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5 Tipps für bessere Sichtbarkeit beim Outdoorsport im Dunkeln

5 Minuten Lesezeit
Reflektierende Kleidung und Accessoires können Leben retten, denn viele Unfälle im Straßenverkehr passieren, weil Radfahrer und Läufer in der Dunkelheit zu spät gesehen werden. Wir zeigen Dir, wie Du beim Outdoorsport im Dunkeln besser gesehen wirst.

Egal ob morgens auf dem Weg zur Arbeit oder abends auf der Laufrunde durch den Park: Im Winter können Läufer und Radfahrer der Dunkelheit kaum entfliehen. Doch Sport im Dunkeln kann gefährlich sein, denn oft werden Outdoorsportler von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder nicht schnell genug erkannt.

Die gute Nachricht: Viele Unfälle oder Schreck-Momente mit Beinah-Unfällen können vermieden werden, wenn sich Läufer, Radfahrer und Fußgänger besser sichtbar machen.

So wirst Du im Dunkeln besser gesehen:
  • Reflektoren an Kleidung und Rucksäcken
  • Stirnlampen für Läufer
  • Helme mit Rücklicht für Radfahrer
  • High-Visibility-Accessoires wie Mützen und Handschuhe
  • Für Radfahrer: Vorder- und Rücklicht am Fahrrad

1. Reflektoren und reflektierende Kleidung

Bessere Sichtbarkeit beim Outdoorsport im Dunkeln erreichst Du vor allem durch Reflektoren oder reflektierenden Elemente an Kleidung oder Rucksäcken. So genannte High-Visibility-Produkte reflektieren mittels eingearbeiteten Fasern oder Aufdrucken einfallende Lichtstrahlen und sorgen so dafür, dass Du im Straßenverkehr  schneller gesehen wirst.

Aber auch fluoreszierende Produkte, die Tages- und Sonnenlicht verstärken, helfen beim besseren Gesehenwerden.

Produktserien für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln

  • Eine besonders gut reflektierende Kollektion bietet etwa Craft mit der Lumen Kollektion aus Weste, Sweater, Jacken, Longsleeves und Shorts.
  • Auch Outdoor-Ausrüster Vaude bietet mit seiner wetterfesten Luminum II Kollektion Jacken, Pants und Accessoires an, die mit rundum großflächig eingearbeiteten Reflexelementen aus großer Distanz gut sichtbar und sogar als Warnkleidung TÜV-zertifiziert sind. Für den Schulweg werden viele der Produkte in Kindergrößen angeboten.
  • Gore Wear sorgt ebenfalls mit leuchtenden Farben und strategisch platzierten Reflektoren dafür, dass Läufer auch an dunklen Tagen besser wahrgenommen werden – so beispielsweise mit der Wind-Laufjacke „Drive Jacke“ oder dem Midlayer „Thermo Jacke“.
Die Gore Wear Drive Jacke hat verborgene Reflex-Details, die nur dann sichtbar werden, wenn Licht durch das transparente Obermaterial direkt darauf fällt.

Gore Wear | New Balance

Die Gore Wear Drive Jacke hat verborgene Reflex-Details, die nur dann sichtbar werden, wenn Licht durch das transparente Obermaterial direkt darauf fällt.


2. Stirnlampen fürs Laufen im Dunkeln

Für deutlich mehr passive Sicherheit eignen sich auch gut sitzende, nicht blendende Stirn- und Brustlampen, die am besten mit Hinterkopf- und Rückleuchten und dazu ausreichend Power ausgestattet sind.

3. Helle Kleidung und leuchtende Accessoires

Auch helle Kleidung ist für eine bessere Sichtbarkeit hilfreich, denn sie hebt Dich bei Dunkelheit stärker vom Hintergrund ab. Ebenfalls gut: Accessoires wie Socken, Mützen oder Handschuhe in Neonfarben oder grellbunten Mustern.

So punkten zum Beispiel die DryFlx Multifunktionstücher von Buff mit ganzflächig reflektierendem Garn, 4-Wege-Stretch und schnellem Feuchtigkeitstransport.

4. Fahrradhelme für bessere Sichtbarkeit

Gerade Fahrradfahrer müssen wegen ihrer höheren Geschwindigkeit umso rechtzeitiger wahrgenommen werden. Schutz und bessere Sichtbarkeit bieten folgende Fahrradhelme:

  • Fahrradhelme mit Signalfarben samt reflektierenden Elementen wie beispielsweise Helme von POC
  • Helme ‚ohne‘ lassen sich mit Reflekt-Aufklebern oder Reflektorsprays zum Aufsprühen aufbessern.
  • Einige Helme, wie zum Beispiel der Finale Light 2.0 Fahrradhelm von Uvex oder der Kinder Spunto Kid Fahrradhelm von Scott, sorgen mit Rücklichtern und LED-Leisten für bessere Sichtbarkeit. Dank verschiedener Leucht- und Blinkmodi kann der Träger so gezielt auf sich aufmerksam machen.

5. Warnwesten und weitere Sichtbarkeitstipps

Das Risiko für einen (schweren) Unfall ist beim Radfahren wegen der erhöhten Geschwindigkeit höher als beim Laufen in Dunkelheit. Es lohnt sich also, wenn vor allem Radfahrer neben reflektierender Kleidung und Fahrradbeleuchtung zusätzlich „aufrüsten“, zum Beispiel mit Warnwesten und Fahrradtaschen mit Reflektoren.

Großflächig reflektieren zum Beispiel die Fahrradtaschen der High Visibility-Serie von Ortlieb. Die Taschen bestehen aus einem Cordurastoff mit Reflexgarn, damit leuchten selbst die klassisch schwarzen Bags.

Radfahren im Dunklen kann gefährlich werden - vor allem dann, wenn Dich Autofahrer nicht rechtzeitig wahrnehmen.

Ortlieb

Radfahren im Dunklen kann gefährlich werden – vor allem dann, wenn Dich Autofahrer nicht rechtzeitig wahrnehmen.


Warnwesten für den Oberkörper in Neonfarben und mit Reflektoren (sind in einigen europäischen Ländern bereits Pflicht) sind teils sogar mit LEDs in verschiedenen Leuchtmodi  ausgestattet. Hersteller wie VaudeSportful oder Endura haben hier ganze Kollektionen entworfen, die wortwörtlich Licht ins Dunkel bringen.

Warum gute Sichtbarkeit im Dunkeln überlebenswichtig ist

Eine dunkel gekleidete Person ist laut Messungen des ADAC bei schlechten Lichtverhältnissen erst aus etwa 25 bis 30 Metern Entfernung zu sehen. Fährt ein Auto 50 km/h, beträgt der Anhalteweg circa 28 Meter, es kommt also nicht mehr rechtzeitig zum Stehen.

Wäre die Person hell bekleidet, ist sie schon aus etwa 40 bis 50 Metern zu erkennen, mit Reflektoren versehen ab etwa 130 Metern.

Je früher Autofahrer wissen, was sie sehen, desto mehr Reaktionszeit haben sie.

Dank Reflektoren oder reflektierenden Elementen können Autofahrer Entfernung, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung von Radfahrern und Joggern schneller einschätzen. Generell gilt: Je früher Autofahrer wissen, was sie sehen, desto mehr Reaktionszeit haben sie und umso weniger unfallgefährdet sind alle Beteiligten.

Know-How: So funktionieren reflektierende Materialien

Wie funktionieren reflektierende und retroreflektierende Materialien?

Das können verspiegelte Mikro-Glasperlen, Mikro-Prismen oder Silberpartikel sein. Sie werden mit dünnen Folien oder Drucken aufgebracht und werfen Lichtwellen mehr oder weniger exakt dorthin zurück, von wo sie einfallen. Um allerdings überhaupt aktiviert zu werden, ist eine (künstliche) Lichtquelle erforderlich.

Was macht Stoffe und Materialien fluoreszierend?

Spezielle Fluoreszenzfarbstoffe werden in Fasern eingearbeitet oder als Pigmente aufgedruckt. Ohne vorherige Bestrahlung durch ultraviolettes Licht können sie das Licht auch nicht wieder abgeben. Sammeln sie genügend Licht erscheinen die Farbstoffe allerdings schon im Tageslicht heller als normale Farben. Fluoreszenzfarbstoffe stecken u.a. in optischen Aufhellern, diese wiederum sind auch in Waschmitteln gängig. Auch Euro-Geldscheine besitzen ins Papier eingearbeitete fluoreszierende Fasern.

Was sind phosphoreszierende Pigmente und Fasern?

Im Gegensatz zur Fluoreszenz hat die Phosphoreszenz die Eigenschaft, nach Ende der Bestrahlung weiterzuleuchten. Die aufgeladenen Pigmente und Fasern leuchten noch über Minuten oder gar Stunden im Dunklen weiter – je nach Bestrahlungsdauer und Eigenschaft.

Was sind Neon- bzw. Tagesleuchtfarben?

Neonfarben, auch Tagesleuchtfarben genannt, werden bereits durch das normale Tageslicht zum Leuchten angeregt. Der für das menschliche Auge unsichtbare UV-Anteil des Lichts wird durch die Farbmoleküle in sichtbares Licht umgewandelt. Tagesleuchtfarben sind im Vergleich zu normalen Farben also tatsächlich satter, heller, ihre Lichtausbeute ist brillant und sie haben eine starke Signalwirkung.

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