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Temperaturregulierend, schweißtransportierend, isolierend - unsere Erwartungen an Funktionsunterwäsche sind hoch. Doch welche Faser erfüllt diese Ansprüche am besten: Merino oder Synthetik? Wir haben die Vorteile beider Materialien gegenübergestellt.

Funktionsunterwäsche soll atmungsaktiv und schnelltrocknend sein, vor Überhitzung und Kälte schützen, und damit ihrem Träger bei allen sportlichen und schweißtreibenden Aktivitäten ein angenehmes Körperklima ermöglichen. Auf dem Markt gibt es Produkte aus Naturfasern und Kunstfasern, die zum Teil unterschiedliche Vorteile aufweisen und auf ihre Art die oben genannten Funktionen unterstützen. Um die Entscheidung bei der großen Auswahl von Funktionswäsche und Baselayern zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Eigenschaften von Merino– und Synthetikfasern zusammengestellt.

Merino: Feines vom Schaf

Guter Mix: In seinen Merino Competition Cool Shirts vereint Ortovox Merinowolle, die natürlich kühlende Tencel®-Faser (aus Zellulose) und einen Polyamidanteil - in vier Bodymapping-Zonen unterschiedlich kombiniert - zu einem hochatmungsaktiven und langlebigen Shirt. Ideal zum Beispiel für Trailrunning. | Foto: Ortovox/Hansi Heckmair
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Guter Mix: In seinen Merino Competition Cool Shirts vereint Ortovox Merinowolle, die natürlich kühlende Tencel®-Faser (aus Zellulose) und einen Polyamidanteil – in vier Bodymapping-Zonen unterschiedlich kombiniert – zu einem hochatmungsaktiven und langlebigen Shirt. Ideal zum Beispiel für Trailrunning. | Foto: Ortovox/Hansi Heckmair

Merinowolle gehört zur Feinwolle und stammt von Merinoschafen, die größtenteils in Australien, Neuseeland oder Südafrika beheimatet sind. Bekleidung aus Merinowolle gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen: Von 100 Prozent Merino wie zum Beispiel bei der Funktionsunterwäsche von Bergans bis hin zu Mischgeweben in Kombination mit Elasthan wie bei Icebreaker-Unterwäsche oder mit Polyamid, zum Beispiel bei der Expedition-Linie von Devold. Hier werden die Vorteile der Merinowolle mit denen der Synthetikfasern vereint.

Merkmale von Merinowolle

Feuchtigkeitsaufnahme:

Wolle zieht Wasserdampf an und kann etwa ein Drittel ihrer Masse an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen. Trotz der Feuchtigkeitsbindung im Inneren der Faser ist die Faseroberfläche wasserabweisend, sodass sich das Material trocken anfühlt.

Wärmeisolation/Atmungsaktivität:

Dank der zahlreichen Lufteinschlüsse im Inneren der gekräuselt liegenden Fasern isoliert Wolle auch im nassen Zustand hervorragend gegen Kälte. Die Luftkammern tragen zudem zu einem schnellen Feuchtigkeitsabtransport und zur Temperaturregulierung bei. So wärmt Merinowolle, wenn es kalt ist, und kühlt, wenn es warm ist.

Icebreaker verwendet in seinen Merinoprodukten einen geringen Anteil Elasthan, wodurch das Material nicht nur besser anliegt und sich auf der Haut angenehmer anfühlt, sondern auch strapazierfähiger wird. | Foto: Icebreaker
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Icebreaker verwendet in seinen Merinoprodukten einen geringen Anteil Elasthan, wodurch das Material nicht nur besser anliegt und sich auf der Haut angenehmer anfühlt, sondern auch strapazierfähiger wird. | Foto: Icebreaker

Hautfreundlichkeit:

Merinofasern haben im Gegensatz zu herkömmlicher Schurwolle einen wesentlich dünneren Durchmesser, weshalb sie nicht kratzen. Die feine Merinowolle ist besonders weich und daher entgegen der Annahme, dass Wolle kratzt, sehr angenehm zu tragen.

Geruch:

Merinowolle wirkt antibakteriell, die Bakterien können sich schwer auf den Schuppen der Wollfasern halten, weswegen die Wäsche selbst nach extrem langer Tragezeit keinen unangenehmen Geruch entwickelt.

Synthetische Stoffe

Arcteryx entwickelt in seiner Phase SL-Linie Baselayer für den Allroundeinsatz im Gebirge: Das dünne und hochelastische Funktionsmaterial aus Polyester und Polypropylen bietet ein perfektes Feuchtigkeitsmanagement durch seine schnelltrocknenden Eigenschaften. Eingearbeitete Silberionen verhindern unangenehme Gerüche. | Foto: Arcteryx
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Arcteryx entwickelt in seiner Phase SL-Linie Baselayer für den Allroundeinsatz im Gebirge: Das dünne und hochelastische Funktionsmaterial aus Polyester und Polypropylen bietet ein perfektes Feuchtigkeitsmanagement durch seine schnelltrocknenden Eigenschaften. Eingearbeitete Silberionen verhindern unangenehme Gerüche. | Foto: Arcteryx

Synthetische Fasern können grundsätzlich in zwei Arten unterteilt werden. Es gibt Chemiefasern aus natürlichen Polymeren, die chemisch bearbeitet werden. Dazu gehören beispielsweise aus Zellulose hergestellte Fasern wie Viskose und Modal, aus denen meist dünne, seidige Stoffe hergestellt werden. Diese sind zwar angenehm auf der Haut, jedoch weniger robust. Die zweite Gruppe sind reine Synthetikfasern aus synthetischen Polymeren wie Polyamid und Polyester. Synthetische Funktionsunterwäsche besteht meist aus aus diesen beiden Fasern oder aus Mischgeweben, häufig auch in Verbindung mit Elasthan. Marken wie beispielsweise Patagonia oder Houdini verwenden recyceltes Polyester und bluesign-zertifizierte Herstellungsverfahren, um ihre Produkte umweltfreundlicher zu gestalten.

Merkmale von Kunstfasern

Feuchtigkeitsaufnahme:

Polyester und Polyamid nehmen kaum Feuchtigkeit auf, sie können diese jedoch durch texturierte Hohlräume im Garn (Kapillaren) besonders schnell vom Körper abtransportieren, sodass die Wäsche auch bei hoher Anstrengung trocken bleibt.

Wärmeisolation/Atmungsaktivität:

Durch spezielle Spinnverfahren lässt sich die Isolierfähigkeit variieren. Je nach Bedarf gibt es Funktionsunterwäsche, bei der das Hauptaugenmerk auf dem Feuchtigkeitstransport oder auf der Wärmeleistung liegt.

Hautfreundlichkeit:

Für Menschen mit besonders empfindlicher Haut sind Textilien aus Synthetik besonders geeignet, da ausschließlich feine, weiche Polyamid- und Polyesterfasern verwendet werden, die für ein äußerst komfortables Tragegefühl sorgen.

Geruch:

Synthetische Fasern haben eine glatte Oberfläche, an der sich Bakterien besser halten können, weshalb sie schneller riechen. Eine zusätzliche chemische Behandlung kann eine Geruchsbildung verhindern.

Fazit: Merino oder Synthetik?

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass sich Merinowäsche gerade für ausgiebigere Touren besonders gut eignet, da sie auch nach längerer Tragezeit geruchsneutral bleibt. So braucht man weniger Wechselkleidung und kann dadurch Platz und Gewicht im Gepäck sparen. Zudem bietet Merinowolle ein tolles Tragegefühl durch ihre feine Faserstruktur und die sehr gute Temperaturregulierung. Merinounterwäsche gibt es in unterschiedlichen Stärken, sodass man auch im Sommer nicht auf den Komfort von Merino verzichten muss.

Synthetikfasern in Funktionsunterwäsche überzeugen dagegen vor allem durch ihre schnelle Trocknungszeit und ihre hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit. Die weichen Fasern sind besonders hautfreundlich und gewährleisten so einen hohen Tragekomfort. Durch besondere Technologien lassen sich zudem zusätzliche Effekte wie eine geruchsverhindernde Wirkung oder ein Kühlungseffekt auf der Haut erzeugen.

Bergzeit Team

Über 200 Kollegen sind im Bergzeit Team im Einsatz. Ob im Bergzeit Outdoor Center in Gmund, bei Bergzeit Alpin in Holzkirchen oder in den Otterfinger Büros - unser Team vereint die Leidenschaft für Draußen und eine Begeisterung für hochwertige und verlässliche Outdoor-Ausrüstung. Pfeil Alle Artikel von Bergzeit Team