LVS-Geräte (9 Artikel)

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Bei Skitourengehern, Freeridern, Variantenfahrern und Schneeschuhgehern gehört ein LVS-Gerät (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) zur Standardausrüstung. Eine Lawinenschaufel mit stabilem Metallblatt und eine Lawinensonde mit Schnellspannsystem vervollständigen Dein LVS-Set für den Notfall.

Welches LVS-Gerät ist das richtige?

Die derzeit auf dem Markt erhältlichen LVS-Geräte können grob in drei Klassen aufgeteilt werden:

  1. Standardgeräte
  2. einfachere Geräte
  3. Profigeräte

Alle Geräte bieten die gleichen, unerlässlichen Grundfunktionen, die für eine schnelle und erfolgreiche Verschüttetensuche wichtig sind. Bist Du Tourengeher, empfehlen wir Dir mindestens ein Standardgerät zu verwenden. Die einfachen Geräte reichen aus, um als Verschütteter gefunden zu werden und einzelne Verschüttete zu finden, können aber bei mehreren Verschütteten oder komplexeren Lawinenabgängen schnell an ihre Grenzen kommen.

Für detaillierte Infos findest Du in unserem Marktüberblick für LVS-Geräte einen umfassenden Vergleich aller aktuellen Modelle.

1. Standardgeräte für Skitouren- & Schneeschuhgeher

Ist eine Lawine abgegangen und Du musst per LVS-Gerät Deine Kameraden suchen, steuert Stress die meisten Gedankenvorgänge und Entscheidungen. Deshalb muss Dein LVS-Gerät intuitiv bedienbar sein. Du musst die richtigen Tasten sofort finden und sie auch mit Handschuhen bedienen können. Jede Funktion des Geräts muss einfach und selbsterklärend sein. Das LVS-Gerät muss drei Antennen haben und mit einer Markierfunktion ausgestattet sein, damit Du eine Mehrfachverschüttung sicher und schnell lösen kannst.

Zudem muss das Gerät über die aktuellen Empfangs- und Sendetechniken verfügen und sollte die neueste Gerätesoftware installiert haben. Im Suchmodus zeigen Dir moderne Standardgeräte auf dem beleuchteten Display Laufrichtung, relative Entfernung und Anzahl der Verschütteten an. Sobald Du einen Verschütteten in der Feinsuche lokalisiert und mit der Lawinensonde geortet hast, kannst Du das Opfer mit der Markierfunktion ausblenden. Für zusätzliche Sicherheit sorgt die "Auto-Search-to-Send"-Funktion, die Dein Gerät wieder zum Sender macht, solltest Du während der Suche von einer Nachlawine erfasst werden.

Produktbeispiele:

  • Mammut Barryvox
  • Pieps Powder BT

Das Pieps Power BT hat sehr sensible Antennen und kann so schwächste Sendesignale von Verschütteten auch bei großer Distanz lokalisieren. Das Barryvox von Mammut ermöglicht durch klare Anweisungen und angenehme, akustische Unterstützung eine sehr schnelle und einfache Feinsuche. Unabhängig vom Hersteller kannst Du Updates unkompliziert auf beide Geräte laden. Bei Pieps sogar sehr einfach über eine App, wenn Du Dein Smartphone per Bluetooth mit Deinem LVS-Gerät verbindest. Mit den drei Empfangsantennen sind beide Standard-LVS-Geräte technisch auf dem neuesten Stand. Ebenso verfügen sie über die Funktion des Selbsttests.

2. Einfachere LVS-Geräte

Einfachere LVS-Geräte haben den Vorteil, dass sie noch günstiger als Standard- oder Profigeräte sind und damit die Geldbörse schonen. Allerdings kommt der günstige Preis auf Kosten der zusätzlichen Funktionen und der Suchreichweite zustande. So hat etwa das Ortovox Zoom+ keine Markierfunktion.

Produktbeispiel:

  • Ortovox Zoom+

3. LVS-Geräte für Profis

LVS-Geräte für Profis haben Zusatzfunktionen. Mit manchen Geräten lässt sich die Hangneigung oder die Sendefrequenz für erweiterte LVS-Checks messen. Ein weiteres Extra ist zum Beispiel die Möglichkeit die Vitalfunktionen von Verschütteten darzustellen.

Das sind großartige technische Features, die Du im Ernstfall bei der Lawinenrettung aber vermutlich nicht benötigen wirst. Profigeräte werden nämlich hauptsächlich von Bergführern und Bergrettern verwendet, die ihr LVS ständig benutzen und diese zusätzlichen Funktionen auch sinnvoll einzusetzen wissen. Größerer Funktionsumfang birgt auch die Gefahr, sich durch den Stress eines Lawinennotfalls von den Zusatzfunktionen verwirren zu lassen. Dadurch erhöht sich die Gefahr Fehler zu machen, so dass der Nutzen insgesamt sinkt.

Produktbeispiele:

  • Pieps Pro BT
  • Mammut Barryvox S

Achtung: Nur mit einer soliden, vollständigen Ausrüstung und regelmäßigem Training kannst Du im Ernstfall auch unter gehörigem Stress schnell und effektiv Verunglückte retten. Eine gute Wissensgrundlage holst Du Dir am besten in einem professionell angeleiteten Lawinenkurs.

Für eine solide Tourenplanung benötigst Du unbedingt den jeweils aktuellen Lawinenlagebericht (LLB) und eine genaue Gebietskarte.

4 Tipps für den Umgang mit LVS-Geräten

1. Im Sommer Batterien entfernen

Entferne im Sommer bzw. in den Zeiträumen, in denen das Gerät nicht im Einsatz ist, unbedingt die Batterien aus dem Gerät. Diese können auslaufen und Dein LVS-Gerät zerstören.

2. LVS-Gerät updaten und aktualisieren

Am Anfang der Saison macht es Sinn, dass Du Dich über mögliche Updates und Aktualisierungen beim Hersteller erkundigst und wenn nötig die Firmware aktualisierst.

3. Immer am Körper tragen

Das Gerät musst Du immer am Körper im mitgelieferten Tragesystem oder einer fest verschließbaren Hosentasche (Reißverschluss) tragen. Rucksäcke oder offene Taschen (auch Klettverschluss) können bei Lawinenabgängen leicht ab- oder aufgerissen werden. Auch bei der Suche musst Du das Gerät am Körper mit dem Fanggummi befestigen.

4. Andere technische Geräte ausschalten

Smartphones, Mobiltelefone und andere technische Geräte können im Ernstfall ein LVS-Gerät stören. Deshalb solltest Du sie ausschalten oder in mindestens 40 Zentimeter Entfernung zum LVS-Gerät tragen. Im Ernstfall kannst Du sie für das Absetzen des Notrufes dann einschalten. Tipp: Bring für den Fall der Fälle die PIN-Nummer während der Tour sichtbar außen an Deinem Smartphone oder Handy an.

Zu den LVS-Geräten


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