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10 Microadventures für den Winter

6 Minuten Lesezeit
Kleines Abenteuer gefällig? Mit unseren zehn Ideen für Winter-Microadventures kommst Du gut durch die kalte und dunkle Jahreszeit - und hast dabei noch reichlich Spaß!

Zugegeben, auch dieser Winter ist, was Einschränkungen und Maßnahmen angeht, eine echte Nervenprobe. Aber ein Microadventure an der frischen Luft geht auch im Winter – und hilft im Übrigen, Stress und Sorgen des Alltags mal für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Egal, wo Du wohnst, für ein winterliches Abenteuer musst Du nicht weit fahren. In manchen Fällen reicht schon der eigene Garten. Mit unseren zehn Microadventures für den Winter ist gute Laune garantiert – und der heiße Kakao schmeckt danach doppelt so gut!

Idee #1: Winterliches Feuer mit Maroni

Was wärmt besser als ein schönes Feuer? So ziemlich nichts. Und auch wenn wir Lagerfeuerromantik eher mit dem Sommer verbinden, so hat das Winterfeuer gleich mehrere unschlagbare Vorteile: Du kannst früher damit anfangen, weil es schon früh dunkel wird, es wärmt und Du kannst darauf Maroni rösten! Oder Du probierst unser Rezept für Stockbrot. Tipp: Im Gegensatz zum Lagerfeuer ist eine Feuerschale meist nicht genehmigungspflichtig und das Feuer ist leichter zu handhaben.

Ein Winterfeuer hat seinen ganz besonderen Reiz - vor allem, wenn Du darauf ein paar Leckereien zubereitest.

Franziska von Treuberg

Ein Winterfeuer hat seinen ganz besonderen Reiz – vor allem, wenn Du darauf ein paar Leckereien zubereitest.


Idee #2: Schneebar bauen

Auch wenn es mit Weihnachtsmärkten pandemiebedingt eher mau aussieht, kannst Du Dir die vorweihnachtliche Winterstimmung in den eigenen Garten holen: und zwar mit einer Schneebar! Sie zu bauen, ist gar nicht schwer: Du brauchst dafür nur ein paar Kisten und eine Schneeschaufel. Fülle den Schnee in die Kisten und klopfe ihn fest – je stabiler die Schneeblöcke, desto besser. Staple Deine Schneeblöcke nun bis zur gewünschten Höhe und Breite aufeinander und stopfe die Lücken mit losem Schnee, den Du festklopfst. Wenn Du willst, kannst Du die fertige Bar noch mit kaltem Wasser besprühen – so wird sie besonders stabil. Jetzt geht es ans Einweihen, zum Beispiel mit Punsch, Kakao, Glühwein oder Feuerzangenbowle. Für die richtige Stimmung sorgen Musik und Lichterketten.

Egal, ob Punsch oder Glühwein mit Schuss: An der selbstgebauten Schneebar schmeckt das Wintergetränk gleich noch besser.

Bergzeit | Hansi Heckmair

Egal, ob Punsch oder Glühwein mit Schuss: An der selbstgebauten Schneebar schmeckt das Wintergetränk gleich noch besser.


Idee #3: Eisbaden

Dieser Tipp ist nicht nur was für Chuck Norris und seine Geschwister: Eisbaden ist ein super Munter- und Fitmacher für die kalte Jahreszeit. Probier’s doch einfach mal aus – vorausgesetzt, Du verfügst über einen stabilen Kreislauf. Durch den plötzlichen Kältereiz reagiert Dein Körper mit der Produktion von Wärme. Nachdem Du also wieder aus dem Wasser steigst, ist Dir für einige Zeit wohlig warm. Regelmäßiges Eisbaden kann sogar Dein Immunsystem stärken. Wichtig ist nur, dass Du nicht zu lange drinbleibst (aber das willst Du vermutlich sowieso nicht), den Kopf aussparst (kein Untertauchen) und nie alleine gehst. Also pack die Badehose ein und ab mit dem besten Freund oder der besten Freundin an den nächsten Badesee!

Idee #4: Bau ein Iglu!

Ein Iglu zu bauen, ist ein tolles Projekt, das mehrere helfende Hände erfordert. Im Prinzip gehst Du dabei vor wie bei der Schneebar (Idee #2): Staple Schneeblöcke aufeinander. Beim Iglu natürlich in Kreisform. Achte darauf, dass alle Zwischenräume und Lücken mit Schnee gefüllt werden. Zum Bau der Kuppel musst Du Deine Schneeblöcke nach innen versetzt legen. Fixiere sie besonders gut mit Schnee, damit sie nicht umkippen. Das Loch im Dach wird mit zwei aneinander lehnenden Blöcken verschlossen. Zu guter Letzt schneidest Du mit einer Schaufel ein Loch für den Eingang. Profitipp: Solltest Du im Iglu mehr Zeit verbringen – vielleicht sogar eine ganze Nacht – achte darauf, dass der Eingang tiefer als das Iglu liegt. So kann die warme Luft in Deiner Behausung nach oben steigen, wo Du Dich aufhältst.

Reihe um Reihe musst Du Schneeblöcke aufeinanderstapeln...

Franziska von Treuberg

Reihe um Reihe musst Du Schneeblöcke aufeinanderstapeln…


... bis Du zu guter Letzt ein fertiges Iglu hast!

Franziska von Treuberg

… bis Du zu guter Letzt ein fertiges Iglu hast!


Idee #5: Ausflug mit dem Rodel

Klar, rodeln kennt jeder. Doch anstatt des Schlittenbergs vor der eigenen Haustür kannst Du das Projekt ja mal größer angehen: Pack Freunde, Kind und Kegel zusammen und begib Dich auf Tour. Eure Wanderung könnt Ihr mit einer Hütteneinkehr oder einem kleinen Winterpicknick verbinden. Und dann geht’s abwärts. Sollten Du oder Deine Freunde keinen Schlitten haben, tut es auch ein ausgedientes Backblech oder eine Plastiktüte, in die Du zur Polsterung ein Sitzkissen packst. Probiert Euch aus – welcher zum Schlitten umfunktionierte Gegenstand erweist sich als bester Rodel?

Auch mit Plastiktüten - gefüllt mit einem Polster - lässt es sich ausgezeichnet rodeln.

Caroline Opp

Auch mit Plastiktüten – gefüllt mit einem Polster – lässt es sich ausgezeichnet rodeln.


Idee #6: Wildfütterung besuchen

Heimische Wildtiere wie Hirsche, Rehe oder Wildschweine werden im Winter vielerorts gefüttert. An diesen sogenannten Schaufütterungen kannst Du teilnehmen. Schau einfach, wo in Deiner Nähe ein Wildtiergehege oder -park ist, in dem Schaufütterungen angeboten werden. Eine Thermoskanne Kakao und ein paar leckere Plätzchen dürfen dabei natürlich nicht fehlen – schließlich wollen nicht nur die Tiere was zum Futtern.

Jetzt aber schnell! Zur Fütterungszeit kommen ganze Wildschweinrotten angelaufen.

Adobe Stock Fotos | Budimir Jevtic

Jetzt aber schnell! Zur Fütterungszeit kommen ganze Wildschweinrotten angelaufen.


Idee #7: Fackelwandern im Park

Eine nächtliche Wanderung hat ihren ganz besonderen Reiz. Da wird der heimische Stadtpark schnell zu einem mysteriösen Zauberwald mit geheimnisvollen Schatten und grusligen Geräuschen. Doch mit Deiner Fackel (alternativ geht natürlich auch eine Taschenlampe) bist Du bestens ausgerüstet und trägst ein stimmungsvolles Licht in die dunkle Winternacht. Kleiner Tipp: Aus Respekt vor Tieren solltest Du darauf achten, befestigte Wege nicht zu verlassen und nicht mit starkem Licht in die Rückzugsgebiete von Tieren (wie Hecken und Bäume) zu leuchten.

Idee #8: Wintercamping

Du hast ein Wohnmobil oder einen Bus, der im Winter in der Tiefgarage versauert? Das muss nicht sein. Viele Campingplätze in Deutschland haben auch im Winter geöffnet. Mit der richtigen Ausstattung kann es auch bei frostigen Temperaturen sehr gemütlich in Deinem Campervan werden. Und das Beste: Du triffst im Winter viel weniger Menschen auf dem Campingplatz und Dein Stellplatz ist um einiges günstiger.

Mit der richtigen Ausstattung und Vorbereitung ist es auch im Winter im Wohnmobil gemütlich.

Damian | Adobe Stock

Mit der richtigen Ausstattung und Vorbereitung ist es auch im Winter im Wohnmobil gemütlich.


Idee #9: Dance Moves aufs Eis legen

Frau zieht Schlittschuhe an

Adobe Stock | Nomad_Soul

Bei der Eisdisco kannst Du Dich in ein paar Tanz-Eis-Moves versuchen.


Schlittschuhlaufen mal anders: Viele Eissporthallen bieten Freitag oder Samstag abends Eisdisco – mit fetzigem Sound, Discobeleuchtung und DJ. Wenn Dir also das stete im Kreis drehen in der Halle etwas zu fad ist, ist die Eisdisco eine tolle Alternative, bei der Du ein paar coole neue Moves ausprobieren kannst.

Du hast (noch) keine Moves? Kein Problem: In vielen Eishallen gibt es kostenlose oder vergünstigte Eistanz-Schnupperstunden. So startest Du optimal vorbereitet in den Disco-Abend. rn

rnKleiner Tipp: Informiere Dich vorher über die geltenden Corona-Regeln. Sollte die Eissporthalle aktuell keine Eisdisco anbieten, tut’s natürlich auch die eigene Musik übers Handy.

Idee #10: Probier eine neue Wintersportart!

Gibt es etwas, was Du schon immer mal ausprobieren wolltest? Schneeschuhwandern vielleicht? Die Skating-Technik beim Langlaufen oder Eisstockschießen? Vielleicht möchtest Du auch mal einen Tag lang mit einem Hundeschlitten fahren! Dein neues Lieblingshobby wartet möglicherweise schon da draußen im Schnee und Eis auf Dich – am besten schaust Du gleich mal nach, wo in Deiner Nähe ein Schnupperkurs mit Leihmaterial angeboten wird.

Wie wär's mal mit einem Langlauf-Skating-Kurs?

Bergzeit | Hansi Heckmair

Wie wär’s mal mit einem Langlauf-Skating-Kurs?


Fazit: Kein Abenteuer ist zu „klein“

Microadventures sind Outdoorerlebnisse, die Du ohne viel Aufwand, Anreise und Material umsetzen kannst. Der Fokus liegt darauf, einfach draußen zu sein, allein, mit Freunden oder der Familie – und Spaß dabei zu haben! Da der „Corona-Spaziergang“ mittlerweile aber so langsam seinen Reiz verloren hat, bieten unsere zehn Ideen für Winter-Microadventures vielleicht ein paar neue Ansätze für Dich. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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