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© Vaude | Lars Schneider

Kaufberatung Biwaksack

Ein Biwaksack ist nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil für die Notfall-Bergausrüstung, sondern auch elementarer Ausrüstungbestandteil für geplante Biwaks. Bergzeit Ausrüstungsexperte Sebastian Krejci gibt im folgenden Artikel einen Überblick, worauf man beim Kauf eines Biwaksacks achten sollte.  Weiterlesen

Vaude Biwaksack Damen  (3 Artikel)

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Extrem leichter Biwaksack für den Notfall.

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Kaufberatung Biwaksack

In erster Linie ist ein Biwaksack nichts anderes als eine wind- und wasserdichte Hülle in der Größe eines Schlafsacks. Im Falle eines Notfalls, längeren Ausharrens wegen schlechter Sicht oder bei einem Wettersturz bieten Biwaksäcke eine Rückzugsmöglichkeit vor Wind und Feuchtigkeit.

Doch das ist nicht alles. Biwaksäcke werden daneben auch gerne dann eingesetzt, wenn ein Biwak unter freiem Himmel geplant durchgeführt wird. Daher gibt es neben ultraleichten und klein verpackbaren Biwaksäcken auch luxuriösere Varianten, die zum Teil mit einem Gestänge im Bereich des Kopfs versehen sind und somit etwas Platz zum Lesen oder zum Kartenstudium bieten - fast so wie ein kleines Zelt.

Biwaksäcke als Wetterschutz

Ein Biwaksack kann für ein geplantes Biwak wie hier verwendet werden... | Foto: Hilleberg
Ein Biwaksack kann für ein geplantes Biwak wie hier verwendet werden... | Foto: Hilleberg

Gerade in den Bergen sind extreme Wetterstürze nichts Seltenes. Hat man die Anzeichen dafür übersehen und ist schlecht ausgerüstet, kann dies schnell in eine Gefahrensituation führen oder gar das Leben kosten - wie leider schon allzu oft passiert. Oft führt das gleichzeitige Zusammentreffen von starken Niederschlägen, tiefen Temperaturen und hohen Windgeschwindigkeiten zum schnellen Auskühlen der Betroffenen, so dass diese oft schon nach wenigen Stunden an Unterkühlung sterben.

Wenn keine Möglichkeit eines schnellen Rückzugs besteht, bietet ein Biwaksack den einzig möglichen Schutz vor Wind und Nässe. Auch qualitativ hochwertige, wasserdichte Bekleidung wie eine Regenjacke schützt in diesem Fall nur begrenzt. Sie durchnässt auf kurz oder lang und man kühlt durch die relativ große Oberfläche schnell aus. Im Biwaksack kann der Körper hingegen ein warmes Luftpolster (Haftluft) um sich erzeugen, das speziell in Kombination mit einem Schlafsack für angenehme Wärme sorgt.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchtigkeit erfolgt durch den Wind eine starke Abkühlung der oberen Hautschichten. Der Körper versucht das entsprechend auszugleichen. Feuchtigkeit auf der Haut - und die daraus resultierende Verdunstungskälte - begünstigen diesen Effekt noch. So hat der Mensch bei einer Lufttemperatur von 0°C und einer Windgeschwindigkeit von 50 km/h eine gefühlte Hauttemperatur von ca. -8°C. Doch ein Biwaksack schafft auch in diesem Fall Abhilfe und bietet Schutz.

Materialien von Biwaksäcken

...oder auch für hochalpine Unternehmungen wie hier an der Grandes Jorasses. | Foto: Franz Mösbauer
...oder auch für hochalpine Unternehmungen wie hier an der Grandes Jorasses. | Foto: Franz Mösbauer

Befasst man sich näher mit dem Kauf eines Biwacksacks, wird man sehr schnell deutliche Preisunterschiede feststellen. Ein Hauptgrund dafür ist die Verwendung unterschiedlichen Außenmaterials.

Günstige Biwaksäcke bis etwa 80-100 Euro sind oft aus einem Gewebe hergestellt, das keinen Wasserdampf von innen nach außen passieren lässt. Die Modelle bestehen meist aus einer stabilen Folie, einem polyurethanbeschichtetem Gewebe oder silikonbeschichtetem Stoff. Bei längerem Ausharren wird man feststellen, dass sich recht schnell Kondenswasser im Biwaksack sammelt, das die Kleidung oder den Schlafsack durchfeuchtet. Diese Modelle eignen sich nur für den Notfall. Vorteil ist ihr geringer Preis und ihr oft kleines Packmaß und Gewicht. Absolut empfehlenswert in dieser Kategorie ist beispielsweise der Mountain Equipment Ultralite Bivi - ein echter Klassiker, den Mountain Equipment Jahr für Jahr neu auflegt.

Soll der Biwaksack auch für eine geplante Übernachtung in Kombination mit einem Schlafsack Verwendung finden, sollte man sich unbedingt nach einer atmungsaktiven Schlafsackhülle umsehen. Trotzdem sollte einem bewusst sein, dass auch Funktionsgewebe die Kondensproblematik nur verringern. Hochwertige Biwaksäcke setzen auf verschiedenartige GORE-TEX® Membranen, andere Hersteller auf sehr atmungsaktives eVent® Gewebe und andere Materialien. Bei sehr leichten Bivis kommt auch sehr stark wasserabweisendes Pertex Endurance zum Einsatz. Allen ist eines gemein: Der Preis übersteigt oftmals die 150 Euro- bei "Luxusmodellen" auch mal die 300 Euro-Grenze.

Konstruktion eines Biwaksacks

Der Übergang vom Biwaksack zu kleinen Biwakzelten ist fließend - hier ein Minizelt von Rab. | Foto: Rab
Der Übergang vom Biwaksack zu kleinen Biwakzelten ist fließend - hier ein Mini-Zelt von Rab. | Foto: Rab

Oft sind die Biwaksäcke recht schlicht als mumienförmiger Sack geschnitten. Daneben gibt es aber einige Modelle mit Abspannmöglichkeiten oder einem kleinen Gestänge für mehr Kopffreiheit. Der Übergang von Biwaksäcken zu Biwakzelten oder gar kleinen Campingzelten ist fließend.

Ist man häufiger zu zweit unterwegs, empfiehlt es sich einen Blick auf die so genannten Windsäcke - zum Beispiel von MSR und Hilleberg - zu werfen. In diesen haben gleich mehrere Personen mit Rucksack und/oder sonstigem kleinen Gepäck Platz. So geht weniger Wärme verloren. Außerdem kann man in diesen leichter hantieren, z.B. bei der Essenszubereitung. Gerade bei Winterwanderern im skandinavischen Norden sind Windsäcke sehr beliebt, da sie die einzige Möglichkeit bieten, im baumlosen Fjäll windgeschützt zu rasten.

Zum Sortiment von Biwaksäcken bei Bergzeit

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