • Hund: Unschwierig mit Hund, in Pisten- und Loipennähe an die Leine nehmen.

OpenStreetMap und Mitwirkende

Rother Bergverlag

Wir starten diese Wanderung an der Talstation der Wurmbergseilbahn, 565 m, in Braunlage. Mit Blick zum Eingang der Talstation gehen wir rechts an ihr vorbei und folgen dem breiten Weg bis zu einem rechter Hand liegenden kleinen Teich. Nach diesem biegen wir nach rechts ab. An der Kreuzung erneut rechts. Der Weg führt uns zur Großen Wurmbergstraße, die wir überqueren und auf der anderen Straßenseite unsere Tour auf einem kleinen Pfad fortsetzen.

Wir schwenken an der nächsten Forststraße nach links, halten uns im Verlauf rechts und wandern auf dem Harzer Hexenstieg Richtung Elend. So erreichen wir die Bundesstraße, folgen ihr für einige Meter nach links bis zum Schild, das an die ehemalige innerdeutsche Teilung erinnert. Dort nach links oben. Den Großteil des Aufstiegs verbringen wir nun auf dem alten, ruhigen Kolonnenweg, auf dem wir immer geradeaus wandern, bis wir an einer Kreuzung auf Kaffeehorst, 743 m, treffen.

Nebelmeer über Braunlage.

Romy Robst

Nebelmeer über Braunlage.


Das Rodelhaus markiert den Startpunkt der Rodelpiste.

Romy Robst

Das Rodelhaus markiert den Startpunkt der Rodelpiste.


Die Stempelstelle finden wir in der Nähe der Schutzhütte, wenn wir hier einige Meter nach rechts gehen. Für unseren Weiterweg auf dem Grenzweg geradeaus. Kurz nachdem wir linker Hand den markanten roten Turm, der auf dem Gipfel des Wurmbergs thront, erblicken, zweigt unser Pfad links beschildert Richtung Wurmberg ab. Wir gehen direkt auf die Überreste der bis 2014 in Betrieb gewesenen Skisprungschanze zu und steigen an ihrer linken Seite die Treppenstufen nach oben. So erreichen wir schließlich den Gipfel des Wurmberg, 971 m. Die Stempelstelle befindet sich am Restaurant Wurmbergalm.

Nachdem wir den Ausblick vom höchsten Punkt Niedersachsens genossen haben, verlassen wir den Skisport-Trubel wieder und wandern über das Wurmberg-Plateau vorbei an Skiliften, Restaurant und der Bergstation der Wurmbergseilbergbahn. An der Forststraße biegen wir links hinab. Wir gelangen auf dem geräumten und bequemen Weg schließlich an eine Kreuzung. Hier nach links, den Schildern zum Rodelhaus nach. Wer den Abstieg lieber zu Fuß statt mit dem Rodel zurücklegt, kann auch geradeaus auf der Straße bis nach Braunlage weitergehen. Wer in Richtung Rodelhaus weiterwandert, erreicht auf der Route eine Forststraße, die uns links in wenigen Metern zum Rodelhaus, 720 m, führt. Rodelnd bringt uns die Piste in wenigen, rasanten Minuten die 1,5 Kilometer zurück zur Talstation der Wurmbergseilbahn.

3. Tageswanderung zur Burgruine Hohnstein/Poppenberg

Traumhafte Winterwanderung im unterschätzten Südharz

Diese Wanderung ist ein Highlight im Südharz und verdient sich das Prädikat »abwechslungsreich«. Mit der Burgruine Hohnstein erwandern wir uns zunächst etwas Historisches. Die Burg soll bereits um 1120 erbaut worden sein und bietet eine beeindruckende Kulisse. Sie kann jederzeit besichtigt werden und eine Eisentreppe führt auf die Turmruine, von der man einen herrlichen Blick hat. Etwas unterhalb der Burgruine gibt es eine sehr gute Gastwirtschaft. Anschließend zieht es uns hoch hinauf, nämlich auf den Poppenberg, der mit 601 Meter Höhe eine fantastische Aussicht über den gesamten Südharz bietet. Allerdings ist der Berg selbst bewaldet und bietet diese Aussicht nur, wenn man auf den Poppenbergturm steigt. Der 33,5 Meter hohe Aussichtsturm ermöglicht freie Sicht bis zum Brocken und auf den Kyffhäuser. An der Ilfelder Wetterfahne haben wir eine zweite feine Weitsicht. Zudem begeistert die Wanderung mit Klippen und Felsen und nicht zuletzt können wir hier Ruhe und naturnahe Idylle finden.

Vergebliches Warten: keine Köder, keine Vögel.

Romy Robst

Vergebliches Warten: keine Köder, keine Vögel.


Empfehlenswert: Burggasthof Hohnstein.

Romy Robst

Empfehlenswert: Burggasthof Hohnstein.


Dauer: 6.30 h
Höhenmeter & Streckenlänge: ↗ 610 m | ↘ 610 m | 21,4 km

  • Ausgangspunkt: Die »Domäne« Herrenhaus in Neustadt, 280 m, erreichen wir auf der B 4 von Nordhausen oder Braunlage/Bad Harzburg und biegen in Ilfeld nach Neustadt ab. Dort nach links in die Torstraße und weiter auf der Burgstraße. Parkplätze in der Nähe (Navi: Burgstraße 34, 99762 Neustadt/Harz).
  • Bus & Bahn: Ausgangspunkt erreichbar mehrmals täglich mit Buslinie 23 von Nordhausen, Haltestelle Neustadt, Wendeplatz. Dann zu Fuß über Torstraße und Burgstraße zur »Domäne« Neustadt.
  • Anforderungen: Schon allein aufgrund der Länge anspruchsvoll. Im Winter sind nicht alle Wege stets frequentiert, sodass sie bei viel Schnee unwegsam sein können. Zuweilen auch schmale und rutschige Wege. Da die Tour viele Abzweige enthält, ist GPS empfehlenswert.
  • Variante: Die Wanderung lässt sich abkürzen, indem wir nach dem Poppenberg  zunächst der Wegbeschreibung bis zum Brockenblick und anschließend links der Forststraße folgen. Diese führt uns zu einem Picknickplatz, wo wir links abbiegen und so kurz nach der Ilfelder Wetterfahne  wieder in die Tour einsteigen.
  • Einkehr: Burggasthof Hohnstein (www.burghohnstein.de, Tel. +49 36331 49049, ganzjährig Mi. bis Sa. 12 – ​21 Uhr, So. von 12 – ​20 Uhr); Ausflugs- und Ferienhotel Hufhaus-Harzhoehe (www.hotel-hufhaus.de, Tel. +49 36331 48125, ganzjährig ab 8 Uhr geöffnet, kein Ruhetag).
  • Hund: Kondition beim Hund vor allem bei Schnee erforderlich. Gitterrosttreppen beim Poppenbergturm.

Freytag & Berndt, Wien

Rother Bergverlag

Vor dem alten Herrenhaus »Domäne« Neustadt, 280 m, stehend, wenden wir uns nach rechts, gehen um das Naturbacksteinhaus und passieren auf einem Fahrweg den Gondelteich und einen Spielplatz. Nun wandern wir steil hinauf und können links durch die kahlen Laubbäume die Burgruine sehen. Wir treffen auf eine Fahrstraße, folgen dieser nach rechts und an der nächsten Kreuzung geht es nach links hinauf zur Burgruine Hohnstein , 403 m. Es lohnt sich, etwas Zeit zur Erkundung einzuplanen.

Für unseren Weiterweg nehmen wir zunächst die Route zurück bis zur Kreuzung und folgen dem weiteren Verlauf geradeaus, den Beschilderungen Richtung Talsperre und Hufhaus nach. An der sogenannten Frauenruhe­wiese wandern wir links vorbei, dann geradeaus über die Kreuzung und nur wenige Meter später erreichen wir eine Gabelung, an der drei Wege entspringen. Hier links. Diese Route bringt uns geradeaus bequem zum nächsten Ziel, der Staumauer der Talsperre Neustadt, 449 m.

Wir marschieren am linken Ufer der Talsperre entlang, bis unser Weg am Ende des Stausees an eine Kreuzung führt. Hier geradeaus, den Hinweisen Hufhaus/Poppenberg nach. An der nächsten Weggabelung halten wir uns links, unser Ziel ist zuverlässig beschildert. So treffen wir schließlich auf eine Fahrstraße, der wir halb links folgen. Die Tour ist nun mit einem blauen X markiert und wir gehen immer geradeaus, bis uns der Weg hinabbringt und wir auf eine weitere Fahrstraße stoßen. Hier steigen wir nur wenige Meter links nach unten, um dann nach rechts oben abzubiegen. Wir gelangen so zum Ferienhotel Hufhaus. Dort und auch an der nächsten Fahrstraße nach links. Nach wenigen Minuten biegt unser Wanderweg halb rechts von der Fahrstraße ab und führt uns zur Kreuzung »Spinne«. Bei hohen Neuschneemengen können wir auf der Straße zur ihr gelangen. An der Spinne geht es zunächst geradeaus über die Kreuzung und dann rechts. Wir folgen dem Verlauf dieses Fahrwegs, bis wir in einer scharfen Rechtskurve auf einen schmalen Pfad nach links abdrehen und durch einen wunderschönen Wald an einer Schutzhütte den Poppenbergturm, 601 m, erreichen. Wer schwindelfrei ist, sollte auf jeden Fall hinaufsteigen, die Aussicht ist fantastisch.

Vom Turm geht es zum Picknickplatz, wo sich auch die Stempelstelle befindet. Wir biegen dort nach rechts unten Richtung Ilfeld/Netzkater ab. Der kleine Pfad bringt uns zu einem breiteren Weg, dem wir weiter bergab folgen. Wir kommen an einer Kreuzung zu einem weiteren Picknickplatz (Molkenborn), dort halb rechts. Später biegt rechts ein kleiner Pfad ab, der uns zum sogenannten Brockenblick führt. Von hier aus wieder zurück zum Weg. Kurz danach rechts abbiegen. Etwas später gabelt sich der Weg erneut, und wir zweigen rechts ab. Schließlich wandern wir etwas steiler hinab und treffen auf einen Pfad, hier nach rechts. Dieser Steig ist nun deutlich schmaler, rechts fällt das Gelände ab, sodass Vorsicht geboten ist. Der Pfad verschmilzt mit einem von rechts kommenden Fahrweg und wir erreichen kurz darauf den Aussichtspunkt Drei-Täler-Blick.

Historisch und aussichtsreich, die Burgruine Hohnstein.

Romy Robst

Historisch und aussichtsreich, die Burgruine Hohnstein.


Toller Aussichtspunkt am Beilstein.

Romy Robst

Toller Aussichtspunkt am Beilstein.


Wir schwenken mit unserem Weg nach links und folgen diesem für einige Kilometer. Schließlich dringt das Rauschen eines Flusses an unsere Ohren und wir sehen durch die kahlen Bäume eine Straße und Häuser. Hier biegen wir nach links Richtung Ilfeld ab und steigen nun bis fast zur Straße hinunter. Dort einige wenige Meter parallel und noch vor der Bushaltestelle scharf links nach oben. Nun beginnt der erneute Aufstieg: In Serpentinen geht es vorbei an Felsen und Klippen kontinuierlich nach oben bis zu einer Forststraße, hier rechts. Wir befinden uns – wie schon einige Male zuvor – auf dem Südharzer-Dampflok-Steig. Unser Weg bringt uns vorbei an einer beeindruckenden, emporragenden Klippe (Gänseschnabel). Wir drehen kurz danach nach links ab und setzen unseren Aufstieg fort. Nach wenigen Minuten gelangen wir zu einer Bank und gehen nach rechts bis zu einem breiten Weg: Diesem folgen wir für wenige Meter, dann nach links oben wieder in einen steilen, schmalen Pfad abdrehen. Nun erreichen wir die Ilfelder Wetterfahne, 479 m, und haben einen tollen Blick auf Ilfeld und das Harzvorland.

Wir setzen unsere Wanderung auf dem Südharzer-Dampflok-Steig fort und wandern geradeaus. Unser nächstes Ziel ist der Beilstein. Der noch vor uns liegende Anstieg ist nur noch mäßig. Der breite Weg führt uns zu einer Schutzhütte mit Picknickplatz, wo wir nach rechts unten abbiegen. Wenige Meter später zweigen wir links ab. Kurz vor dem Beilstein verlassen wir schließlich den Südharzer-Dampflok-Steig und folgen dem Verlauf des Weges bis zum Beilstein. Auch hier haben wir noch mal eine schöne Aussicht. Weiter unserem Weg folgend – dieser ist nun mit einem grünen Dreieck markiert – geht es stets hinab. Wir gelangen zu einer Fahrstraße, wenden uns hier erst nach rechts unten und etwa 100 m später nach links. Jetzt müssen wir zunächst wieder ein Stück hinaufsteigen. Wir wandern immer geradeaus, bis sich der Weg gabelt. Hier links. Kurz darauf kommen wir zu einer Kreuzung, über die wir hinweggehen und danach den linken Weg einschlagen. Schilder weisen Richtung Neustadt. Wir bleiben auf diesem Pfad, queren zweimal Wege und ein Bächlein und wandern danach nach rechts. Kurz darauf gabelt sich die Strecke erneut, hier rechts. Dieser Weg ist mit einem grünen Punkt auf weißem Kreis markiert. An einer etwas größeren Kreuzung mit Bank gehen wir halb links hinab. Wir gelangen schließlich an einen Campingplatz, den wir links umrunden. Wir folgen dem Fußweg, der uns an den Sportplätzen vorbei, rechts am Gondelteich entlangführt und zurück zur »Domäne« Neustadt bringt.

4. Familienwanderung von Wenigerode zum Agnesberg

Zum schönsten Aussichtspunkt von Wernigerode

Von nirgendwo hat man einen schöneren Blick auf das Schloss Wernigerode, als vom Agnesberg, zu dem uns diese Wanderung führt. Von dem hübschen Harz-Städtchen Wernigerode ist der Aussichtspunkt in einer kurzen Wanderung erreichbar und vor allem zum Sonnenuntergang ein beliebtes Ausflugsziel. Zudem kann man in wenigen Minuten von hier bis zum Schloss hinabsteigen. Für Familien hält die Tour zu Beginn mit dem Wildtierpark mit heimischen Tierarten ein weiteres Highlight bereit.

Romy Robst

Dauer: 1.15 h
Höhenmeter & Streckenlänge: ↗ 120 m | ↘ 120 m | 3,7 km

  • Ausgangspunkt: In der Nähe des Eingangs Wildtierpark in Wernigerode befindet sich der Parkplatz Christianental, den wir auf der B 242 erreichen. Gegenüber des Supermarktes Aldi Richtung Wildtierpark abbiegen. Nur wenige Parkplätze, sonntags kann am Supermarkt geparkt werden (Navi: Christianental 11, 38855 Wernigerode).
  • Bus & Bahn: Bushaltestelle Christianental ist etwa alle 5 bis 30 Min. mit der Linie 202 vom Bahnhof Wernigerode erreichbar.
  • Anforderungen: Leichte Wanderung auf breiten Wegen. Lediglich der Abstieg vom Agnesberg zum Schloss kann etwas rutschig und festgetreten sein, dann sind Grödel/Spikes und/oder Wanderstöcke hilfreich.
  • Einkehr: Waldgasthaus Christianental am Wildtierpark (www.christianental-wernigerode.de, Tel. +49 3943 25171, 11 – ​17 Uhr, Mo. und Di. Ruhetag) und diverse in Wernigerode.
  • Hund: Hunde sind auf dem gesamten Wildparkgelände im ersten Teil der Tour an der Leine zu führen.

Freytag & Berndt, Wien

Rother Bergverlag

Vom Eingang Wildtierpark in Wernigerode (Eintritt 1 €) wandern wir auf der Asphaltstraße durch den Tierpark, rechts von uns befindet sich der Untere Christianentalteich. Vorbei an den Tiergehegen geht es bis ans Ende des Tals und am Schild Schützenhaus nach links die Treppen hinauf. Wer den Stempel HWN 32 einsammeln will, läuft noch ein Stück weiter bis zum Waldgasthaus Christianental. Der Treppenweg bringt uns durchaus etwas steiler hinauf bis zu einer Kreuzung. Hier führen zwei Wege geradeaus, wir nehmen den linken. Auf diesem steigen wir nun wieder etwas bergab und halten uns an der nächsten Kreuzung geradeaus auf dem Botheweg/Annaweg. An der nächsten Kreuzung schwenkt der Annaweg nach links, auch etwas später nehmen wir den linken Abzweig und biegen auf den Marienweg/Agnesweg ab. Er bringt uns direkt zum Agnesberg, 395 m, wo wir erhaben auf das Schloss Wernigerode blicken können.

Nachdem wir die Aussicht genossen haben, steigen wir links hinab zum Schloss. Der Pfad führt zunächst in Serpentinen nach unten. Am breiten Weg wandern wir rechts und gleich danach wieder links. Das Schloss ist gut ausgeschildert. Nach geschafftem Abstieg erklimmen wir die Stufen zum Schloss nach oben. Beim Schloss Wernigerode, 360 m, angekommen, umrunden wir es rechts zur Hälfte, gehen dann durch den Torbogen und schwenken nach links. Nun entfernen wir uns wieder vom Schloss und bleiben erst einmal auf der Asphaltstraße, die uns sanft bergab führt. Nach einigen Minuten setzen wir unsere Wanderung links auf dem Erbgrafenweg fort, der parallel zur Straße verläuft und uns zurück zum Wildtierpark bringt. Dazu an der Weggabelung sowie kurz vor dem Tierpark rechts, um die letzten Meter auf der Straße zurück zum Eingang Wildtierpark zurückzulegen.

Wanderführer Winter Harz

Rother Bergverlag

Lust auf noch mehr Loipen im Schwarzwald? Weitere Langlaufgebiete im südlichen und mittleren Schwarzwald gibt’s im Rother Winterwanderführer „Harz – Die schönsten Wanderungen zu Gipfel, Klippen und Seen von Romy Robst

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