Der Lawinenrucksack-Markt wächst 2017/18 weiter. Neuentwicklungen von Ortovox, Arc'teryx, Arva, Mammut und ABS ergänzen das Angebot. Totti Lingott hat den Markt-Check gemacht, Systeme verglichen, Vor- und Nachteilen gesucht.

Sicherheit am Berg – das Thema hat im Freeride- und Skitourenbereich nichts von seiner Aktualität verloren. In den letzten Jahren ist das Angebot an Lawinenrucksäcken stark gewachsen. Mittlerweile existieren auf dem europäischen Markt ungefähr zehn verschiedene Systeme, die in ein Vielfaches an Rucksack-Ausführungen eingebaut werden. Allein in Europa gibt es über 150 verschiedene Rucksackmodelle.

In der Saison 2016/2017 haben einige Hersteller aufgerüstet. Arva und Ortovox brachten eigene Systeme auf den Lawinenrucksack-Markt. Mammut und ABS haben ihre bestehenden Systeme optimiert und weiterentwickelt.

In der Saison 2017/18 gibt es auf der technischen Seite generell weniger Neuerungen als im Vorjahr. Trotzdem lagen die Hersteller nicht auf der faulen Haut. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, wie sie speziell Skitourengeher, die gerne schnell&leicht unterwegs sind, mit den optimalen Produkten versorgen können. So hat Arva beispielsweise mit dem Reactor Ultralight 15 Lawinenrucksack ein Modell im Programm, dass mit 1.660 Gramm Gesamtgewicht die Latte sehr „niedrig“ hängt. Auch Mammut hat mit dem Rocker Removable 15 2017/18 ein echtes Gewichtswunder am Start- der kompakte Lawinenrucksack wiegt nur 1.780 Gramm.

Damit Ihr rechtzeitig vor Saisonbeginn das richtige Setup findet, gibt es im folgenden die große Lawinenrucksack-Übersicht der Saison 2017/2018 samt der wichtigsten Unterschiede und Auswahlkriterien für den Kauf.

Was ein Airbag-Rucksack kann (und was nicht)

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Lawinenunfall, ist ein Lawinenrucksack eine sinnvolle Ergänzung der Sicherheitsausrüstung. Der Airbag ersetzt jedoch keine Kameradenhilfe und den geübten Umgang mit LVS, Schaufel und Sonde! | Foto: ABS / Sepp Malaun
Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Lawinenunfall, ist ein Lawinenrucksack eine sinnvolle Ergänzung der Sicherheitsausrüstung. Der Airbag ersetzt jedoch keine Kameradenhilfe und den geübten Umgang mit LVS, Schaufel und Sonde! | Foto: ABS / Sepp Malaun

Bevor wir uns in den Weiten des Lawinenrucksackmarktes verlieren, eines vorweg: Ein Lawinenrucksack kann niemals eine solide Ausbildung im Lawinen-Risiko-Management, einen gesunden Menschenverstand und die Freeride-/Skitouren-Grundausstattung (Schaufel, Sonde, LVS plus Erste-Hilfe-Set und Skihelm) bzw. deren geübte Anwendung ersetzen.

Er kann nur einen zusätzlichen Sicherheitsspielraum bieten – wenn zuvor eine Fehlentscheidung bei der Hangbeurteilung begangen, ohne Selbstverantwortung einem risikoblinden Gruppenmitglied gefolgt oder das Glück zu sehr herausgefordert wurde.

Ein Lawinenairbag hilft nicht beim Ausgraben eines verschütteten Freundes. Er erhöht einzig die Wahrscheinlichkeit einer geringeren Verschüttungstiefe und die Chance, an der Oberfläche sichtbar liegen zu bleiben, um schneller gerettet zu werden – oder, um sich im Idealfall selbst zu befreien. Logische Konsequenz:

Ein Lawinenrucksack ohne zusätzliche LVS-Grundausstattung und vorherige Lawinenkurse ergibt keinen Sinn!

Lawinenrucksack: Ergänzung zur Sicherheitsausrüstung

Ein Lawinenrucksack ist zweifelsfrei eine sinnvolle, ergänzende Sicherheitsausrüstung, weswegen ein Kauf an sich durchaus seine Berechtigung hat. Jeder Tourengeher oder Freerider sollte sich aber vorher die Frage stellen, ob er auch persönlich bestmöglich auf das Bergabenteuer vorbereitet ist.

Eines sollte sich jeder Skibergsteiger immer wieder bewusst machen: In 90 Prozent aller registrierten Lawinenunfälle wird die Lawine vom Skifahrer bzw. seiner Gruppe selbst ausgelöst.[1] 

Habe ich das Glück und überlebe den Lawinenabgang, kann mich aber selbst nicht von den Schneemassen befreien, verschlechtern sich meine Überlebenschancen als Komplettverschütteter extrem schnell. Schon nach 30 Minuten liegt – statistisch betrachtet – die Überlebenswahrscheinlichkeit nur noch bei 40 Prozent. [2] Professionelle Hilfe ist – ebenfalls statistisch betrachtet – in den meisten Fällen erst nach über 40 Minuten am Unfallort. Wichtigstes Hilfsmittel nach einem Lawinenunfall ist und bleibt deswegen die Kameradenrettung, einschließlich der dafür erforderlichen Ausrüstung und Übung.

Zusätzliche LVS-Ausrüstung

"Üben, üben, üben!" ist eine Grundregel für alle Tourengeher und Freerider, die abseits von Pisten unterwegs sind. | Foto: Pieps
„Üben, üben, üben!“ ist eine Grundregel für alle Tourengeher und Freerider, die abseits von Pisten unterwegs sind. | Foto: Pieps

Nichtsdestotrotz können zusätzliche Ausrüstungsgegenstände die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einem Lawinenunfall positiv beeinflussen. Man unterscheidet zwischen Rettungssystemen, die eine Verschüttung möglichst verhindern (Lawinenairbag), eine raschere Ortung des Verschütteten ermöglichen (Lawinenball) oder dafür sorgen, dass man als Verschütteter länger in einer Lawine überleben kann ( AvaLung von Black Diamond, Airsafe von Ferrino).[2] Allerdings scheint einzig die Wirksamkeit des Lawinenrucksacks auch fundiert erwiesen zu sein.[3] 

Keines dieser zusätzlichen Rettungssysteme kann eine Verschüttung mit hundertprozentiger Sicherheit verhindern. In den letzten Jahren wurden immer wieder Skifahrer trotz eines Lawinenairbags – der zum Teil nicht ausgelöst hat- ganzverschüttet. Deshalb müssen diese Systeme immer mit der Grundausstattung (LVS, LVS-Sonde, Schaufel plus Erste-Hilfe-Set und Helm) kombiniert werden. Innerhalb einer Gruppe muss immer gewährleistet sein, dass die Kameradenrettung geübt wurde und routiniert ablaufen kann.

Sehr großes Angebot an Lawinenrucksäcken

Doch nun zum (Über)Angebot an Lawinenrucksäcken: Für über zwei Jahrzehnte wurden nur von einem Hersteller Lawinenrucksäcke angeboten: ABS. Die Konkurrenz auf dem Markt hat sich in den letzten Jahren durch neue Systeme und Rucksäcke allerdings deutlich verstärkt. Die erfreulichen Konsequenzen für den Endkunden sind ein wachsendes Angebot, sinkende Preise und innovative Alternativen. Gleichzeitig wird der Markt unübersichtlicher. Es lohnt sich also, genauer hinzusehen, die unterschiedlichen Airbag-Rucksäcke zu vergleichen und sich zu informieren.

Systeme und Unterschiede am europäischen Airbag-Markt

Luftsäcke im Rucksack, und ein Auslösegriff, der das Airbag-System im Notfall in Gang setzt: obwohl das Prinzip bei allen Systemen ähnlich ist, gibt's im Detail teils große Unterschiede. Foto: Mammut / Stefan Schlumpf
Luftsäcke im Rucksack, und ein Auslösegriff, der das Airbag-System im Notfall in Gang setzt: obwohl das Prinzip bei allen Systemen ähnlich ist, gibt’s im Detail teils große Unterschiede. Foto: Mammut / Stefan Schlumpf

Bis zum Jahr 2013 gab es weltweit fünf verschiedene Lawinenairbagsysteme: Die Systeme von ABS (Pionier des Lawinenairbags), Snowpulse und deren Weiterentwicklung durch Mammut (seit 2011), Backcountry Access (BCA), Wary (Avi-Vest) und Mystery Ranch. Die beiden letztgenannten Firmen stammen aus den USA, konzentrieren sich hauptsächlich auf den nordamerikanischen Markt und sind in Europa kaum oder gar nicht erhältlich.

Auch die Rucksäcke von Snowpulse sind mittlerweile auf dem europäischen Markt nicht mehr erhältlich und produzieren nur noch für den nordamerikanischen Snowmobil-Markt. Diese drei Systeme werden bei den weiteren Betrachtungen deshalb vernachlässigt. BCA wurde 2013 von K2 gekauft und ist seitdem ebenso in unseren Breiten erhältlich.

Seit Herbst 2014 sind zwei weitere Lawinenrucksack-Systeme erhältlich: Alpride (wird z.B. von Scott verbaut) und das elektronische JetForce-System von Black Diamond, das auch von den Konzern-Schwestern Pieps und POC verwendet wird.

Mit Arva (Reactor) und Ortovox (Avabag) haben zwei ehemalige Partner von ABS ihr eigenes Airbagsystem entwickelt. Beide nutzen wie Mammut, ABS, BCA und Alpride komprimiertes Gas zum Auffüllen der Ballons.

Die Lawinen-Airbags im Vergleich

Mammut P.A.S. und R.A.S.

Das P.A.S.-System von Mammut schützt Kopf und Oberkörper, da sich die Airbag-Ballons auch neben und vor dem Körper vergrößern. | Foto: Mammut
Das P.A.S.-System von Mammut schützt Kopf und Oberkörper, da sich die Airbag-Ballons auch neben und vor dem Körper vergrößern. | Foto: Mammut

Mammut hat das ursprüngliche (nicht austauschbare) Lifebag-System von Snowpulse zum austauschbaren P.A.S.-System (Protection Airbag System, seit 2013) weiterentwickelt. Seit der Saison 2016/2017 gibt es das P.A.S. 3.0. Zusätzlich gibt es von Mammut weiterhin das leichtere und günstigere R.A.S.-System (Removable Airbag System), welches seit 2011 auf dem Markt ist und für den Winter 2016 zur Version R.A.S. 3.0 weiterentwickelt wurde. P.A.S. 3.0 und R.A.S. 3.0 kommen auch 2017/18 noch zum Einsatz.

Die Form der Auftriebskörper beider Systeme wurde in der 3.0-Version nicht verändert, allerdings ist das Material der Ballons jetzt widerstandsfähiger und zur schnelleren Ortung von Teilverschütteten in einem grellen Neon-Orange gehalten. Die zweijährige Überarbeitung der beiden Systeme hat außerdem dazu geführt, dass diese nun leichter (das R.A.S. wiegt nur noch 700 Gramm) und kompakter (nur noch zwei Liter Volumen) sind.

Auch die Qualität der Einzelteile konnte trotz der Gewichtseinsparnis verbessert werden, und das Wechseln des Systems wurde funktionell deutlich weiterentwickelt – es wird nun zur Wiederaktivierung nach einer Auslösung kein Aktivierungstool mehr benötigt.
Der Unterschied zwischen R.A.S.- und P.A.S.-Airbags liegt in Form und Position der aufgeblasenen Luftsäcke. P.A.S.-Airbags werden hinter dem Kopf an der Oberseite des Lawinenrucksacks aufgeblasen und vergrößern sich rechts und links neben dem Kopf bis vor die Brust, da ein Teil der Ballons in den Trageriemen verstaut ist. Dadurch können mechanische Verletzungen des Kopfes und Oberkörpers während eines Lawinenabganges unter Umständen minimiert werden.[3] Das R.A.S.-System wird an der Oberseite des Rucksacks ausgelöst, die Ballons vergrößern sich auch neben dem Rucksack, bleiben aber hinter bzw. neben dem Körper.

Ähnliches gilt für das Alpride-, BCA- und JetForce-System und für die Systeme von Arva und Ortovox. Allerdings variieren die Volumenverhältnisse über (hinter) dem Kopf und neben dem Rucksack (hinter den Armen).

Alpride

Das Alpride-System verwendet die bekannte Technik zum Aufblasen des Lawinenairbags: komprimiertes Gas strömt in die Ballons. Allerdings setzt Alpride auf ein anderes Gasgemisch, weniger Druck und zwei kleinere Kartuschen als die Mitbewerber. Das Alpride-System kann so auch im Flugzeug problemlos transportiert werden. Von Mammut und BCA gibt es dafür wiederbefüllbare Alu-Kartuschen, die zumindest leer ins Fluggepäck dürfen.

Black Diamond JetForce

Das JetForce-System von Black Diamond beruht auf der elektrischen Funktionsweise einer Hochleistungsturbine, die das Aufblasen der Ballons ebenso schnell bewerkstelligt wie eine Gaskartusche (in etwa drei Sekunden). Ein Vorteil von JetForce ergibt sich vor allem durch die Möglichkeit, den Lawinenairbag beliebig oft auszulösen, zum Beispiel zu Trainingszwecken. Der Akku kann über Nacht einfach wieder aufgeladen werden. Optimal ist das System auch für Flugreisen, da die unter Druck stehenden Gaskartuschen der Konkurrenz nur unter bestimmten Bedingungen – und in manchen Regionen (USA, Kanada) überhaupt nicht – transportiert werden dürfen.

Arva Reactor

Das Reactor-System von Arva wurde von einem langjährigen ABS-Entwickler entworfen und zeichnet sich durch geringes Gewicht und Packmaß aus. Der Clou des Airbagsystems ist der Zweikammer-Ballon, der durch eine Membran unterteilt wird; beide Teile werden getrennt aufgeblasen. Dies soll gewährleisten, dass bei Beschädigung einer Seite die zweite Seite noch voll funktionsfähig ist.

ABS TwinBags und P.Ride

Wie zwei Flügel machen sich die TwinBags des ABS-Systems in der Lawine breit. | Foto: ABS/Aymar Navarro
Wie zwei Flügel machen sich die TwinBags des ABS-Systems in der Lawine breit. | Foto: ABS/Aymar Navarro

Gleiches gilt für das ABS-System, welches heutzutage zwei komplett separate Airbags, genannt TwinBags, verwendet. Diese werden ausschließlich an den Seiten des Rucksacks platziert.

Mit 170 Litern besitzen die TwinBag-Ballons ein mittelgroßes Auftriebsvolumen. Nur die Auftriebskörper des JetForce-Systems sind mit 200 Litern noch größer. Die anderen Systeme bauen auf ungefähr 150 Liter. Damit ein Lawinenairbag das Aufschwimmen auf einer Lawine überhaupt möglich macht, ist ein Mindestvolumen notwendig. Für den Bereich ab 150 Liter Volumen aufwärts konnte aber bisher kein direkter Zusammenhang zwischen Verschüttungstiefe oder anderen positiven Rettungseffekten nachgewiesen werden.

Die neueste ABS-Entwicklung ist das P.Ride-System. Die Ballons sind dabei durch die besondere Webart breiter als herkömmliche TwinBags. Dadurch wird die Oberfläche um 30 Prozent vergrößert, was die Chance erhöht, dass der Verschüttete an der Oberfläche bleibt und bei Verschüttung eine horizontale Position beibehält. Der Clou am P.Ride-System ist aber die funkgesteuerte Auslösung von anderen Mitgliedern in der Gruppe. Beim Zug am Auslösegriff kann entweder nur der eigene Airbag, ein Einzelhangbefahrer oder die Airbags aller Gruppenmitglieder ausgelöst werden.

Ortovox Avabag

Das AVABAG-System von Ortovox zeichnet sich vor allem durch geringes Gewicht (640 Gramm) und Packmaß (1,8 Liter) aus. Damit ist es aktuell das kleinste und leichteste System auf dem Markt. Im Testmodus (mit herausgeschraubter Kartusche) kann die Auslösung des Systems geübt werden.  Allerdings muss – wie bei Mammut vormals üblich – durch ein Aktivierungstool der Auslösemechanismus gespannt werden, bevor wieder eine volle Kartusche eingedreht werden kann und der Rucksack wieder einsatzbereit ist (mehr zum AVABAG-System im Entwickler-Interview)

Varianten und Lizenznehmer

ABS Zip-Ons, Zip-On Partner und Inside Partner

Auch beim neuen ABS P.Ride funktioniert das altbekannte Zip-On-Prinzip. Dabei kann die Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und Airbagsystem auf drei verschiedene Rucksack-Modelle aufgezippt werden. | Foto: ABS
Auch beim neuen ABS P.Ride funktioniert das altbekannte Zip-On-Prinzip. Dabei kann die Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und Airbagsystem auf drei verschiedene Rucksack-Modelle aufgezippt werden. | Foto: ABS

Beim Lawinenrucksack-Urgestein ABS kauft man sich eine Basiseinheit aus Rucksack-Rücken und TwinBag-System. Seit Herbst 2016 heißen die Varianten ABS P.Ride, Solid Vario und Solid Powder.

Hinter den letzten beiden Bezeichnungen verbergen sich die vormaligen Vario- und Powder-Serien, die sich außer im Namen nicht verändert haben. Hier kann man weiterhin zwischen verschiedenen ABS-Rucksack-Aufsätzen wählen. Die Aufsätze, die sogenannten ABS-Zip-Ons, werden über einen Reißverschluss mit der Basis verbunden, so dass dieselbe Basiseinheit einfach vom Freeride- in einen Mehrtagesrucksack umgerüstet werden kann.

Darüber hinaus gibt es von vielen anderen Rucksackherstellern kompatible Aufsätze, die mittels eines eigenständigen Tragesystems als Rucksäcke ohne ABS (zum Beispiel im Sommer) benutzt werden können. Auch von Evoc (bisher nur Zip-Ons) gibt es von nun an ein eigenes Tragesystem (Zip-On Base Unit), womit alle Evoc Zip-Ons auch ohne Airbag nutzbar sind. ABS listet diese Hersteller als ABS Zip-On Partner. Bei der P.Ride-Serie können Rucksack-Modelle mit 18, 32 und 45+5 Liter ausgewählt werden. Die P.Ride Base Unit ist mit allen Solid Zip-Ons und den Zip-Ons von Partnerherstellern kompatibel.

Der ehemalige ABS Inside Partner Ortovox hat mit dem Avabag nicht nur sein eigenes, sondern auch das derzeit leichteste System (640 Gramm) entwickelt. | Foto: Christoph Oberschneider
Der ehemalige ABS Inside Partner Ortovox hat mit dem Avabag nicht nur sein eigenes, sondern auch das derzeit leichteste System (640 Gramm) entwickelt. | Foto: Christoph Oberschneider

Zusätzlich geht ABS Lizenzkooperationen ein (ABS Inside Partner), um anderen Herstellern die Entwicklung eigener Rucksäcke zu ermöglichen, in denen das ABS-System (fest) eingebaut ist. Die Neuheit des letzten Winters in diesem Bereich kam von The North Face: Das US-Unternehmen hat zusammen mit ABS den ABS Modulator entwickelt, einen Airbag, der auf jeden beliebigen Rucksack außen montiert werden kann. Einen ähnlichen, von außen anzubringenden Lawinenairbag hatte ABS bereits Anfang der 1980er Jahre auf den Markt gebracht. Die Neuentwicklung von The North Face ist klein und leicht (circa zwei Kilogramm), passt auf (fast) jeden Rucksack und könnte sich auf lange Sicht auf dem Airbag-Markt etablieren.

Im Winter 2016/2017 haben SubQ und ABS eine Airbag-Jacke entwickelt, das Jackson-ABS Avalanche Airbag Jacket. Die Jacke kann im Skigebiet ohne das Airbagsystem als ganz normaler Thirdlayer getragen werden. Für die Tage abseits der Piste wird die Jacke durch eine Weste (unter der Jacke getragen) und einen kleinen Rucksack um das ABS-TwinBag-System erweitert, wobei der Rucksack durch Öffnungen in der Jacke mit der Weste verbunden wird und keine eigenen Träger hat. In der Weste hat zusätzlich noch ein Trinksystem Platz – im Rucksack nicht viel mehr als Schaufel und Sonde.

Die beiden ehemaligen ABS Inside Partner Arva und Ortovox haben sich vom ABS-System verabschiedet und entwickeln nun ihre eigenen Airbagsysteme. Dakine war sowohl ABS Zip-On als auch ABS Inside Partner und hat zum R.A.S. 3.0 System von Mammut gewechselt. Von allen erwähnten Herstellern sind noch Restbestände auf dem Markt erhältlich.

Mammut R.A.S.- und P.A.S.-Systeme und Inside Partner

Mammut hat sich mit seinen herausnehmbaren R.A.S.- und P.A.S.-Systemen der Variabilität von Lawinenrucksäcken zugewandt. Hier ist zu beachten, dass ältere Rucksackmodelle nicht mit dem neuen 3.0-System (und umgekehrt) kombiniert werden können (Restbestände der 2.0-Versionen von R.A.S. und P.A.S. werden allerdings noch verkauft). Für die Saison 2017/2018 wurde viel Aufwand getrieben, um die Rucksäcke weiter zu optimieren.

Auch Mammut vergibt Lizenzen, die es anderen Rucksack-Herstellern ermöglichen, das R.A.S.-System zu integrieren (R.A.S. Inside Partner): Dies sind Jones Snowboards, Oakley und Norrona, neu dabei sind Dakine und Rip Curl. Letztgenannter Hersteller produziert eine Airbag-Weste, die aber vorrangig auf dem amerikanischen Markt vertrieben wird.

Alpride-Partner

Das 800 Gramm leichte Alpride-System von Scott ist herausnehmbar. Die beiden kleinen Kartuschen sind mit einem Gemisch aus Argon und Kohlendioxid gefüllt, zwar bei geringerem Druck aber ähnlich rasch wie bei den Mitbewerbern. Das Alpride-System wird auch von Millet und Ferrino verbaut. | Foto: Scott
Das 800 Gramm leichte Alpride-System von Scott ist herausnehmbar. Die beiden kleinen Kartuschen sind mit einem Gemisch aus Argon und Kohlendioxid gefüllt, zwar bei geringerem Druck aber ähnlich rasch wie bei den Mitbewerbern. Das Alpride-System wird auch von Millet und Ferrino verbaut. | Foto: Scott

Das Alpride-System lässt sich ebenfalls aus dem Rucksack entfernen, um den Rucksack vielfältig nutzen zu können. Neben Scott und Ferrino hat auch Millet seine Lawinenrucksäcke mit diesem System ausgestattet.

Neu bei Scott ist das Volumen der beiden großen AirFree AP, das auf 24 und 32 Liter angepasst wurde (vorher 22 und 30 Liter). Daneben gibt es den Backcountry Guide AP 20 und 30, der mehr Platz für ausgiebige Ausflüge bietet.

Der Hersteller Ferrino vertreibt seit letzter Saison einen Rucksack, der verschiedene Rettungssysteme vereint. Im 30-Liter-Rucksack Ferrino Full Safe ist neben dem Alpride-Airbag-System auch das Airsafe-Rettungssystem integriert. Sollte es trotz Lawinenairbag zu einer Ganzverschüttung kommen, ermöglicht das Airsafe-System dem Nutzer, länger in der Lawine zu überleben, was eine Rettung wahrscheinlicher macht. Zusätzlich ist der Lawinenrucksack mit einem RECCO-Reflektor ausgestattet, der professionellen Bergrettern eine schnellere Ortung des Verschütteten ermöglicht. Mit 3,4 Kilogramm Gewicht (inklusive Kartuschen) zählt der Ferrino Full Safe jedoch nicht zu den leichteren Lawinenrucksäcken.

JetForce Inside Partner

Das JetForce-System ist fest in den jeweiligen Rucksack integriert, wobei das System neben Black Diamond auch bei den Konzern-Schwestern POC und Pieps zu finden ist (JetForce Inside Partner).

Arva Reactor

Das Reactor-System von Arva ist austauschbar und kann in alle Rucksäcke der Reactor-Linie eingebaut werden (fünf Varianten mit 15, 18, 24, 32 bzw. 40 Litern Volumen).

Ortovox Avabag

In der ersten Saison des Avabag-Systems können verschiedene Rucksackmodelle kombiniert werden – aufstiegs- und gewichtsoptimierte Varianten in der Ascent-Linie und die Modelle in der Freerider-Linie, wobei auch Modelle mit kürzerer Rückenlänge zu haben sind.

Auswahlkriterien: Gewicht und Volumen

Auch Snowboard-Profis wie Xavier de le Rue verwenden auf Lawinenrucksäcke. | Foto: ABS/Tero Repo
Auch Snowboard-Profis wie Xavier de le Rue verwenden auf Lawinenrucksäcke. | Foto: ABS/Tero Repo

Das zusätzliche Gewicht der Airbag-Einheit und der verwendbare Stauraum spielen eine große Rolle bei der Wahl des Lawinenrucksacks – bei Tagestouren oder beim Freeriden im Skigebiet genauso wie auf mehrtägigen Touren. Beim Gewicht spielt sich der größte Konkurrenzkampf ab: Mittlerweile gibt es von fast allen Herstellern kleine, leichtere Rucksäcke mit weniger Funktion und große Rucksäcke, um auf Mehrtagestouren zu gehen.

Das Alpride-System, mit 800 Gramm Nettogewicht bis dato das leichteste Airbagsystem auf dem Markt, wird vom Ortovox Avabag (640 Gramm) abgelöst. Auch Arva Reactor (790 Gramm) und Mammut R.A.S. 3.0 (700 Gramm) unterbieten es mittlerweile. 

Etwas Gewicht lässt sich mit den teureren Carbonkartuschen sparen – im Vergleich zu den billigeren Stahlkartuschen wiegen diese ungefähr die Hälfte. Einige Hersteller produzieren gar keine Stahlkartuschen mehr (Mammut, Ortovox), da die Carbonversion mittlerweile deutlich günstiger als früher verkauft werden kann.

Bei der Betrachtung der Gewichtsverhältnisse sollte man natürlich auch auf die Rucksäcke schauen, die in den verschiedensten Varianten zu finden sind. In der Regel gilt: je leichter, desto weniger Funktion.

Weitere Unterschiede bei Airbag-Systemen

Eine bisher nur von ABS angebotene Funktion ist die Airbag-Auslösung per Funk. Dies ist ein nicht zu verachtender Vorteil, da in der Stresssituation eines Lawinenabganges manche Skifahrer die Auslösung des Airbags nicht mehr bewerkstelligen können. Im P.Ride-System wurde dieser Aspekt weiterentwickelt, so dass nun die Airbags ganzer Gruppen ausgelöst werden können.

Bei den Gaskartuschensystemen muss zwischen wiederbefüllbaren (Arva Stahl/Carbon, BCA, Alu-Kartusche von Mammut) und nicht wiederbefüllbaren Kartuschen unterschieden werden. Viele Hersteller verkaufen vermehrt nur noch leichtere Carbonkartuschen (Mammut, Ortovox) anstatt der Varianten aus Stahl, da Erstgenannte mittlerweile deutlich günstiger produziert werden können und so der allgegenwärtigen Gewichtsoptimierung Rechnung getragen werden kann.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme

ABS Solid Vario bzw. Powder

  • Vorteile: Funkauslösemechanismus (nur Powder-Serie), große Auswahl an Zip-Ons für unterschiedliche Rucksackgrößen und Auswahl an Rucksackmodellen unterschiedlicher Hersteller, großes Airbag-Volumen, leichte Carbon-Kartuschen erhältlich, optionaler Einbau eines Rückenprotektors, Linkshänder-kompatibel, Redundanz durch zwei Airbag-Ballons
  • Nachteile: Gewicht, Preis, kein Schutz für Kopf und Nacken, Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen

ABS P.Ride-System (ABS)

Ob Mammut oder ABS: Gebrauchte Airbag-Kartuschen können bei Bergzeit gegen eine Servicegebühr ausgetauscht werden.
Ob Mammut oder ABS: Gebrauchte Airbag-Kartuschen können bei Bergzeit gegen eine Servicegebühr ausgetauscht werden.
  • Vorteile: Funkauslösemechanismus für komplette Gruppen, deutlich größere Oberfläche für besseren Auftrieb, leichte Carbon-Kartuschen erhältlich, Linkshänder-kompatibel, Redundanz durch zwei Airbag-Ballons
  • Nachteile: Gewicht, Preis, kein Schutz für Kopf und Nacken, Probleme mit voller Kartusche beim Flugreisen, Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

R.A.S. (Mammut und andere Hersteller)

  • Vorteile: auswechselbares Airbagsystem, große Rucksack-Modellauswahl, Preis, einfaches Einpacken der Airbags, Gewicht, leichte Carbon-Kartuschen und wiederbefüllbare Alu-Kartusche erhältlich (zum Reisen)
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, schlechterer Schutz von Kopf und Nacken, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen, Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

P.A.S. (Mammut)

  • Vorteile: auswechselbares Airbagsystem, große Rucksack-Modellauswahl, guter Schutz von Kopf, Nacken, Schultern und Brust, leichte Carbon-Kartuschen und wiederbefüllbare Alu-Kartusche erhältlich (zum Reisen)
  • Nachteile: Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden, keine Fernauslösung möglich, etwas aufwändigeres Einpacken der Airbags, Preis, Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen

Alpride (Scott, Millet, Ferrino)

  • Vorteile: Preis, einfaches Einpacken der Airbags, Gewicht, reisefreundlicher (anderes Gasgemisch in Kartuschen), günstige Wegwerf-Kartuschen, Airbagsystem kann aus Rucksack entfernt werden
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, nicht variierbar mit Rucksäcken anderer Hersteller

JetForce (Black Diamond, Pieps)

Lawinenrucksäcke wie der Arva Reactor Ultralight 15 schrauben das Gewicht weiter nach unten. | Foto: Arva
Lawinenrucksäcke wie der Arva Reactor Ultralight 15 schrauben das Gewicht weiter nach unten. | Foto: Arva
  • Vorteile: einfaches Einpacken der Ballons, reisefreundlich, mehrmaliges Auslösen mit einer Akkuladung (üben, Nachlawine) möglich, Aufladen des Akkus über Nacht, größter Auftriebskörper, durch fortgeführtes Aufblasen bleibt der Airbag auch bei Beschädigung gefüllt
  • Nachteile: keine Fernauslösung möglich, Airbagsystem fest in den Rucksack integriert (nicht variierbar mit anderen Rucksäcken), Preis, Gewicht

BCA-System

  • Vorteile: Preis, einfaches Einpacken der Ballons, wiederbefüllbare Kartusche
  • Nachteile: Gewicht, keine Fernauslösung möglich, nicht variierbar mit anderen Rucksäcken, Probleme mit vollen Kartuschen bei Flugreisen

Reactor (Arva)

  • Vorteile: Preis, Gewicht, Redundanz durch zwei Ballon-Kammern, variierbar mit verschiedenen Rucksäcken, wiederbefüllbare Kartuschen
  • Nachteile: Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen, Standard-Kartusche muss eingeschickt oder bei Bergzeit ausgetauscht werden

AVABAG-System (Ortovox)

  • Vorteile: Gewicht (leichtestes System), gute Rucksack-Modellauswahl, Kartuschen können zum Wiederbefüllen eingeschickt werden (25 Euro)
  • Nachteile: Preis, keine Fernauslösung möglich, komplexer Einbau, nur ein Ballon (keine Redundanz bei Beschädigung), kleiner Zugang zu LVS-Komponenten, keine Wechselmöglichkeit für Linkshänder

Quellen

  1. W. Munter, 3×3 Lawinen. Risikomanagement im Wintersport. 3. Auflage, Verlag Pohl & Schellhammer, Garmisch-Partenkirchen, 2009.
  2. H.-J. Etter, J. Schweizer, T. Stucki, Die Alpen, 2/2009, Schweizer-Alpen-Club SAC, 2009.
  3. L. Meier, S. Harvey, Feldversuche mit Lawinen-Notfallgeräten Winter 2010/2011, WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, Davos, 2011.

 Nützliche Links zum Thema Lawinensicherheit

Ortovox Avabag Lawinenairbag-System | Foto: Ortovox7Hansi Heckmair

Kleiner, leichter, sicherer

Der Avabag von Ortovox – Entwickler-Interview

Funkstreife im Schnee

ABS P.Ride Lawinenairbag mit Fernauslösung im Test

Neuer Lawinen-Airbag von Ortovox

Ortovox Ascent 30 Lawinenrucksack mit Avabag-System im Test

Im Bergzeit Shop

Basiswissen Lawinensicherheit: Im Ernstfall besser vorbereitet

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Ortovox Free Rider 26 ABS: Lawinenrucksack im Test

Lawinenrucksäcke 2017/2018 – der Marktüberblick

Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
ABS Zubehör Stahl-Kartusche-Griff 510g 675 bar 109,95
Carbon-Kartusche-Griff 280g 1020 bar 214,95
P.Ride
Basiseinheit uni ca. 3.000g 2 x 85L 905,00
P.Ride Compact Basiseinheit
Zip-Ons P.Ride 18 n.b. 18L 94,95
  P.Ride 32 n.b. 32L n.b.
  P.Ride 45+5 n.b. 45+5L n.b.
Compact 18 18
Compact 32 32
Compact 40+10 40+10
Compact 45+5 45+5
Vario Basiseinheit S, L 1950g 3 2 x 85L 599,95
 Zip-Ons Vario Zip-On 8 Ultralight n.b. 8
Vario Zip-On 18 Ultralight n.b. 18
Vario Zip-On 15 n.b. 15
Vario Zip-On 30 n.b. 30
Powder Basiseinheit uni 1930g 3 2 x 85 589,95
 Zip-Ons Powder 8 160g 8L 39,95
Powder 15 315g 15L 59,95
Powder 26 510g 26L 79,95
 Zip-On Partner Burton
AK ABS Pack 24L uni 1.100g 4 24L 179,95
Evoc
Zip-On Base Unit uni 800g 4  – 129,95
Zip-On ABS Drift uni 450g 4 10L 89,95
Zip-On ABS Pro 5 uni 600g 4 20L 119,95
Zip-On ABS Pro Team 5 uni 600g 4 20L 129,95
Zip-On ABS Guide 5 uni 675g 4 30L 139,95
Zip-On ABS Guide Team 5 uni 675g 4 30L 149,95
Zip-On ABS Patrol 5 uni 880g 4 40+5L 169,95
Zip-On ABS Patrol Team 5 uni 880g 4 40+5L 179,95
Zip-On ABS CP 26L 5 uni 1700g 4 26L 229,95
Osprey
Kamber ABS 22+10 1.670 g 22+10L
Rocksnake
Patrolleur 34 MX ABS uni n.b. 34L n.b.
Rossignol
ABS Bag Compatible 28 uni 1320g 4 28L 119,90
Salomon
Quest 20 uni 1300g 4 20L 149,95
ABS Inside Partner Bergans
Hodlekve ABS uni 2200g 3 15L 739,95
Dakine
Signal 25L ABS uni 1900g 3 25L 689,00
Haglöfs
Vojd ABS 18 uni 2420g 3 18L 849,00
Vojd ABS 30 uni 2630g 3 30L 949,05
Ortovox
M.A.S.S. 1300g 3 479,95
Activation Uni Carbon 345g 215,00
Activation Unit Steel 580g 110,00
Base 18 W ABS S/M 2440g 3 18L 679,95
Base 20 ABS (Video) M/L 2490g 3 20L 679,95
Free Rider 24 ABS (Video) M/L 2770g 3 24L 719,95
Free Rider 24 W ABS
S/M 3150g 3 24L 719,95
Free Rider 26 ABS (Test) M/L 2820g 3 26L 719,95
Tour 30+7 W ABS S/M 3110g 3 30+7L 749,95
Tour 32+7 ABS (Video) M/L 3160g 3 32+7L 749,95
Salewa
Verbier 26 Pro ABS uni 3400g 3 26L 749,95
Mountain Guide 38 ABS uni 3800g 3 38L 899,95
SubQ
Jackson Avalanche Airbag Jacket (neu!) uni n.b. n.b. n.b.
The North Face
ABS Modulator 2070g 3 699,95
ABS Vest M, L, XL n.b. n.b. n.b.
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
BCA Zubehör Kartusche 624g 2 186 bar 144,95
Float Float 8 uni 1900g 2 8L 459,95
  Float 22 uni 2340g 2 22L 499,95
  Float 25 Turbo uni 2640g 2 25L 539,95
Float 27 Tech uni 2450g 2 27L 539,95
Float 32 uni 2570g 2 32L 569,95
Float 42 uni 2630g 2 42L 599,95
  Float 42 Black (neu!) uni 2860g 2 42L 649,95
  Float MTNPRO Vest uni 2770g 2 12L 735,00
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Mammut Zubehör Alu-Kartusche ca. 670g 207 bar 185,00
Carbon-Kartusche ca. 310g 6 n.b. 119,95
R.A.S. R.A.S. 3.0 710g 150 449,95
Rocker M 1080g 6 15L 579,95
Ultralight L 500g 6 20L 569,95
Ride Short S 1450g 6 28L 649,94
Ride M 1500g 6 30L 649,95
Light L 1050g 6 30L 629,95
Pro Short S 1580g 6 33L 669,95
Pro 35 L 1680g 6 35L 669,95
Pro 45 L 1700g 6 45L 689,95
R.A.S. Inside Partner Jones Snowboards
Higher 30L R.A.S. uni 1770g 2 30L 699,95
Oakley
Snowmad R.A.S. 15 uni n.b.
15L 139,95
Snowmad R.A.S. 30 uni n.b.
30L 169,95
Rip Curl
n.b.
Dakine
NACHTRAGEN!
Norrona
Lofoten (neu!) uni 1650g 30L 299,00
P.A.S. P.A.S. 3.0 (neu!) 920g 150 n.b.
Rocker M-XL 1200g 6 15L 699,95
Ride M-XL 1500g 6 30L 769,95
Light M-XL 1200g 6 30L 749,95
Pro 35 M-XL 1630g 6 35L 789,95
Pro 45 M-XL 1680g 6 45L 809,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Black Diamond JetForce Pilot uni 3200g 7 11L 999,95
Halo (Video) S/M, M/L 3400, 3400g 7 26, 28L 1.049,95
Saga S/M, M/L 3500, 3500g 7 38, 40L 1.099,95
JetForce Inside Partner Pieps
Rider 10 uni 3400g 7 10L 999,95
Tour Pro 34 (Video) S/M, M/L 3500g 7 34L 1.099,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Alpride Zubehör Kartuschenset uni 450g 2 je 180 bar 39,95
Alpride Alpride-System 800g 2 150 nicht einzeln erhältlich
Alpride Partner Scott  
Air Mountain AP 20 Kit uni 1785g 2 20L 599,95
Air Mountain AP 40 Kit uni 2530g 2 40L 699,95
Air Free AP 12 Kit uni 1870g 2 12L 599,95
Air Free AP 12 Pro Kit uni 2510g 2 12L 699,95
Air Free AP 24 Kit (neu!) uni 2320g 2 24L 679,95
Air Free AP 32 Kit (neu!) uni 2410g 2 32L 699,95
 
Ferrino  
Glide Safe 20 uni 2500g 2 20L 630,00
Full Safe 30 uni 2900g 2 30L 790,00
  Millet  
Neo 30 ARS uni 2500g 2 30L 699,95
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Arva Reactor Reactor-System (neu!) 790g 2×75 nicht einzeln erhältlich
Zubehör Stahl-Kartusche 450g n.b. n.b.
Carbon-Kartusche 310g n.b. n.b.
Reactor 18 (neu!) S-M-L 2000g 2 18L 529,00
Reactor 24 (neu!) S-M-L 2100g 2 24L 569,00
Reactor 32 (neu!) S-M-L 2130g 2 32L 599,00
Reactor 40 (neu!) S-M-L 2150g 2 40L 629,00
NORRONA Lofoten 30L
Airbagsystem Produktklasse Hersteller/Modell Größe Gewicht  Volumen 1 Preis in €
Ortovox Avabag Avabag-System (neu!) 640g 499,95
Zubehör Carbon-Kartusche 310g 139,95
Wiederbefüllung Kartusche 25,00
Reaktivierungswerkzeug 14,95
Free Rider 20 S (neu!) uni 1340g 6 20L 239,95 (699,95)
Free Rider 22 (neu!) uni 1380g 6 22L 239,95 (699,95)
Ascent 22 (neu! uni 830g 6 22L 219,95 (679,95)
Ascent 28 S (neu!) uni 1090g 6 28L 239,95 (699,95)
Ascent 30 (neu!) uni 1120g 6 30L 239,95 (699,95)

  1. Volumenangaben können inklusive (meistens) oder exklusive der Airbagsysteme sein
  2. Gewichtsangabe inkl. Airbagsystem, exkl. Kartusche
  3. Gewichtsangabe exkl. Auslöseeinheit (Kartusche und Griff)
  4. Gewichtsangabe inkl. Tragesystem
  5. Zip-On ohne Tragesystem
  6. Gewichtsangabe exkl. Airbagsystem und Kartusche
  7. Gewichtsangabe inkl. Airbagsystem und Akku
  8. Gewichtsangabe exkl. Auslösegriff
    n.b. nicht bekannt

Bemerkungen zum Lawinenrucksack-Marktüberblick

Alle Angaben in der Markt-Übersicht sind Herstellerangaben. Erfahrungsgemäß variieren die Gewichts- und Volumenangaben in der Realität. Wer vor dem Kauf eines Lawinenrucksacks sicher gehen will, sollte die Werte selbst nachprüfen oder beim Customer Service nachfragen. Bei einigen Rucksack-Modellen ist nicht klar ersichtlich, ob die Volumenangaben exklusive oder inklusive des Airbagsystems zu verstehen sind. Auch hier ist meistens etwas Skepsis an den Tag zu legen und es sollte vor dem Kauf geprüft werden, ob alle persönlichen Ausrüstungsgegenstände gut untergebracht werden können. Alle Angaben sind generell ohne Gewähr.

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Kommentare

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Sebastian

Wow – vielen Dank für diese extrem ausführliche Übersicht. Das muss ja ne Menge Arbeit gewesen sein, das alles so aufzubereiten. Ich will mir dieses Jahr auch einen Lawinenrucksack kaufen. Jetzt kenne ich schon mal die Fakten. Das Scott System sagt mir aufgrund des geringen Gewichts besonders zu. Optisch finde ich die EVOC ZipOns am schicksten. Schwere Entscheidung, aber bis zum ersten Schneefall ist ja noch ein bisschen Zeit.

Simon

Sehr geehrter Herr Lingott,

wie beurteilen Sie die Sichtbeschränkung der Lifebag Systeme? Da diese ja hinter dem Kopf bis über die Brust aufgeblasen werden kann ich mir gut vorstellen, dass vor allem für Snowboarder eine erhebliche Sichtbeschränkung gegeben ist.

Hallo & Danke. Gute Frage! Wir geben diese auch an Totti Lingott weiter. Vorweg: Seitlich schränkt das Lifebag System die Sicht ein, was für Snowboarder durch die seitliche Fahrtrichtung in der Tat gravierender ist. Gute Sicht hilft, um im Idealfall fahrenderweise den Weg aus der Lawine zu finden, oder um zu versuchen Hindernissen auszuweichen. Abzuwägen ist die bessere Sicht gegen den verbesserten Schutz für Kopf, Nacken, Schultern und Brust vor Verletzungen. Viele Grüße, Judith vom Bergzeit Team

Gregor

Ein Fehler im Beitrag: Scott Alpride ist NICHT fix mit dem Rucksack verbunden

Danke für den Hinweis, Gregor, Du hast recht! Wir habens im Text angepasst. Das Alpride-System von Scott lässt sich herausnehmen, so dass der Rucksack auch ohne Airbagsystem genutzt werden kann. Das Airbagsystem ist derzeit nur in Kombination mit einem Scott-Rucksack erhältlich und nicht mit Rucksäcken anderer Hersteller kompatibel.

Viele Grüße, Judith

Fred

Toller Artikel. Ich habe noch recherchiert, ob die Scott Alpride Kartuschen wirklich einfacher im Flugzeug mitzunehmen sind als die von Mammut / Snowpulse oder ABS.
Die Kartuschen fallen alle unter dieselben Transportvorschriften der IATA – Gasdruckbehälter Klasse 2.2.
D.h. Transport innerhalb Europa sowie von und nach Japan geht relativ problemlos, USA geht meist nicht.
Genau genommen darf nur eine Kartusche pro Person mitgenommen werden – d.h. die beiden benötigten Alpride Kartuschen könnten hier Probleme machen.

Hallo Fred, danke für die zusätzliche Recherche, das sind super Infos! Franziska aus dem Bergzeit Team

Andi

Ein riesengroßes Lob an den Verfasser und an Bergzeit für den tollen Vergleichsbericht !!!
Hab mich erst kürzlich für das Mammut / Snowpulse PAS-System entschieden mit dem „Pro Protection“ Rucksack.

Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist, daß die Funkauslösung so signifikant von Vorteil ist und dementsprechenden Einfluß auf die Bewertung der anderen Systeme, bzw. Hersteller hat ?!

Hallo Andi, laut dieser Studie ist der häufigste Grund für nicht aufgeblasene Airbags in einer Lawine das fehlende Auslösen durch den Benutzer. Ursache hierfür kann vieles sein: Neben situativem physischem Unvermögen ist vermutlich der mentale Aspekt der wichtigste Faktor. Daher hat ABS eine Fernauslösung entwickelt. Diese ist vor allem für Bergführer oder Gruppen gedacht, in denen die Mitglieder kritische Hänge einzeln abfahren. Hier kann der Gruppenführer oder ein anderes Gruppenmitglied von seinem sicherem Standpunkt aus den Airbag seines Kameraden in Notsituationen fernauslösen und sicherstellen, dass sich der Airbag aufbläst. Die Funkauslösung ist also ein zusätzlicher Vorteil des ABS-Systems. Der Vollständigkeit… Read more »
Florian

Zur Sichtbehinderung beim ausgelösten PAS- oder Snowpulse Lifebag-Airbag: habe das mal in voller Fahrt ausprobiert, weil ich mir da auch unsicher war und als Snowboarder noch dazu schräg stehe.

Ergebnis: zwar musste ich meinen Oberkörper etwas „gerader“ drehen, aber ansonsten hat’s nicht gestört beim Weiterfahren.

Heißt für mich: mein nächster Airbagrucksack wird wieder ein PAS, finde den mechanischen Schutz überzeugend.

Denys

Weiß jemand ob es irgendwo Absatzzahlen für Lawinenairbags gibt?

Thomas
Echt gute Aufbereitung und Marktübersicht! Eine Entscheidung zu treffen, ob man sich nun ein Airbag-System zulegt oder nicht ist ja relativ einfach. Dann aber geht es los. Das Angebot ist mittlerweile riesig. Es gilt, persönliche Vorlieben und technische Details der jeweiligen Systeme abzuwägen. Mein Tipp: eine aufwendige Recherche zu dem Thema lohnt sich auf jeden Fall. Habe selbst seit einer Saison ein Mammut Snowpulse R.A.S. im Einsatz. Bin damit sehr zufrieden. Mich hat die technisch gesehen relativ „einfach“ konzipierte Bauweise der Auslöseeinheit und das Druckkartuschensystem (unempfindlich bei kalten Temperaturen), sowie die variable Rucksackwahl und das relativ geringe Gewicht überzeugt. Auch… Read more »
Daniel
Hallo zusammen, eine tolle Zusammenfassung. Ich bin ein eher vorsichtiger Tourenskifahrer. Ich gehe nur die üblichen erschlossenen Skitouren an Tagen mit niedriger Lawinengefahr. Durch die ganze Werbung und die steigenden Marktanteile fühlt man sich dann aber doch dazu genötigt, sich mit dem Thema Airbags auseinander zu setzen. Man bekommt gar ein schlechtes gewissen ohne Airbag an den Berg zu gehen. Bin ich der einzige, der lieber weiterhin bei der im Artikel genannten Standardausrüstung bleibt? Natürlich erhöht es die Sicherheit, aber ich bin doch eher ein Skifahrer der potentielle Lawinenhänge meidet. Vielleicht finden sich hier ja ein paar erfahrende Tourengeher, die… Read more »
wobleibtderschnee
ich kann mich Daniel anschließen, fahr auch ohne Airbag. Mein Hauptziel, neben dem Spaß an der Tour, ist es nicht in eine Lawine zu kommen. Dafür gibt es Kurse, Informationsquellen, die menschlichen Sinne, eine gute Portion Verstand, die Option zu verzichten und auch ein gewisses Bauchgefühl. Für den Fall daß es doch kracht habe ich die gängige Ausrüstung + Avalung um doch möglichst hohe Chancen zu haben wieder einmal auf den Skiern zu stehen. Der Lawinenrucksack erhöht diese Chance auch, ich bin aber der Meinung, daß er (je nach Typ Mensch) auch die Entscheidungen beeinflusst, in welchen Hang man sich… Read more »
mattesonpowder

Sehr schöner Überblick. Was mir nicht klar ist: bei ABS hat der Rucksack auch 2 Gurte, mit denen man den Rucksack unter dem Schritt fixieren kann, so daß der Rucksack keinesfalls nach oben abrutschen kann. Gibt es das auch bei anderen Herstellern – z. B. beim Black Diamond (da habe ich es nicht gelesen)? Danke

Customer Service

Hallo,
selbstverständlich haben auch die Airbagrucksäcke von Black Diamond diesen Schrittgurt.
Es ist bei allen Airbagrucksäcken Vorschrift einen Schrittgurt zu verwenden.
Viele Grüße
Lucas
Customer Service

Michael

Danke für die tolle Übersicht.
Kann mir evtl jemand sagen warum Carbon Kartuschen „nicht reisetauglich“ sind?
Danke!

Christian

Hallo Michael,

ich bin selber im Frühjahr mit einer Carbon Kartusche geflogen und ich hatte keine Probleme. Ich hatte mir nur den Ausdruck von ABS ausgedruckt und beigelegt. Es ist egal von welchem Hersteller die Kartusche ist (Mammut, Ortovox oder ABS). Mittlerweile bieten die meisten Hersteller nur noch Carbon Kartuschen an und keine Alu Kartuschen mehr. Auf den Webseiten der meisten Hersteller findest du Informationen und den passenden Ausdruck fürs Flugzeug.

Viele Grüße
Christian

Gero

Hallo Totti,

jetzt habe ich deinen Bericht hier gelesene (und noch einige andere) und habe mich nach langem hin und her für den neuen Ortovox Rucksack entschieden (hauptsächlich wegen Gewicht). Du schreibst wenn der Rucksack leicht ist fehlen meist Funktionen/Befestigungen. Bei lawinenrucksack-info habe ich gelesen, dass der Ortovox alles dabei hätte. Halterungen für Helm, Ski, etc incl. 2 Fächer für Ausrüstung. Wie seht ihr das? Der Rucksack sollte schon alle Transportmöglichkeiten mitbringen.

Stefan

Hallo Gero,
also unser Tester berichtet hier https://www.bergzeit.de/magazin/ortovox-ascent-30-lawinenrucksack-mit-avabag-system-test/ beim Ascent 30 von einem Helmnetz und Fächer für Sonde etc.
Ich hoffe das hilft?
Viele Grüße
Stefan vom Magazin Team

auchgernindenbergenunterwegs
Danke für das Licht im Dschungel der Airbagrucksäcke – super Vergleichsübersicht die Seinesgleichen sucht. Jeder Sack der sich hin und wieder auf den Berg schleppt meint heutzutags sein eigenen Senf dazugeben zu müssen. Müll ist das Meiste was man da im Internet aussiebt. Leider meist auch in sogenannten Bergsport/Fachgeschäften – wo Detailfragen z.B. zu Snowboard und Helmhalterung mit einer peinlich nervösen Suche an entsprechendem Airbagrucksack beantwortet werden. Ebenso die Frage nach dem nutzbaren/packbaren Volumen in Litern wird nur mit Verweisen an den Hersteller oder mit einem praktischen Selbststest (bring alles was du verstauen möchtest mit und geh nochmal vorbei) beantwortet… Read more »
auchgernindenbergenunterwegs
Beim Jetforce-System muss bei Vorteilen ergänzt werden – das die Luft automatisch (nach ca. 5min) abgelassen wird und dadurch im Falle einer Verschüttung Luftraum zum Atmen für den Verschütteten entsteht (im Gegensatz zu dem von Arcteryx wo das Luftablassen manuell und umständlich über ein Schlauchteil passiert). Damit erübrigt sich auch das auf dem Airbag bäuchlings herumliegen – es kann sofort mit dem Einpacken (wie ein Schlafsack zusammengewurschtelt) des Airbags begonnen werden. Zu den Nachteilen ist bei Jetforfe zu ergänzen: Snowboard-/Schneeschuhriemen nur bei 40L Variante von Black Diamond und bei den (vom Design her weniger schlichten / etwas missratenen) Rucksäcken von… Read more »
Thomas
AVABAG Bin ein wenig irritiert das ihr als Nachteile nur den Preis angebt. Zum Vergleich habe ich unter anderem zwei Jahre den Freerider 26 ABS gefahren und letzte Woche den AVABG getestet. Wie bei vielen anderen System kommen hier eine lange Liste an Nachteilen: 1. Neues System (Betatester) ohne jeglichen Erfahrungswert 2. Kartusche ist aktuell sehr selten im Handel zu finden. Was das schnelle austauschen auf wenigen Skigebieten reduziert 3. Probleme mit voller Kartusche bei Flugreisen 4. Bisher keine Ferngesteuerte Auslösung möglich 5. Der Einbau ist komplex und mit einem Drahtseilsystem (wie beim Fahrrad zu vergleichen) 6. Umgang mit dem… Read more »
auchgernindenbergenunterwegs

Danke Thomas, hast du auch das Luftablassen und zusammenlegen/verstauen beim Avabag testen können? Scheint mir im Vergleich zum Mammut RAS auch sehr umständlich (ähnlich der Griffhöhenverstellung mit Fehlpostitionierungsmöglichkeit S/L – darum der how-to-newsletter)..
Deine Fazit / Eierlegende Wollmilchsau wäre definitiv für mich der Marktführer und massentauglich. Bis dahin bleibt abzuwarten was die ISPO zutage fördert..

Abseits dieser Infosammlung gibt es neuerdings auch hier endlich eine brauchbare Übersicht mit verlässlicher Quelle: http://www.alpenverein.de/chameleon/public/f754d91d-6576-0f2b-4ba0-0b949d69fc6f/Panorama-1-2017-Sicherheitsforschung-Marktuebersicht-Lawinenairbags_28131.pdf

Hallo zusammen,
das Luftablassen und Zusammenlegen beim Avabag hat Christoph Oberschneider hier getestet: https://www.bergzeit.de/magazin/ortovox-ascent-30-lawinenrucksack-mit-avabag-system-test/
Vielleicht hilft dir das auch schon weiter.

Viele Grüße
Franziska von der Redaktion des Bergzeit Magazins

Hallo Thomas,
danke für die Ergänzungen und Eindrücke. Wir haben noch ein paar Hardfacts bei den Nachteilen ergänzt. Außerdem haben wir die Sache mit der Testauslösung klarer formuliert. Natürlich sind Gaskartuschensysteme immer nur einmal auslösbar …

Die Redaktion

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