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Welche passt zu mir?

Deuter Kid Comfort Kindertragen: Test und Vergleich

15 Minuten Lesezeit
Von Vollausstattung bis Leichtmodell: Wie unterscheiden sich die aktuellen Deuter-Kindertragen Kid Comfort, Kid Comfort Pro und Kid Comfort Active (SL)? Und für wen ist welche Deuter Kraxe geeignet? Das klärt unser ausführlicher Vergleichstest.

Wir haben vier Bergsportler (drei Väter und eine Mutter, jeweils mit Kind im Alter von ein bis drei Jahren) gebeten, die aktuelle Kindertragen-Serie von Deuter zu testen. Im Vergleichstest mit dabei sind die Nachfolgemodelle der Deuter-Klassiker Kid Comfort 1, 2 und 3, die für die Saison 2019 ein Update erhielten.

Unsere Tester sollten herausfinden, welche Deuter-Kindertrage ihre Ansprüche am besten erfüllt. Auf einer gemeinsamen Wanderung haben sie die Kraxen durchgetauscht und im direkten Vergleich ausprobiert. Hier erfährst Du im Detail, was den Testern an den Deuter Kid Comfort Tragen gefallen hat und was nicht.

Hier findest Du die getesteten Deuter-Tragen im Shop:

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Deuter-Kraxen

Die vier Kindertragen-Modelle von Deuter unterscheiden sich hauptsächlich in diesen Punkten:

  • Stauraum und Zusatzausstattung
  • Rückensystem
  • Polster/Kissen und Kopfstützen für das schlafende Kind
  • Gewicht
  • Preis

Das Topmodell der Deuter-Kindertragen-Serie ist die Kid Comfort Pro. Das Nachfolgemodell der Kid Comfort 3 bietet noch mehr Zusatzausstattung als das Standardmodell Kid Comfort (Nachfolger zur Kid Comfort 2), etwa einen abnehmbaren Daypack und eine höhere Kopfstütze für das Kind, in die das fest integrierte Sonnendach verstaut wird. Die Fächerverteilung ist ansonsten identisch.

Beide Modelle haben den Aircomfort Sensic Vario-Netzrücken, der auf sehr hohen Komfort und Belüftung setzt. Ein weiterer Unterschied findet sich am Hauptfach: dieses ist nur bei der Kid Comfort mit Reißverschluss versehen – alle anderen Deuter-Tragen haben ein offenes Hauptfach mit einem Einhak-Verschluss, den man festzurren kann. Über die Vor- und Nachteile dieser „offenen“ Gepäcklösung, erfährst Du unten im Test mehr.

Bei einer Wanderung am Taubenberg mit Kraxenwechsel haben unsere großen und kleinen Tester die Deuter Kindertragen im Vergleich getestet.

Bergzeit

Bei einer Wanderung am Taubenberg mit Kraxenwechsel haben unsere großen und kleinen Tester die Deuter Kindertragen im Vergleich getestet.


Pause und Wechsel der Kindertragen, bevor es in die nächste Testrunde geht.

Bergzeit

Pause und Wechsel der Kindertragen, bevor es in die nächste Testrunde geht.


Die beiden Leichtmodelle Kid Comfort Active und Kid Comfort Active SL sind mit dem Lite Air Kontaktrücken mit einem leichteren Rückensystem ausgestattet, wodurch sich das Gewicht der Kraxe deutlich reduziert. Bei der SL-Variante (Damenmodell) ist der Rücken zudem speziell auf die weibliche Anatomie zugeschnitten.

Die Ausstattung der Active-Tragen ist auf das Wesentliche reduziert, das Hauptfach ist jedoch ebenso groß wie bei der Pro-Version. Gespart wird an den kleinen Zusatzfächern (zum Beispiel nur eine Hüftgurttasche), am Sonnendach und beim Kinnpolster. Die Polsterung des Sitzbereiches für das Kind ist bei den Active-Modellen dünner, bei Kid Comfort und Kid Comfort Pro dagegen bietet das Kinnpolster zusätzlich eine seitliche Stütze, wenn das Kind schläft.

Bei den Kid Comfort Active-Tragen sind die Seitenflügel aus Mesh mit einer leichten Polsterung am oberen Rand und das Kinnpad ist dünner. Trotzdem schläft es sich darauf gut...

Franziska von Treuberg

Bei den Kid Comfort Active-Tragen sind die Seitenflügel aus Mesh mit einer leichten Polsterung am oberen Rand und das Kinnpad ist dünner. Trotzdem schläft es sich darauf gut…


... außer der Kopf kippt zur Seite. Dann fehlt eine seitliche Stütze.

Franziska von Treuberg

… außer der Kopf kippt zur Seite. Dann fehlt eine seitliche Stütze.


Alle Kid Comfort Tragen sind ausgelegt für maximal 18 Kilo Körpergewicht plus vier Kilo Gepäck (Höchstgewicht maximal 22 Kilogramm Zuladung). Deuter gibt kein Mindestalter vor, aber das Kind sollte in jedem Fall bereits selbständig stabil und aufrecht sitzen können.

Außerdem verfügen alle neuen Kid Comfort Tragen über folgende gleiche Grundausstattung:

  • den Kid Comfort Kindersitz inkl. Einstellmöglichkeiten
  • die höhenverstellbaren Fußstützen
  • stabile, einklappbare Stütze zum Abstellen der Trage
  • PFC-freie, schmutz- und wasserabweisende Imprägnierung
  • TÜV-Zertifikat

Alle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Deuter Kindertragen haben wir in der Tabelle detailliert zusammengefasst.

Tabelle: technische Daten, Ausstattung und Zubehör im Vergleich

ModellKid Comfort ProKid ComfortKid Comfort ActiveKid Comfort Active SL
KategorieTop-ModellStandardmodellLeichtgewichtsmodellDamenvariante des Leichtgewichtsmodells
Zuladung12l+10*14l*12l*12l*
Gewicht3.550g3.230g2.680g2.650g
Preis359,95€299,95€239,95€239,95€
Fächer/Stauraumoffenes Hauptfach mit Zurrverschluss,
abnehmbarer Daypack (10l),
Frontfach,
zwei Taschen an Seitenflügeln,
zwei RV-Taschen am Hüftgurt
Hauptfach mit RV,
Frontfach,
zwei Taschen an Seitenflügeln,
zwei RV-Taschen am Hüftgurt
offenes Hauptfach mit Zurrverschluss und Mesh,
elastische Fronttasche,
eine RV-Tasche am Hüftgurt
offenes Hauptfach mit Zurrverschluss und Mesh,
elastische Fronttasche,
eine RV-Tasche am Hüftgurt
RückensystemAircomfort Sensic Vario NetzrückenAircomfort Sensic Vario NetzrückenLite Air KontaktrückenLite Air Kontaktrücken
PassformunisexunisexunisexSlim Line (spezielle Passform für weibliche Anatomie)
Verstellbarkeit Rückenlängestufenlos (VariSlide-System)stufenlos (VariSlide-System)in Stufen (VariQuick-System)in Stufen (VariQuick-System)
Kopfstützehohe Kopfstütze hintennormale Kopfstütze normale Kopfstütze normale Kopfstütze
Kinnpolster/Kissendickeres Kissen mit seitlichem Polsterdickeres Kissen mit seitlichem Polsterdünnes Kissen ohne seitliches Polsterdünnes Kissen ohne seitliches Polster
Seitenflügel Kindersitzdicker gepolstert, mit Tasche außengepolstert, mit Tasche außendünn und aus Meshdünn und aus Mesh
Zubehörmitgelieferter Daypack,
Rückspiegel,
Trinkblasenfach (bis 3l),
fest integriertes Sonnendach
Trinkblasenfach (kompatibel bis 3l),
separates Sonnendach mitgeliefert
breiteres Kinnpolster nachrüstbar,
Sonnendach nachrüstbar (grau)
breiteres Kinnpolster nachrüstbar,
Sonnendach nachrüstbar (grau)
* Die Volumenangaben gelten für das Hauptfach (bei Kid Comfort Pro auch für den Daypack). Die kleineren Einstecktaschen und sonstigen Fächer werden bei der Volumenangabe nicht berücksichtigt (im Unterschied zu früheren Deuter-Kraxen).
  • Tipp: Zusatzausstattung für Deuter Kindertragen wie Regenschutz oder Sonnendach findest Du bei Bergzeit unter Deuter Rucksackzubehör.

Gesamtfazit: Welche Deuter Kindertrage für welchen Einsatz?

Ungeachtet der Unterschiede in Ausstattung und Rückensystem sind alle vier getesteten Deuter-Kraxen sehr hochwertig in der Verarbeitung, robust im Material und durchdacht in den Details – wie man es von Deuter gewohnt ist. Ausschlaggebend für die Wahl eines bestimmten Modells ist der Einsatzbereich. Vor der Auswahl solltest Du Dir daher in jedem Fall überlegen, wofür Du die Kraxe brauchst und bei welcher Art von Touren sie hauptsächlich zum Einsatz kommen soll.

Im Test: Die vier Deuter-Modelle Kid Comfort Pro, Kid Comfort, Kid Comfort Active und Active SL.

Bergzeit

Im Test: Die vier Deuter-Modelle Kid Comfort Pro, Kid Comfort, Kid Comfort Active und Active SL.


  • Wenn Du oft und länger mit der Kindertrage unterwegs bist und auch Mehrtages- oder Hüttentouren damit machen möchtest, solltest Du zu den Modellen Kid Comfort oder Kid Comfort Pro greifen, da sie mehr Tragekomfort und Stauraum bieten.
  • Für alle Zweier-Teams am Berg (allein mit Kind), die auch mal länger unterwegs sein wollen, ist aufgrund der Zuladungsmöglichkeiten das Pro-Modell zu empfehlen. Durch den vorne fixierbaren Daypack ist – sofern man dies möchte – alles Notwendige unterwegs griffbereit, ohne die Kraxe abzusetzen.
  • Wenn Du die Kraxe wenig nutzt oder hauptsächlich kürzere Touren damit unternimmst (zum Beispiel vom Parkplatz zur Alm), dann sind die leichten und günstigen Active-Modelle mit der Basisausstattung völlig ausreichend – insbesondere wenn du mit Partner unterwegs bist, der auch noch einen Rucksack trägt.
  • Auch wenn für Dich ein knappes Kilo weniger Gewicht einen Unterschied macht, sind die Active-Modelle Deine Option.
  • Wenn Du schmal gebaut bist oder eine kürzere Rückenlänge hast, solltest Du die Active SL ausprobieren. Gerade wenn Du als Frau die Kraxe häufiger selbst tragen möchtest, können wir die Damenvariante empfehlen.
  • Tipp: Schläft Dein Kind viel in der Trage, dann kannst Du auch bei den Active-Modellen das breitere Kinnpolster nachzurüsten.

Zusammenfassend bieten die Modelle Kid Comfort Pro und Kid Comfort mehr Tragekomfort, etwas mehr Komfort fürs Kind (breiteres Schlafpolster) und mehr Ausstattung – dafür aber auch einen ordentlichen Preis und mehr Gewicht. Je nach Einsatzbereich ist dieses „Mehr“ nötig oder eher überflüssig.

  • Tipp: Da das individuelle Tragegefühl sehr unterschiedlich sein kann, solltest Du die Kindertragen vor dem Kauf mit Realgewicht ausprobieren.

Wenn Du Dich detailliert zu den einzelnen Modellen informieren willst oder noch unsicher bist, welche Deuter-Kindertrage zu Dir passt, findest Du im Folgenden alles, was Du wissen musst.

Video: Deuter Kindertragen im Test

Einzeltests: Kid Comfort, Kid Comfort Pro und Kid Comfort Active (SL)

Im Test: Die vier Deuter-Modelle Kid Comfort Pro, Kid Comfort, Kid Comfort Active und Active SL.

Bergzeit

Im Test: Die vier Deuter-Modelle Kid Comfort Pro, Kid Comfort, Kid Comfort Active und Active SL.


Testbericht zur Deuter Kid Comfort Pro

Die Kid Comfort Pro ist das Topmodell in Deuters Kraxenserie – und das merkt man auch. Die umfangreichere Ausstattung und der großzügige Stauraum kommen bei allen Testern gut an und werden als Plus speziell gegenüber den spartanischeren Active-Modellen gesehen. Durch das Aircomfort-Rückensystem bietet die Pro-Variante – ebenso wie die Kid Comfort – ausreichend Komfort für längere Touren oder Mehrtagestouren. Das gilt auch fürs Kind, das mit dem breiten Kinnpolster und der hohen Kopfstütze beim Schlafen besser unterstützt wird.

Der vorne an den Schultergurten fixierbare Daypack ist grundsätzlich sehr praktisch für den schnellen Zugriff auf Snacks oder Windeln – gerade wenn man allein unterwegs ist. Wen er stört oder wer den zusätzlichen Stauraum nicht braucht, kann ihn zuhause lassen.

Das gefälltDas stört
flexibles Hauptfach, das viel Zuladung fasstTrinkblasenfach ist extrem klein und schmal geschnitten
die große Anzahl an Fächern und Taschen (viel Platz, auch für Accessoires), schneller Zugriff auf Karte, Kindertrinkflasche o.ä.Sonnenschutz lässt sich im vorgesehenen Fach schwer verstauen (eng, so dass Reißverschluss schwer zu geht)
komfortable Polsterung fürs Kind rundum (hohes Kopfteil, stärker gepolsterte Seitenflügel)Der Tragegriff ist bei der Pro weiter unten angebracht, weil oben das Sonnendach verstaut wird. Das stört beim Öffnen des Verschlusses für das Frontfach.
breites Kinnpolster stützt Kopf beim Schlafen seitlich
Tragesystem, sehr gute Lastübertragung

Stauraum und Tragekomfort waren ausschlaggebend, dass die Deuter Kid Comfort Pro von zwei Testern zum Favorit erklärt wurde: Weil man mit dieser Kraxe allein mit Kind lange Strecken wandern kann, und weil sie für Hüttentouren genug Zuladung bietet (und den Komfort, dieses zusätzliche Gewicht zu (er)tragen).

Für wen eignet sich die Deuter Kid Comfort Pro besonders?

  • Für alle, die Wert auf Vollausstattung und einen besonders hohen Tragekomfort legen – sofern ein knappes Kilo mehr auf dem Rücken und ein paar Euro weniger auf dem Konto nicht ins Gewicht fallen
  • Für Mehrtagestouren und Hüttentouren
  • Für alle Zweier-Teams am Berg (allein unterwegs mit Kind)
Kleines Gadget: in der Hüfttasche der Kid Comfort Pro befindet sich ein Rückspiegel. Der Daypack lässt sich bei der Kid Comfort Pro  vorn an den Schulterträgern anbringen. Nicht alle Tester fanden das praktisch gelöst, aber es erlaubt in jedem Fall schnellen Zugriff ohne die Kraxe abzusetzen.

Franziska von Treuberg

Kleines Gadget: in der Hüfttasche der Kid Comfort Pro befindet sich ein Rückspiegel. Der Daypack lässt sich bei der Kid Comfort Pro vorn an den Schulterträgern anbringen. Nicht alle Tester fanden das praktisch gelöst, aber es erlaubt in jedem Fall schnellen Zugriff ohne die Kraxe abzusetzen.


Deuters Top-Modell im Bergzeit Shop: Die Kid Comfort Pro

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Testbericht zur Deuter Kid Comfort

Die Deuter Kid Comfort bringt eine solide Ausstattung – quasi die Basics einer Kindertrage und etwas mehr. Sie verfügt über ein mitgeliefertes Sonnendach, die gleiche Anzahl an Fächern wie die Pro-Variante und den selben Stauraum ohne den abnehmbaren Daypack. 

Auch der Tragekomfort deckt sich, wobei die Kid Comfort mit bei etwas weniger Gewicht (immerhin 300 Gramm) und niedrigerem Preis (60 Euro) als das Top-Modell zu Buche schlägt. Damit ist sie sowohl für längere als auch kürzere Tagestouren mit mittlerem/normalem Gepäckvolumen zu empfehlen. Für das Kind ist das breitere Kinnpolster im Vergleich zu den leichteren Active-Modellen die komfortablere Variante, wenn es unterwegs viel oder lange schläft.

Überraschenderweise scheint das Reißverschluss-Hauptfach im direkten Vergleich mit dem „offenen“ Zwölf-Liter-Hauptfach der anderen Modelle tatsächlich eher weniger Stauraum zu bieten, obwohl mit 14 Litern sogar etwas mehr Volumen angegeben ist. Grund dafür ist der Reißverschluss, der beim Vollpacken etwas einengt. 

Mit dem offenen Einhak- und Zurrsystem der anderen Modelle ist man aus Sicht der Tester deutlich flexibler, da auch mal etwas überstehen oder raushängen kann. Dafür ist die Ladung im Reißverschlussfach besser geschützt, was immerhin für einen Tester mit ausschlaggebend war, sich für die Deuer Kid Comfort zu entscheiden. Kleiner Nachteil: Für das Sonnendach ist kein Staufach vorgesehen, sollte man es unterwegs abnehmen wollen.

Das gefälltDas stört
Sinnvoll: Sonnendach ist dabei (braucht man ja eh)Kein "fixer" Platz, um das Sonnendach zu verstauen
vorteilhafte Form des HauptfachsDas Schließen des Reißverschlusses am Hauptfach ist vollgepackt eine Herausforderung
hat die meisten ReißverschlussfächerFach für Trinksystem extrem klein/eng (Trinkblase geht kaum rein)
Tragesystem, sehr gute Lastübertragungein mittelgroßes Fach wäre noch wünschenswert (neben den vielen kleinen)
Vergleich der Kopfstütze: Bei der Pro (rechts) ist sie hinten etwas höher als bei der Kid Comfort (links), da dahinter das Sonnendach verstaut wird.

Bergzeit

Vergleich der Kopfstütze: Bei der Pro (rechts) ist sie hinten etwas höher als bei der Kid Comfort (links), da dahinter das Sonnendach verstaut wird.


Das Sonnendach lässt sich mit den kleinen Steckschließen vorn gut anbringen, aber nicht fest abspannen.

Franziska von Treuberg

Das Sonnendach lässt sich mit den kleinen Steckschließen vorn gut anbringen, aber nicht fest abspannen.


Für wen eignet sich die Deuter Kid Comfort besonders? 

  • Komfortbewusste, die nicht zu viel bezahlen wollen
  • Für längere Touren
  • Für alle, denen gute Belüftung (bei moderatem Gewicht) wichtig ist
  • Für alle, die besten Komfort für das Kind suchen

Wer auf Komfort setzt, dem bietet die Deuter Kid Comfort ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Du Dir unsicher bist, ob Pro-Variante oder Standardmodell, dann frage Dich einfach: Sind Dir der Daypack und das fest integrierte Sonnendach inkl. Staufach bei der Deuter Kid Comfort Pro 60 Euro mehr wert? Darüber hinaus sind die Unterschiede nämlich wirklich gering.

Video: Staufächer im Vergleich

Preis, Leistung & Komfort: die Deuter Kid Comfort Kindertrage im Bergzeit Shop.

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Testbericht zur Deuter Kid Comfort Active (SL)

Kid Comfort Active und Kid Comfort Active SL sind die Lite-Versionen der Deuter Kindertragen. Sie bieten trotz reduzierter Ausstattung wider Erwarten viel Stauraum. Im praktischen Hauptfach mit Zurrverschluss lässt sich sehr viel unterbringen. Zusammen mit der elastischen Fronttasche bieten die Kraxen Platz für das Wichtigste – lediglich eine zweite Tasche am Hüftgurt hätten sich die Tester noch gewünscht.

Die geringere Ausstattung (weniger Taschen, kein Trinkblasenfach, Sonnenschutz nicht inklusive) und der Stauraum sind für kürzere Tages- oder Halbtagestouren ausreichend – oder wenn der Tourenpartner noch zusätzliches Gepäck tragen kann. Auch das Preisniveau passt zur Leistung der Kinderkraxe. Wem etwas fehlt, der kann zumindest den Sonnenschutz und das breitere Kinnpad nachrüsten. Positiv zu bewerten ist das geringe Gesamtgewicht, was immerhin für einen Tester ausschlaggebend war, die Kid Comfort Active als Favorit zu wählen.

Das gefälltDas stört
Offenes Hauptfach bietet viel StauraumKein Fach für Trinkblase und auch sonst kein Fach, wo man unterwegs rankommt (z.B. für Trinkflasche)
Elastische Fronttasche ist praktischnur eine Tasche am Hüftgurt - zu wenig Platz für Kleinkram
Kraxe ist spürbar leichterschmaleres Kinnpolster bietet beim Schlafen keinen seitlichen Halt für den Kopf. Unser Tipp: nachrüsten!
Kontaktrücken angenehm und für Lite-Variante sehr bequem
Die leichte und günstigere Kid Comfort Active (SL) fasst im Hauptfach genauso viel Zuladung wie die teureren Deuter-Kindertragen. Tipp: Ein Packsack schützt die Ladung im offenen Fach zusätzlich.

Bergzeit

Die leichte und günstigere Kid Comfort Active (SL) fasst im Hauptfach genauso viel Zuladung wie die teureren Deuter-Kindertragen. Tipp: Ein Packsack schützt die Ladung im offenen Fach zusätzlich.


Lediglich an den Seitentaschen und einer Hüftgurttasche wird gespart. Die elastische Fronttasche bietet Platz für Accessoires, eine Trinkflasche, Mütze o.ä.

Bergzeit

Lediglich an den Seitentaschen und einer Hüftgurttasche wird gespart. Die elastische Fronttasche bietet Platz für Accessoires, eine Trinkflasche, Mütze o.ä.


Für wen eignet sich die Kid Comfort Active besonders?

  • Für alle, die auf niedriges Gewicht Wert legen
  • Für Familientouren mit kürzeren Trageintervallen
  • Für Touren, bei denen das Kind viel selber läuft und nur ab und zu in die Kraxe will
  • Wenn Du die Kraxe nur sporadisch nutzt und nicht viel Geld ausgeben willst

Weniger Gewicht und reduzierte Ausstattung: Deuters Leichtgewicht im Bergzeit Shop

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Slim Line: Was unterscheidet die Kid Comfort Active SL?

Wenn Du als Frau die Kraxe häufig tragen möchtest, lohnt es sich durchaus, die Deuter Kid Comfort Active SL näher anzuschauen. Immerhin ist das Tragesystem dieser Kraxe mit schmaleren, enger angesetzten Trägern, konischen Hüftflossen und einer kürzeren Rückenlänge ideal auf die weibliche Anatomie abgestimmt. Das setzt allerdings vorraus, das man in Sachen Körperbau und -größe in dieses Schema passt. (Mehr dazu siehe oben beim Thema Lite Air Kontaktrücken)

Ich selbst habe das „Frauenmodell“ auf kürzeren Touren getragen und finde sie mit den SL-Rücken und das geringere Gewicht wirklich bequem. Wenn ich unser Kind selbst öfter tragen würde, dann mit der Deuter Kid Comfort Active SL! Auch mein mittelgroßer, schlanker Mann findet die Kraxe grundsätzlich bequem zu tragen – für ihn war aber letztendlich die Belüftung ausschlaggebend, weshalb er sich für eines der Modelle mit Netzrücken entschieden hat. Abgesehen vom frauenspezifischen Tragesystem sieht auch die türkise Farbe einfach toll aus (auch wenn das kein Kriterium ist).

Am kurzen Rücken sitzt die Active SL super. Ob auch die schmalen und enger geschnittenen Schulterträger bequem sind, hängt vom Körperbau ab.

Bergzeit

Am kurzen Rücken sitzt die Active SL super. Ob auch die schmalen und enger geschnittenen Schulterträger bequem sind, hängt vom Körperbau ab.


Die Kid Comfort Active SL können auch schmal gebaute, mittelgroße Männer tragen.

Franziska von Treuberg

Die Kid Comfort Active SL können auch schmal gebaute, mittelgroße Männer tragen.


Die SL-Passform: Nur für Frauen?

Neben einer Testerin und der Autorin haben auch drei Männer die Kid Comfort Active SL-Trage ausprobiert und finden sie insgesamt von der Passform in Ordnung. Sie ist für mittelgroße Männer (ca. 1,84 Meter) in der längsten Einstellung noch okay.

Ob sie an den Schultern bequem sitzt, kommt auf den Körperbau an. Schmaler gebaute Personen können sie gut tragen, bei breiteren Schultern können die Schulterträger etwas einschneiden – das ging im Übrigen auch einer Testerin so! Für sie waren die breiteren Unisex-Träger beim Aircomfort-Rücken deutlich bequemer, da es weniger Druckstellen gab. Bei der SL-Trage gilt also: Anprobieren, denn es kommt auf den Körperbau an, ob sie bequem sitzt.

Für wen eignet sich die Active SL (das Damenmodell) besonders?

  • Für Frauen und Männer mit schmaleren Schultern und eher kürzerer Rückenlänge
  • Für alle, die es gerne so leicht wie möglich haben

Wie bewährt sich der Kid Comfort Kindersitz?

Der Kid Comfort Kindersitz wurde beim Update 2019 im Vergleich zu den Vorgängermodellen Kid Comfort 1, 2 und 3 verändert. Nun ist der Sitz bei allen vier Deuter-Modellen baugleich. Die Schultergurte für das Kind und die Sitzfläche sind höhenverstellbar und damit an die Größe des Kindes anpassbar.

Ist der Sitz höher eingestellt (bei kleineren Kindern), wird die Sitzfläche automatisch breiter, was die Anhock-Spreiz-Haltung unterstützt. Liegt er tiefer (für größere Kinder), ist er schmaler, was eine aufrechte Sitzposition fördern soll.

Durch die seitliche Öffnung kann das Kind selbst in die Deuter Kindertrage einsteigen.

Franziska von Treuberg

Durch die seitliche Öffnung kann das Kind selbst in die Deuter Kindertrage einsteigen.


Die Fußstützen sind bei allen Modellen höhenverstellbar und die Fußschlaufen lassen sich an den Fuß anpassen.

Franziska von Treuberg

Die Fußstützen sind bei allen Modellen höhenverstellbar und die Fußschlaufen lassen sich an den Fuß anpassen.


Eine wichtige Verbesserung gegenüber der „alten“ Kid Comfort 3 ist die Tatsache, dass der Kindersitz getrennt vom Packfach aufgehängt ist – damit beeinträchtigen sperrige oder spitze Sachen aus dem Hauptfach nicht mehr die Sitzfläche.

Unterschiede zwischen den Modellen gibt es bei der Fahrgastkabine trotzdem: Bei den Modellen Kid Comfort und Pro überdeckt das größere, seitlich verlängerte Kinnpolster die Lücke der Einstiegsöffnung. Dieses Polster stützt den Kopf auch, wenn er beim Schlafen vorne zur Seite sinkt.

Bei den Active-Modellen fällt das Standard-Kinnpolster dünner und schmaler aus, kann aber in der breiteren Variante nachgerüstet werden.

  • Tipp: Das Kinnpolster ist bei jedem Modell abnehmbar und waschbar.

Das Einstellen der Sitzhöhe und das Verstellen des Kindergurts empfinden einige Tester als etwas friemelig. Es gibt viele Schlaufen, was es etwas unübersichtlich macht, und man muss am Ende an drei Stellen zuschnallen. Einmal eingestellt sitzt der Gurt aber gut und das Kind hat einen guten Halt in der Kraxe.

Video: Kindersitz einstellen bei Deuter-Kraxen

Die Fußstützen lassen sich bei allen Kraxen auf zwei Höhen einfädeln und stufenlos anpassen. Auch die Fußschlaufen selbst sind im Gegensatz zu den früheren Deuter-Kraxen nun einstellbar, damit die Füße nicht herausrutschen.

  • Fazit zum Kindersitz: Die Tester bewerten den Sitzkomfort der Deuter Kraxen insgesamt mit gut bis sehr gut. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen Kid Comfort 1, 2 und 3 wurden einige Details deutlich verbessert.

Netz- vs. Kontaktrücken: Die Rückensysteme im Vergleich

Deutlich verbessert im Unterschied zu den Vorgängermodellen wurde bei den neuen Kid Comfort Kindertragen auch das Tragesystem. Dieses gibt’s in zwei Varianten als Netz- oder Kontaktrücken. Was den Unterschied ausmacht, erfahrt Ihr hier.

Aircomfort Sensic Vario Netzrücken

Beim „Standardmodell“ Kid Comfort (Nachfolger der Kid Comfort 2) und beim Top-Modell Kid Comfort Pro (Nachfolger der Kid Comfort 3) wurde der bisherige Kontaktrücken durch einen besser belüfteten Netzrücken ersetzt. Dieses Aircomfort Sensic Vario Rückensystem setzt Deuter auch bei seinen Trekkingrucksäcken der Futura Vario-Reihe ein. Es garantiert optimale Lastübertragung (70 Prozent auf den Hüftgurt) und besonders hohen Komfort durch die zusätzliche ergonomische Polsterung.

Der Aircomfort Sensic Vario Netzrücken ist ergnomisch gepolstert und bietet beste Belüftung.

Franziska von Treuberg

Der Aircomfort Sensic Vario Netzrücken ist ergnomisch gepolstert und bietet beste Belüftung.


Der Lite Air Kontaktrücken ist leicht und durch viel Mesh auch einigermaßen luftig.

Franziska von Treuberg

Der Lite Air Kontaktrücken ist leicht und durch viel Mesh auch einigermaßen luftig.


Die neuen Unisex-Schulterträger sind schmaler als bei den Vorgängermodellen, jedoch breiter als beim Damenmodell Active SL. Es werden zudem atmungsaktivere Materialien an Schulterträgern und Hüftgurt verwendet.

Im Test bewerten die Tester das Tragesystem als komfortabel und stabil, die Unisex-Passform sitzt sowohl bei den männlichen als auch weiblichen Testern sehr gut und die Last wird gut verteilt. Besonders die Schulterträger finden sie sehr bequem. Bewegungen des Kindes in der Kraxe scheinen sich bei diesem Tragesystem weniger zu übertragen. Lediglich die stufenlose Einstellung der Rückenlänge hinter dem Netzrücken empfinden einige Tester etwas fummeliger, hier gefällt die Lite-Variante zum Teil besser.

Wie von Deuter gewohnt, haben alle Rückensysteme einen stufenlos verstellbaren Brustgurt, höhenverstellbare Lageverstellriemen und einen Hüftgurt mit PullForward-Verstellung.

Bergzeit

Wie von Deuter gewohnt, haben alle Rückensysteme einen stufenlos verstellbaren Brustgurt, höhenverstellbare Lageverstellriemen und einen Hüftgurt mit PullForward-Verstellung.


Lite Air Kontaktrücken

Der leichte, kompakte Lite Air Kontaktrücken der beiden Deuter Active Kindertragen ist darauf ausgelegt Gewicht zu sparen. Deshalb kommt er auch bei den Deuter Wanderrucksäcken der Speed Lite Serie zum Einsatz (leichte Rucksäcke für Ausdauersportarten und alpine Tagestouren). Mesh und Löcher im Rückenpanel sowie atmungsaktive Materialien sorgen trotz Kontaktrücken für ausreichende Belüftung.

Beim Aircomfort-Rücken  hat der Rücken Kontakt mit dem Netz, dahinter ist ein Hohlraum zur Rückwand der Trage. Um die Länge zu verstellen, muss man hinter das Netz greifen.

Franziska von Treuberg

Beim Aircomfort-Rücken hat der Rücken Kontakt mit dem Netz, dahinter ist ein Hohlraum zur Rückwand der Trage. Um die Länge zu verstellen, muss man hinter das Netz greifen.


Beim Lite Air-Rücken ist der Rücken gleichzeitig die Rückwand der Trage.

Franziska von Treuberg

Beim Lite Air-Rücken ist der Rücken gleichzeitig die Rückwand der Trage.


In der SL-Variante ist dieses Tragesystem speziell an die weibliche Anatomie angepasst. Das bedeutet: schmalere, kürzer geschnittene Schulterträger, die enger beisammen liegen, konische Hüftflossen und ein etwas kürzer angelegter Rücken als bei den Unisex-Modellen. Deuter empfiehlt die SL-Trage für eine Körpergröße bis maximal 1,70/1,75 Meter.

Die Tester empfinden die Active-Tragen spürbar leichter und die Zuladung wird gut verteilt. Den Kontaktrücken bewerten alle einstimmig als angenehm, die Belüftung gut bis ausreichend, wenn die Tour nicht zu anstrengend und schweißtreibend wird.

Video: Rückenlänge einstellen

Im Video erklären wir Dir die Unterschiede bei den Tragesystemen und wie Du die Rückenlänge anpassen kannst.

Auffällig ist, dass die Gurte zwischen den Schulterblättern etwas stärker hervorstehen und stören könnten. Das war jedoch bei längerem Tragen in der Praxis letzten Endes kein Problem. Bewegungen des Kindes zur Seite wirken sich bei diesem Tragesystem scheinbar mehr auf die Kraxe und den Träger aus. Dafür hat man durch den Kontaktrücken ein besseres Gefühl für die Ladung. Die Einstellbarkeit der Rückenlänge in Stufen bewerten die Tester positiv und einfach.

Netz- oder Kontaktrücken: Welchen Unterschied macht das?

  • Das Aircomfort System sitzt im direkten Vergleich zum Lite Air System einfach bequemer, finden die Tester. Beste Lastübertragung und weniger Druck auf den Schulterträgern, gerade bei viel Gewicht (schweres Kind und viel Gepäck), sind hier die Argumente.
  • Die Kraxen Kid Comfort Pro und Kid Comfort sitzen satter auf der Hüfte und nehmen mehr Last auf. Bei so gutem Tragekomfort fällt das höhere Eigengewicht der Kraxen im Vergleich zu den Active-Modellen für die Tester anscheinend kaum „ins Gewicht“ (zumal Kind plus Zuladung den größten Gewichtsteil ausmachen).
  • Auch die Belüftung des Netzrückens ist bei anstrengenden Touren ein Vorteil, obwohl das nicht für alle Tester ausschlaggebend ist.
  • Auch der Lite Air Kontaktrücken sitzt in jedem Fall angenehm und bietet für eine Lite-Variante einen guten Tragekomfort.
  • Für sehr schnelle und anstrengende Touren, wie der Name „Active“ suggeriert, ist die Belüftung des Lite Air-Rückens etwas gering. Doch macht das bei einer Kraxe, mit der man sowieso schwitzt, für manche keinen Unterschied, ein knappes Kilo Gewicht weniger dagegen schon.

Zu allen Deuter Kindertragen im Bergzeit Shop

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