Deuter Kletterrucksäcke (23 Artikel)

Guide Lite 30+ Rucksack Guide Lite 30+ Rucksack Guide Lite 30+ Rucksack Damen Guide Lite 28+ SL Rucksack Gravity Motion Rucksack Damen Guide Lite 28+ SL Rucksack Guide Lite 24 Rucksack Guide Lite 24 Rucksack Guide Lite 24 Rucksack Damen Guide Lite 28+ SL Rucksack Damen Guide Lite 22 SL Rucksack Damen Guide Lite 22 SL Rucksack Gravity Motion Rucksack Gravity Motion Rucksack Damen Guide Lite 22 SL Rucksack Damen Gravity Motion SL Rucksack Damen Gravity Motion SL Rucksack Damen Gravity Motion SL Rucksack Damen Gravity Expedition 45+ SL Rucksack Gravity Wall Bag Gravity Expedition 45+ Rucksack Gravity Pitch 12 Rucksack Gravity Pitch 12 Rucksack

Für welche Einsatzbereiche eignen sich Kletterrucksäcke?

Zustieg zum Klettergarten

Hier ist ausreichend Stauraum gefragt! Beim Einsatz im Klettergarten bewähren sich die Modelle, welche über einen langen Reißverschluss einen umfangreichen Zugriff ins Innere ermöglichen oder einem Haulbag ähneln. Diese Modelle bieten teilweise einen integrierten Seilsack bzw. eine Seilplane zum Schutz des Kletterseils vor Verschmutzung.

Längere Klettertouren / Mehrseillängenrouten

Relativ leicht ist auch noch die Wahl bei den kleinsten Kletterrucksäcken (Volumen ca. 10 Liter) für das leichte Gepäck in einer Mehrseillängenroute. So kannst Du in Ihnen etwa die Verpflegung und eine leichte Jacke gut verstauen. Ob die Wahl auf ein leichteres oder schwereres, dafür aber robusteres Modell fällt, hängt von Deinen persönlichen Vorlieben ab.

Alpine Klettertouren

Schwieriger wird die Wahl eines Kletterrucksacks bei den Modellen für alpine Klettereien, für den Zustieg zur Wand oder auch als Begleiter durch die Wand über Fels und Eis. Egal ob Du eine Begehung der Großglockner-Nordwand oder der Marmolada-Südwand planst, gilt generell: je leichter und kleiner der Rucksack, desto besser! Und die inzwischen leichten Modelle stecken bereits einiges an Felskontakt weg. Tendenziell wird die Wahl bei überwiegenden Touren im Fels auf ein robusteres, bei Touren im Eis auf ein leichteres Modell fallen. Die Konstruktion und Ausstattung wird sich aber bei beiden Modellen ähneln.

Klettersteige

Auch für Klettersteige bieten sich Kletterrucksäcke bestens an. Je nach Länge des Klettersteiges kann auch die Größe variieren.

Welches Volumen sollte der Kletterrucksack besitzen?

Mit einem Volumen von 30 bis 40 Liter wirst Du auf den meisten Klettertouren gut auskommen. Auch solltest Du bedenken, dass für den Zustieg oft das meiste Material im und am Rucksack verstaut wird, während bei der Kletterei die sperrige Hardware im Einsatz ist. Während der Rucksack somit beim Zustieg prall gefühlt und beladen ist (Tipp: zum Fixieren kommen prima die Schlingen für die spätere Kletterei zum Einsatz), ist er bei der Kletterei deutlich leerer. Ein variables Volumen bietet sich hier daher an.

Welche Ausstattung ist bei einem Kletterrucksack sinnvoll?

Gib‘ einem minimalistischen Modell den Vorzug. Zahlreiche Schlaufen, Bänder und Fächer machen den Rucksack schwerer und verhängen sich gerne beim Klettern. Außerdem: Je schlichter der Kletterrucksack, desto weniger kann verschleißen. Für die Kleinsachen reicht ein Deckelfach.

Ein abnehmbarer, leicht gepolsterter Hüftgurt oder auch ein breites Hüftband reichen vollkommen aus. Für die Kletterei wird dieser sowieso verstaut, um einen besseren Zugriff an die Materialschlaufen des Klettergurtes zu bekommen und um die Kletterbewegungen weniger einzuschränken. Bedenke aber, dass ein Kletterrucksack ohne Hüftgurt schneller über Kopf und Körper positioniert werden kann, um sich vor Stein- oder Eisschlag zu schützen!


Tipp: Ein nur leicht gepolsterter und flexibler Rücken sowie ebensolche Träger sind von großem Vorteil, da sie alle Kletterbewegungen mitmachen.

Haulschlaufen zum Nachziehen des Rucksacks in einzelnen, schweren Seillängen können Dir das Leben vereinfachen. Wenn es sich auf ein paar wenige Seillängen beschränkt, stecken die meisten Rucksäcke diesen Felskontakt mit geringen Blessuren weg. Ansonsten solltest Du Dir Gedanken über einen richtigen Haulbag machen.

Weitere praktische Features

Gerade bei größeren oder hoch geschnittenen Modellen ist oft die Kopffreiheit mit Kletterhelm kritisch, da Du beim Hochschauen immer am Rucksack anstößt. Deshalb immer im Vorfeld testen, ob der Rucksack auch hier zu Deiner Statur passt und sich angenehm trägt.

Wasserdichte Modelle mit Rollverschluss beindruckt zwar ein Regenschauer weniger, dafür sind diese meist relativ steif.

Puristische Kletterrucksäcke haben so gut wie gar keine äußeren Bänder. Dafür sollten Schlaufen oder Daisy-Chains (abgenähte Bänder) die Möglichkeit für äußere Fixierungen bieten. Auch eine Fixiermöglichkeit für zwei Eisgeräte gibt es idealerweise noch.

Die meisten Modelle sind für die Anwendung einer Trinkblase mit Schlauch ausgestattet. Dies erleichtert Dir das regelmäßige Trinken, was oft vernachlässigt wird. Im Notfall sorgen leuchtende Farben dafür, dass Du in einer Wand leichter gefunden wirst.

Wie pflege & repariere ich meinen Rucksack?

Ein Loch im Material kommt immer mal vor. Die besten Erfahrungen habe ich mit dem Verkleben der Löcher von außen mit Seam Grip von McNett gemacht. Bei größeren Blessuren fragst Du am besten beim Schneider oder Schuster Deines Vertrauens nach. Ansonsten zur weiteren Pflege den Kletterrucksack getrocknet in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahren.

Fazit & das KISS-Prinzip

Ein letzter Gedanke: Bei langen, alpinen Touren wirkt sich das Gesamtgewicht oft direkt auf die Begehungszeit aus. Je schneller Du beim Abschlussbier sitzt, umso weniger Zeit exponierst Du Dich den alpinen Gefahren. Daher versuche, Deine Ausrüstung so leicht wie möglich zusammenzustellen, ohne aber ein zu hohes Risiko aufgrund der Reduzierungen einzugehen. In der Industrie hat sich zu diesem Ansatz das KISS-Prinzip etabliert: Keep it simple (and) stupid - Mach‘s so einfach wie möglich.

Zu den Kletterrucksäcken bei Bergzeit


Kletterrucksäcke im Test

Mehr zum Thema Klettern