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Microadventure: 5 Tipps für den Schritt vor die Haustüre

5 Minuten Lesezeit
Du träumst davon, Deinen Rucksack zu packen und einfach mal loszuziehen? Da bist Du nicht allein! Ausprobieren lohnt sich - dank Microadventure kannst Du mehr Natur und Freiheit ganz einfach in Deinen Alltag integrieren. Wir haben für Dich sechs Tipps gesammelt, wie Du direkt vor Deiner Haustüre loslegen kannst - und das möglichst nachhaltig.

Raus in die Natur, frische Luft statt Stadtmief atmen, das Abenteuer auf sich zukommen lassen und den minutiös geplanten Büro- und Freizeitstress einfach mal vergessen – das klingt verlockend? Wir haben für Dich Ideen gesammelt, mit denen Du einfach und unkompliziert Deinem Alltag entfliehen kannst.

Microadventure: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.

Vaude/Attenberger

Microadventure: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.


Was zeichnet ein Microadventure aus?

Ein Microadventure (oder auch: Mikroabenteuer) ist mehr als nur draußen sein: Es geht darum, etwas zu tun, was Du sonst nie tun würdest und dabei Deine eigene Komfortzone zu verlassen. Als Urvater des Mikroabenteuers gilt der Brite Alastair Humphreys, der die Miniexpeditionen vor der eigenen Haustüre zwar nicht erfand, dem Ganzen im Jahr 2014 aber einen Namen gab: Microadventure.

Die wichtigste Grundregel: Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!

Welches Abenteuer Du Dir aussuchst und wohin es Dich zieht, bleibt dabei ganz Deiner eigenen Entscheidung überlassen. Die wichtigste Grundregel, an die Du Dich halten solltest, lautet: „Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!“ Damit Mikroabenteuer für alle, inklusive Flora und Fauna, ein Genuss bleibt, möchten wir Dir möglichst nachhaltige Optionen vorstellen.

Tipp 1: Draußen schlafen

Mit der Hängematte draußen schlafen
Wann hast Du das letzte Mal draußen übernachtet? | Foto: Exped/Walter Steinberg

Unser Tipp für Einsteiger und spontane Microadventures, der sich sogar in den Büroalltag integrieren lässt: Draußen schlafen!

Hast Du schon einmal im eigenen Garten übernachtet? Oder wolltest Du schon längst mal wieder Deine Freunde besuchen, die ein großes Grundstück mit Gartenteich haben? Auf privaten Grundstücken zu übernachten ist nicht nur eine Möglichkeit, endlich mal dem Fuchs zu begegnen, der nachts ums Haus schleicht, sondern ist auch die umweltverträglichste Variante, in der Natur zu übernachten. Ansonsten empfehlen wir Dir, legale Trekking-Plätze zu suchen, die Du in ganz Deutschland findest.

Suche Dir dafür eine Nacht ohne Niederschlag und mit angenehmen Temperaturen über 10 Grad aus, dann wird das Erlebnis auch zum Genuss und nicht zum Leid. Also schnapp Dir Schlafsack und Isomatte (oder auch Deine Hängematte) und zusätzliche Ausrüstung wie Stirn- oder Taschenlampe sowie Campingkocher und etwas Geschirr und Proviant. Was Du tatsächlich an Ausrüstung mitnimmst, ist in erster Linie eine Frage Deiner persönlichen Vorstellungen von einer Nacht unter freiem Himmel. Außerdem weißt Du selbst am besten, ob Du eher ein Fan von Ultraleichttouren oder von mehr Komfort bist.

Tipp 2: Wildcampen

Für viele der Inbegriff von Freiheit und Leben: Wildcampen. Dabei geht es in der Regel etwas weiter hinaus, als wenn Du Deinen Schlafplatz einfach für eine Nacht in Deiner näheren Umgebung aufschlägst. Egal ob Du mit dem Auto, dem eigenen Camper oder auch mit dem Fahrrad unterwegs bist: Wähle Deinen Schlafplatz sorgfältig und hole die Erlaubnis des Besitzers ein, auf dessen Grundstück Du Dich niederlassen möchtest. 

Zwei Personen beim Zelten am Berg
Wildcampen ist eine etwas heiklere Angelegenheit: Informiere Dich auf jeden Fall gut, wo und in welchem Umfang es erlaubt ist! | Foto: Vaude/Attenberger

 

Im Übrigen gelten je nach Bundesland beziehungsweise je nach Land in Europa unterschiedliche Regelungen, an die Du Dich dringend halten solltest. Zu den grundlegenden Regeln zählt unter anderem, dass Wildcampen in Naturschutzgebieten und sonstigen Schutzzonen untersagt ist. Auch Feuer machen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Dazu legen wir Dir ans Herz: Nutze nachhaltige Hygieneprodukte und: Halte Dich an die jeweiligen Bestimmungen und leave no trace!

Tipp 3: Ein Hauch von Survival

Klar kannst Du auch gleich ein Survival-Camp für Fortgeschrittene belegen. Für den Anfang könnte es allerdings schon eine Herausforderung sein, wenn Du Dich in Deinen heimischen Wald oder auf den nächsten Berg begibst und versuchst, Dich dort zurechtzufinden. Verzichte auf Smartphone und GPS-Tracker und probiere mal, allein mit dem Kompass oder anhand von natürlichen Wegmarkierungen zu navigieren. Mache Feuer ohne Feuerzeug, suche nach essbaren Wildpflanzen und baue Dir eine eigene Behausung aus Reising und Laub.

Tipp 4: Rucksack- vs. Radtour

Dein Rucksack verstaubt in der Ecke oder auf dem Regal? Das muss nicht sein – die eleganteste Lösung, wieder mehr Schwung in Dein Backpacking-Leben zu bringen, besteht darin, vor der eigenen Haustüre zu starten und ein Wochenende mit dem Rucksack die eigene Umgebung zu erkunden. Die Qual der Wahl: Trekkingtour oder Bikepacking?

Mit Zelt und Fahrrad in den Bergen
Radtour vs. Backpacking am Wochenende? Es kommen ja noch mehr freie Wochenenden im Jahr… | Foto: Bergzeit

 

Tipp 5: Microadventure mit Familie?

„Ich kann nicht einfach ein Mikroabenteuer in Angriff nehmen, die Kinder…!“ Dabei ist doch gerade die Natur ein idealer Bewegungs- und Lernraum für Kinder. Vor allem die Kleinen unter uns profitieren am meisten von solchen Erlebnissen und ungeahnten Abenteuern in der heimischen Natur. Es muss ja auch gar nicht so weit weg sein – eine Nacht im heimischen Garten, ein Waldstück in der Nähe, eine Kanufahrt auf dem See oder der höchste Hügel in der Umgebung halten genauso gut her für ein Stück vom Glück der Freiheit. Auch ein Campingausflug mit der ganzen Familie birgt so einiges an Überraschung und Abenteuer.

Kind beim Entdecken im Wald
Kinder haben ihre wahre Freude am Entdecken in der Natur und im Wald. | Foto: Vaude/Attenberger

 

Fazit

Mikroabenteuer lassen Dich den Wind der Freiheit spüren und sind eine tolle Möglichkeit, etwas Neues zu erleben und die Energiereserven aufzuladen. Dir stehen unzählige Wege offen, Dein eigenes perfektes Abenteuer zu erleben und das beste daran ist: Du kannst direkt vor Deiner Haustüre starten! Du bist dabei selbst für Dich und Dein Tun verantwortlich – denke daher daran, Dich möglichst umweltschonend und nachhaltig zu verhalten, damit Mikroabenteuer für alle ein Vergnügen bleiben.

Was war Dein schönstes Microadventure bisher und welches „Draußen-Abenteuer“ reizt Dich schon lange? Schreibt uns gerne in den Kommentaren!

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