100 TageGeld zurück Kostenloser VersandAb 50€ in D und AT
Live Chat & Hotline+49(0)8024-902290 Kostenloser Rückversandin D und AT
magazine::magazine

Du wolltest immer schon mal auf Weltreise gehen, aber nie war der richtige Zeitpunkt? Lass Dich inspirieren von zwei echten Weltreisenden und packe es an: Die zehn wichtigsten Dinge, über die Du Dir im Vorfeld Gedanken machen solltest.

Träumst Du davon, einmal Deine eigene Weltreise zu machen? Raus aus dem Alltag und rein ins große Abenteuer? Du willst fremde Kulturen und Länder sehen, atemberaubende Erfahrungen machen, traumhafte Orte besuchen und etwas erleben, von dem Du noch Deinen Enkelkindern erzählen kannst? Worauf wartest Du dann noch?

Um den Globus ziehen

Bevor es überhaupt ans Planen der Weltreise geht, steht die wichtigste Entscheidung an: Mache Deinen Lebenstraum wahr, und zwar jetzt! | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Bevor es überhaupt ans Planen der Weltreise geht, steht die wichtigste Entscheidung an: Mache Deinen Lebenstraum wahr, und zwar jetzt! | Foto: Tobias Krüger

Das größte Problem bei Lebensträumen ist, dass sie oftmals Träume bleiben. Wir haben auf unseren eigenen Reisen viele junge Menschen getroffen, die uns sehnsüchtig ansahen und sagten: „Eines Tages werde ich auch um die Welt ziehen! Später, wenn ich in Rente bin.“ Doch dann trafen wir auf Rentner, die uns mit dem gleichen Blick anschauten und sagten: „Ihr macht das richtig Jungs, wenn ich noch so jung wäre wie ihr, dann würde ich auch um die Welt ziehen. Aber in meinem Alter geht das leider nicht mehr.“ Darum gibt es für alle, die von einer Weltreise träumen, eine goldene Regel:

Weltreise: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!

Gründe, warum es genau jetzt in diesem Moment noch nicht geht, gibt es immer. Das war von dem Augenblick Deiner Geburt bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt so, und das wird auch weiterhin so bleiben. Irgendetwas ist immer. Doch die Frage sollte nicht lauten: „Was hält mich davon ab, auf eine Weltreise zu gehen?“, sondern vielmehr: „Was muss ich machen, damit ich losstarten kann?“ Damit es Dir leichter fällt, diese Frage zu beantworten und Deinen Traum wirklich in die Tat umzusetzen, haben wir Dir zehn Tipps zum Weltreise planen zusammengestellt, die Dir dabei helfen können, den Schritt vom Träumen ins Handeln zu gehen.

1. Setze Dir einen festen Termin

Wann soll es definitiv losgehen und wielange soll die Weltreise dauern? Wieviele Orte willst Du auf Deiner Reise sehen und wieviel Zeit willst Du Dir dafür nehmen? | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Wann soll es definitiv losgehen und wielange soll die Weltreise dauern? Wieviele Orte willst Du auf Deiner Reise sehen und wieviel Zeit willst Du Dir dafür nehmen? | Foto: Tobias Krüger

Wenn Du wirklich losziehen willst, dann ist das Wichtigste, dass Du Dir einen festen Starttermin für Deine Weltreise auswählst. Er sollte so weit in der Zukunft liegen, dass Du stressfrei alle Vorbereitungen treffen kannst. Was gilt es zu klären und abzuschließen, bevor Du auf Deine Reise gehst? Welche Visa musst Du beantragen? Wie viel Zeit benötigst Du, um alles unter Dach und Fach zu haben? Gleichzeitig darf der Termin aber auch nicht soweit in der Zukunft liegen, dass Du Dein Ziel aus den Augen verlierst oder die Vorbereitungen noch nicht ernst nimmst. Es ist ein bisschen wie mit einer Prüfung. Wenn sie noch weit in der Zukunft liegt, fängt man nicht mit dem Lernen an, weil andere Dinge eine höhere Priorität haben. Wichtig ist außerdem, dass Du den geplanten Termin für Deine Weltreise ernst nimmst. Was bis dahin nicht erledigt wurde, das muss unerledigt bleiben. Wir haben uns für unsere große Reise ein Jahr an Vorbereitungszeit genommen und sind dabei am Ende ganz schön unter Zeitdruck geraten. Oft haben wir uns überlegt, ob wir den Termin nicht doch noch einmal verschieben sollten. Doch im Nachhinein wurde uns klar: wenn wir es getan hätten, dann wären wir jetzt noch immer zu Hause.

2. Entscheide Dich, wie Du unterwegs sein willst

Weltreisen sind nicht gleich Weltreisen. Der Begriff ist so vielfältig wie die Menschen, die sich auf eine solche Reise begeben. Jeder stellt sich darunter etwas anderes vor. Für die einen besteht eine Weltreise in einem Around-The-World-Ticket, mit dem man von Kontinent zu Kontinent fliegen und sich immer einen Teil davon anschauen kann. Für andere ist es das Reisen mit den landestypischen Verkehrsmitteln oder das Trampen von einem Land ins nächste. Wieder andere bevorzugen den Seeweg und verstehen unter einer Weltreise eine Kreuzfahrt oder einen gigantischen Segelturn. Dann gibt es die Fans von Wohnwägen oder Expeditionsmobilen, die ihre Reise mit ihrem eigenen mobilen Heim gestalten. Oder jene, die sich auf außergewöhnliche Fortbewegungsmittel wie Tuck-Tucks, Pferdekutschen, Mofas, Motorräder, Tretboote oder Heißluftballone spezialisieren. Und schließlich gibt es dann noch die Rad– und Fuß-Wanderer, die alle Strecken mit der eigenen Muskelkraft zurücklegen wollen. Keine dieser Arten ist besser oder schlechter. Jede hat ihren Vorteil und jede hat auch eine Reihe von Nachteilen.

Einer der ersten Schritte beim Weltreise planen ist die Entscheidung für das persönliche Reisegefährt. Ob Flugzeug, Fahrrad, Pilgerwagen - davon hängen viele weitere Entscheidungen ab. | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Einer der ersten Schritte beim Weltreise planen ist die Entscheidung für das persönliche Reisegefährt. Ob Flugzeug, Fahrrad, Pilgerwagen – davon hängen viele weitere Entscheidungen ab. | Foto: Tobias Krüger

Wichtig ist es daher, für Dich selbst klarzubekommen, welche Reisemethode Dir am besten entspricht. Ein eigenes Auto oder ein Bully haben zweifelsfrei den Vorteil, dass Du damit sehr unabhängig und gleichzeitig recht schnell unterwegs sein kannst. Du muss jedoch auch bedenken, dass Du viel Zeit hinter dem Steuer verbringst, dass Du das nötige Geld für den Sprit brauchst und dass es passieren kann, dass Du Dein Gefährt reparieren musst. Zu Fuß zu reisen ist deutlich günstiger, dafür brauchst Du aber auch bedeutend mehr Zeit. Die Reisemethode ist daher entscheidend für all Deine weiteren Pläne. Bedenke dabei auch, in welche Länder Du reisen willst. Denn nicht jede Reisetechnik ist in jedem Land umsetzbar.

3. Plane das Zeitfenster Deiner Weltreise

Je nachdem, auf welche Weise Du reisen willst, ist dafür auch ein anderer zeitlicher Rahmen und ein anderes Budget nötig. Wir haben uns bei unserer Reise für das Wandern entschieden, da es uns wichtig war, wirklich in Ruhe zu sein und jedes Land langsam kennenzulernen. Dafür braucht man natürlich sehr viel Zeit, und diese Art des Reisens ist auch nicht in allen Ländern möglich. Wenn Du Dir für Deine Weltreise ein Jahr Auszeit von Deinem Beruf nimmst, dann klingt das am Anfang nach einer sehr langen Zeit. Doch ein einzelnes Jahr ist schneller rum, als man glaubt. Zu Fuß haben wir in unserem ersten Jahr gerade einmal Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Andorra und den Norden von Italien bereist. Wer auf diese Weise die Welt kennenlernen will, braucht also Jahrzehnte, so dass es das Beste ist, einfach gleich ganz zu einem Nomaden zu werden. Mit Zügen, Flugzeugen und Autos bist Du natürlich wesentlich schneller unterwegs, doch auch hier ist es leicht, sich zu verschätzen. Die Welt ist groß und allein mit dem, was es alles in Deutschland zu sehen gibt, kann man Leben füllen. Überlege Dir also genau, wie viel Zeit Du Dir für Deinen Traum geben willst und nimm Dir für die Zeit nicht zu viel vor. Wenn Du auf Deiner Weltreise gestresster bist als in Deinem Job, dann hast Du definitiv etwas falsch gemacht.

4. Weltreise planen: Dein Reisebudget

Wichtigste Budgetposten auf der Weltreise: Essen, Trinken, Übernachten, Transport. | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Wichtigste Budgetposten auf der Weltreise: Essen, Trinken, Übernachten, Transport. | Foto: Tobias Krüger

Der zweite große Faktor, den Du genau bedenken solltest, ist der Faktor Geld. Denn dies ist der Hauptgrund, warum viele Menschen in unserer Gesellschaft ihre Lebensträume niemals verwirklichen. Egal wie viel wir verdienen, es scheint nie zu reichen, um wirklich frei zu sein. Und wenn doch, dann verbringen wir mit dem Arbeiten oft so viel Zeit, dass wir das Geld nicht mehr nutzen können. Überlege Dir daher gut, wie Du mit der Energieform Geld umgehen willst. Viele Weltreisende sparen sich über einen längeren Zeitraum einen Puffer an, von dem sie dann während ihrer Reise leben. Dies hat jedoch den Nachteil, dass Du jeden Tag mitbekommst, wie Dir Dein Reise-Rohstoff durch die Finger rinnt. Oft kommt es sogar vor, dass das Zeitfenster nicht wirklich aufgrund von Zeit, sondern auf Grund von Geld geschlossen wird. Bedenke, dass Du täglich etwas zu essen und zu trinken brauchst, dass Du irgendwo übernachten musst und dass Dich in den meisten Fällen auch Deine Transportmittel etwas kosten. Auch Deine Finanzsituation ist natürlich stark von Deiner Art des Reisens abhängig. Eine andere Methode ist das sogenannte Work-and-Travel.

Dabei suchst Du Dir unter der Reise immer wieder Möglichkeiten, Geld zu verdienen, mit denen Du dann Deine nächsten Schritte finanzierst. Dies hat den Vorteil, dass Du Dein Reisebudget immer wieder auffrischen kannst und mit etwas Glück gleich auch noch Einblicke in verschiedenste Tätigkeiten bekommst. Auf der anderen Seite hat es natürlich den Nachteil, dass Du einen Großteil Deiner Reise wieder mit Arbeiten verbringst und das oft in sehr schlecht bezahlten Verhältnissen und in Jobs, die Dir nicht unbedingt Erfüllung bieten. Auch ist es nicht überall einfach, eine Möglichkeit zum Arbeiten zu finden, vor allem, weil Du für die entsprechende Zeit ja auch noch eine Unterkunft und Verpflegung brauchst. Wenn Du dafür mehr zahlst, als Du mit Deiner Arbeit verdienst, dann hast Du nichts gewonnen. Damit Deine Reise nicht am Geld-Thema scheitert, Du aber auch nicht in ständiger Armut lebst und Gefahr läufst, den Spaß zu verlieren, musst Du eine Balance finden, die sich für Dich gut anfühlt. So kann man in einigen Ländern beispielsweise bei Pfarrern oder Rathäusern nach kostenlosen Schlafplätzen fragen, wenn man eine Isomatte und einen Schlafsack dabei hat. Auch Zelte sind eine gute Alternative zu Herbergen und Hotels.

5. Bereite Dich gut auf Dein Weltreise-Abenteuer vor

Wer sich unvorbereitet in sein großes Abenteuer stürzt, für den kann sich der Traum schon bald in einen Alptraum verwandeln. Bereite Dich daher gut auf Deine Reise vor, und zwar auf allen Ebenen: organisatorisch, körperlich und mental. Informiere Dich über die Länder, in die Du reisen möchtest, und achte darauf, ob Du ein Visum benötigst. Gut ist es auch, etwas über die politische Situation und die Kriminalität eines Landes zu wissen. Indien und Bangladesch beispielsweise sind ohne Frage schöne Länder, doch muss Dir klar sein, dass dort auch die dunkle Seite unserer Zivilisation beheimatet ist. Hier wirst Du mehr Leid finden, das durch die giftige Massenproduktion unserer Alltagsartikel erzeugt wird, als überall sonst auf der Erde. Bist Du bereit, Dir auch diesen Teil der Welt anzusehen?

Nicht nur planen und organisieren, auch körperlich und mental vorbereiten muss man sich auf die Weltreise. | Foto: Heiko Gärtner
Linkicon

Nicht nur planen und organisieren, auch körperlich und mental vorbereiten muss man sich auf die Weltreise und alles Neue. | Foto: Heiko Gärtner

Bereite Dich auch körperlich auf Deine Reise vor, damit Du nicht erst unterwegs feststellst, dass Du keine Anstrengung gewöhnt bist. Beschäftige Dich dabei mit Themen wie Erster Hilfe, Notfallapotheke und Krisenmanagement. Es kann immer wieder vorkommen, dass Du in brenzlige Situationen gerätst, und dann ist es gut, wenn Du sagen kannst: „Verdammt, das war fast so schwierig wie damals in meinem Training.“ Falls Du noch keine längeren Abenteuerreisen unternommen hast, ist es hilfreich, wenn Du erst einmal mit einigen Probereisen beginnst. Fange mit einer einwöchigen Wanderung oder Fahrradreise an oder trampe einmal quer durch Deutschland zu Deinen Großeltern und zurück. Es ist wichtig, dass Du ein Gefühl dafür bekommst, auf was Du Dich einlässt.

6. Habe eine Mission

Die Welt ist groß und als einzelner Mensch kann man sehr schnell darin verloren gehen. Daher ist es wichtig, immer ein Ziel vor Augen zu haben. Wenn Du sehr lange reist, wird das Reisen für Dich zum Alltag werden, und dann ist es wichtig, eine Aufgabe zu haben. Stalking Wolf, ein alter Apatchenscout hat immer gesagt: „Wo immer Du hingehst, gehe mit einer Frage! Denn nur dann kann die Welt Dir eine Antwort geben.“ Nimm Dir also die Zeit, um tief in Dich zu gehen, und frage Dich, warum Du auf Deine große Reise gehen willst. Was ist Deine Mission? Was ist der Sinn hinter der Reise? Was ist der rote Faden, der Dir Orientierung gibt? Wodurch dienst Du mit Deiner Reise dem Gemeinwohl unserer Erde? Reisen erweitert den Geist und Du wirst auf Deiner Weltreise wahrscheinlich viele alte Gedankenkonzepte über Bord werfen und neue Erkenntnisse gewinnen.

Was ist das Ziel Deiner Reise? Die Welt entdecken? Zu Dir selbst finden? Welche Antworten suchst Du beim Reisen? | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Was ist das Ziel Deiner Reise? Die Welt entdecken? Zu Dir selbst finden? Welche Antworten suchst Du beim Reisen? | Foto: Tobias Krüger

Frage Dich also, ob Du wirklich nur auf eine reine Ego-Reise aufbrechen willst, mit der Du hinterher bei Deinen Freunden punkten kannst, oder ob es um ein tieferes Erlebnis gehen soll. Werde wieder zum Forscher und Entdecker. Natürlich ist es auch nett, als Tourist zu reisen, sich nur die Sehenswürdigkeiten anzuschauen und lauter Trophäen für das Fotoalbum zu sammeln. Doch willst Du wirklich immer nur Kunde und Fremder sein? Oder willst Du ein Land als Forscher entdecken? Seinen Geheimnissen auf die Spur kommen und Dir die Kulturen mit einer tiefen Neugierde anschauen? Was wolltest Du schon immer über die Welt wissen? Oder über Dich selbst? Und dann gib Deiner Reise ein Ziel, ein Motto und eine Mission. Du wirst merken, dass auch die Menschen anders auf Dich reagieren, wenn sie in Deiner Reise einen Sinn erkennen können.

7. Packe mit Bedacht

Alles, was für die Dauer der Weltreise Dein Besitz ist, wirst Du immer bei Dir tragen beziehungsweise in Deinem Reisegefährt aufbewahren. Daher ist es wichtig, die Balance zwischen zu viel und zu wenig Hab und Gut zu finden. Wenn Du mit dem Rucksack unterwegs bist, wirst Du kaum Luxus bei Dir tragen können. Wenn Du längere Strecken wandern willst, darfst Du nicht mehr als ein Sechstel Deines Körpergewichtes in Deinen Rucksack packen. Das bedeutet jedoch, dass Du sehr spartanisch unterwegs sein musst, was Dir auf Dauer auch viel Freude nehmen kann. Wir haben uns als Wanderer daher für Pilgerwagen entschieden, die man an der Hüfte hinter sich herziehen kann. Dadurch bekommt man die Möglichkeit, bis zu 50 Kilogramm bei sich zu haben, ohne dass man sie großartig spürt. Der Nachteil ist natürlich, dass Du nicht mehr alle Wege damit gehen kannst und dass Steigungen umso anstrengender werden. Bedenke beim Packen auch, dass Du immer noch etwas Platz und Gewicht für Essen und Trinken brauchst.

8. Weltreise planen: Mach Dir einen Notfallplan

Mit wem möchtest Du Deine Reise zusammen unternehmen? Oder bist Du lieber allein unterwegs und schließt Dich unterwegs spontan mit anderen Reisenden zusammen? | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Mit wem möchtest Du Deine Reise zusammen unternehmen? Oder bist Du lieber allein unterwegs und schließt Dich unterwegs spontan mit anderen Reisenden zusammen? | Foto: Tobias Krüger

Egal wie vorsichtig Du bist und wie gut Du Deine Reise vorbereitest, es kann immer etwas schief gehen. Für diesen Fall brauchst Du einen Notfallplan. Achte also darauf, dass Du immer mindestens so viel Geld zurückbehältst, dass es für eine spontane Heimreise reicht. Auch eine gute Auslandskrankenversicherung ist wichtig, für den Fall, dass Du in einen Unfall gerätst oder eine heftige Krankheit bekommst. Wenn Du längere Zeit unterwegs bist, lohnt es sich vielleicht sogar, Deine normale Krankenversicherung gegen eine Auslandsversicherung zu tauschen. Hier gibt es einige, die nur einen Bruchteil vom üblichen Beitrag kosten und als einzige Voraussetzung haben, dass Du Dich nicht länger als eine bestimmte Zeit innerhalb von Deutschland aufhalten darfst. Achte außerdem darauf, dass Du immer eine Notfallausrüstung dabei hast. Dazu gehören immer genügend Vorräte, angepasst an die Region, in der Du gerade bist, sowie Erste-Hilfe-Materialien, und alles, was Du zum Reparieren Deines Reisegefährtes brauchst.

9. Beginne vor Deiner Haustür

Die meisten Menschen, die von einer Weltreise träumen, streben als allererstes in die fernsten Länder der Welt. Doch dort liegt die Gefahr, dass man mit den fremden Eindrücken überfordert ist. Allein in Europa gibt es so viele kulturelle Unterschiede, dass wir vieles nicht verstehen können. Selbst über Deutschland wissen wir im Allgemeinen sehr wenig, und von unseren Nachbarländern haben wir kaum noch eine Idee. Wer jedoch die Fremde erkunden will, sollte auch ein Verständnis für seine eigene Kultur haben. Es ist der natürliche Weg, vom Nahen in die Ferne zu reisen, nur so kommt auch unsere Seele auf unserer Reise mit. Daher ist es ratsam, sich seine Reiseziele so zu legen, dass man mit den nächstliegenden beginnt und sich immer weiter wegbewegt, bis man schließlich auf der anderen Seite wieder ankommt.

10. Lass dir Zeit

Sehenswürdigkeiten abhaken oder Orte und Menschen kennenlernen? | Foto: Tobias Krüger
Linkicon

Sehenswürdigkeiten abhaken oder Orte und Menschen kennenlernen? | Foto: Tobias Krüger

Das Wort Weltreise erschafft automatisch die Illusion oder die Idee, dass man dabei die ganze Welt bereisen würde. Dies erzeugt einen ungeheuren Druck, und wenn man sich der Vorstellung hingibt, wirklich alles sehen zu wollen, dann wird man schon sehr bald enttäuscht sein. Die Erde ist unglaublich groß und es reichen keine hundert Menschenleben aus, um sie komplett zu sehen. Selbst dann, wenn man wie wir zu Fuß unterwegs ist, sieht man doch immer nur einen schmalen Abschnitt von jedem Land und verpasst 1.000 andere schöne oder spannende Dinge. Wer sich in den Kopf setzt, in der begrenzten Zeit so viel wie möglich sehen zu wollen, der wird irgendwann zu einem reinen Abhaktouristen werden: Eiffelturm: Check! Grand Canyon: Check! Chinesische Mauer: Check! Doch am Ende hat man von allem nichts gesehen, weil man in Gedanken bereits beim Planen des nächsten Reiseziels war. Die Reise artet in Stress aus und am Ende ist sie vorbei, ohne dass man es überhaupt wirklich mitbekommen hat. Wer also seine Weltreise vor allem anhand seiner Fotos von zu Hause aus erleben will, für den ist das die richtige Methode. Doch wer wirklich etwas sehen will, für den gilt eine goldene Regel: Lass Dir Zeit und lebe im Jetzt!

Nimm jeden Ort, an dem Du Dich gerade befindest, mit allen Sinnen wahr. Wenn es Dir irgendwo gefällt, dann bleib ruhig eine Weile und schau Dir alles genauer an. Oft ist es sinnvoller, eine kleinere Anzahl von Ländern auszuwählen und diese intensiver zu erleben, als eine große Anzahl nur sporadisch und oberflächlich kennen zu lernen. Frage Dich immer: Will ich das Land bereisen, damit ich hinterher behaupten kann, ich habe es gesehen, oder will ich es bereisen, weil ich es wirklich kennenlernen möchte? Nimm ganz bewusst die Gerüche, Geräusche und Gefühle wahr, die in einer Region vorherrschen. Warum leben die Menschen hier so und nicht anders? Und lass Dir stets genügend Zeit, um die vielen Eindrücke auch zu verarbeiten. Wenn Du Dir hundert Dinge an einem einzigen Tag anschaust, dann wird jedes einzelne dabei im Wirrwarr verblassen.

Weitere Reisethemen im Bergzeit Magazin:

Tobias Krüger

...ist Wildnislehrer und Mediator und arbeitet im Bereich Wildnis, Survival, Umweltbildung und Naturmedizin. Er besuchte u. a. verschiedene Mayakulturen in Guatemala und einige Aborigine-Stämme in Australien, um deren Heilwesen aufzunehmen. Tobias ist begeisterter Kletterer, Abenteurer und Forscher. Gemeinsam mit Heiko Gärtner hat er viele Expeditionen weltweit als Extremjournalist unternommen. Dabei haben sie u.a. auf Island in den Vogelfelsen gelebt, sind als Obdachlose durch Deutschland gereist und haben als erstes blind die Zugspitze bestiegen. Ab dem 01.01.2014 hängen sie ihr sesshaftes Leben endgültig an den Haken und brechen auf zu einer dreißigjährigen Weltreise, um den Geheimnissen des Lebens auf den Grund zu gehen. Pfeil Alle Artikel von Tobias Krüger