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Tipps für jede Lage

Skitourenbekleidung: Richtig anziehen auf Skitour

13 Minuten Lesezeit
Egal ob Du eher alpinistisch veranlagt bist oder Deine Höhenmeter im Allgäu abspulst, ob Du den Aufstieg genießt oder es Dir beim Gedanken an Powder in den Füßen kribbelt – die richtige Kleidung macht auf Skitour den Unterschied. Hier findest Du Empfehlungen und Tipps für Genießer, Freetourer und sportliche Skitourengeher.

Ganz grundlegend gilt beim Skitourengehen wie bei allen anderen Outdoor-Sportarten: Kleide Dich nach dem Zwiebelprinzip. Das bedeutet, dass Du mit unterschiedlichen Bekleidungsschichten arbeitest, die Du je nach Wetter, Steigung, Tempo oder individueller Schwitzveranlagung sowie beim Aufstieg und bei der Abfahrt anpasst. Außerdem geht es darum, die richtigen Materialien für Deine Skitourenbekleidung auszuwählen. Sie sollte Feuchtigkeit vom Körper wegleiten und Dich gegen Kälte und Nässe von außen schützen. Wir empfehlen Dir, gerade so viel Kleidung zu tragen, dass Du nicht frierst, aber Deine Skitourenbekleidung auch nicht komplett nass schwitzt und dann später frierst, weil alles klamm ist und nicht mehr trocknet.

In diesem Beitrag bekommst Du Tipps für jede Lage – von meinem Kollegen Fabian, Einkäufer für Skitourenbekleidung bei Bergzeit, und von Gela Allmann im Video.

Video: Das brauchst Du auf Skitour

Stimmt es, dass ich bei Tourenstart die Kleidung so wählen sollte, dass ich leicht friere?

Fabian (Einkäufer bei Bergzeit): „Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber ich finde es kommt darauf an. Die Idee dahinter ist, dass man nicht nach zehn Metern gleich wieder eine Pause machen muss, um die erste Schicht abzulegen. Aber wenn man vielleicht zum Losgehen etwas länger braucht und dann schon total friert, dann fände ich das persönlich sehr unangenehm. Da bleibe ich dann lieber nach fünf Minuten noch einmal stehen. Wichtig dabei ist: Man muss rechtzeitig bemerken, wenn es zu warm wird, denn wenn man die Isolationsschicht einmal vollgeschwitzt hat, dann wird sie nicht mehr trocken. Wenn es dann sehr kalt ist, dann zieht man bei der Tour auf jeden Fall den kürzeren.“

Lieber einmal öfter stehenbleiben und eine Schicht an- oder ablegen: Mit dem Zwiebelprinzip hast Du in Deiner Skitourenbekleidung immer das optimale Körperklima.

Bergzeit

Lieber einmal öfter stehenbleiben und eine Schicht an- oder ablegen: Mit dem Zwiebelprinzip hast Du in Deiner Skitourenbekleidung immer das optimale Körperklima.


Was trage ich auf Skitour drunter?

Das kannst Du als Funktionsunterwäsche anziehen:

Bei der Funktionsunterwäsche geht es vor allem ums Material: Kunstfaser oder Merinowolle? Oder eine Mischung? Hier gilt: Je höher der Kunstfaser-Anteil, desto besser leitet es die Feuchtigkeit, je mehr Merino, desto besser wärmt das Material. Beachte: Wolle kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen. Das ist ein Vorteil, wenn Du mäßig schwitzt, weil sie Dich dann trotzdem warm hält. Wenn Du aber sehr stark reingeschwitzt hast, kann das auch unangenehm werden, da Wolle langsamer trocknet. Ob Du Dich für den Hybrid entscheidest, der alles ein bisschen kann, oder rein auf Merinowolle oder auf Kunstfaser setzt, kommt auf die Art Deiner Skitour an.

Fabians Tipp: Wähle bei der langen Unterhose eine ¾-Länge. Dann bekommst Du kein Problem mit Falten oder Reibung in den Skischuhen.

Bergzeit

Fabians Tipp: Wähle bei der langen Unterhose eine ¾-Länge. Dann bekommst Du kein Problem mit Falten oder Reibung in den Skischuhen.


Wann ziehe ich was an?

  • Wenn Du gemütlich auf Skitour gehst, mäßig schwitzt und öfter mal stehen bleibst, empfehlen wir Dir Merino-Unterwäsche.
  • Je sportlicher Du unterwegs bist, desto höher sollte der Synthetikanteil (z. B. Polyester, Polyamid) sein und desto dünner die Materialstärke. Auch mit einem großen Rucksack ist es angenehmer, wenn das Material schneller trocknet.
  • Wenn Du mit Rennski unterwegs bist oder auf der Piste alle überholen willst, solltest Du zu Netzunterwäsche greifen (je nach Intensität mit oder ohne Ärmel). Durch die Meshstruktur mit Löchern wird der Schweiß noch schneller vom Körper wegtransportiert.

Fabians Tipp: „Netzunterwäsche ist genial, weil sie sofort die Feuchtigkeit vom Körper wegzieht. Ich habe so ein Netzteil im Sommer zum Laufen an und im Winter zum Skitourengehen, und da ist es egal, ob ich den Rennanzug drüber hab oder die Hardshell-Kombi, das ist immer mein Baselayer.“

Netzunterwäsche (komplett aus Mesh oder mit Mesh-Einsätzen) gibt es aus Synthetik, zum Beispiel von Dynafit (Speed/Race Dryarn) oder Castelli, und aus Merino wie die Woolnet-Wäsche von Aclima oder die Wool Mesh-Serie von Devold.

Wieviele Schichten ziehe ich im Aufstieg an?

Das kannst Du beim Bergaufgehen anziehen:

Wieviele Schichten Du trägst, kommt auf Deinen persönlichen Tourenmodus, Dein Kälteempfinden, die Höhe, in der Du unterwegs bist, und auch das Wetter an. Eine Isolationsjacke ist fürs Aufsteigen meist zu warm. Wenn Du einen Rucksack trägst, ist es sinnvoll, beim Midlayer auf dünneres Material am Rücken zu achten, damit Du dort weniger schwitzt.

Wann ziehe ich was an?

  • Bist Du gemütlich unterwegs, dann reicht bei gutem Wetter ein Longsleeve oder ein T-Shirt mit einem dünnen Midlayer darüber aus. Das kann eine Fleecejacke sein oder ein Midlayer (z.B. Softshelljacke/Isolationsjacke), der nur vorn in der Brustregion leicht isoliert ist und am Rücken keine Isolationsschicht hat.
  • Eine andere gute Option ist die Kombination aus Longsleeve mit Zip-Kragen und Weste. Wenn es sehr kalt ist, dann wähle eine Weste, die vorne leicht isoliert ist (etwa mit Synthetik oder Wolle) und hinten perforiert (Stichwort Rucksack). An wärmeren Tagen ist eine Softshellweste oder Windweste ausreichend.
  • Bei wärmeren Temperaturen, wenn Du generell stark schwitzt, sehr sportlich unterwegs bist oder es steil bergauf geht, lässt Du den Midlayer weg und gehst nur in Deiner Funktionsunterwäsche.
  • Auf Skihochtour, also wenn Du in großer Höhe unterwegs bist und es sehr kalt ist, sollte Deine Skitourenbekleidung grundsätzlich etwas wärmer sein. Hier ziehst Du eine Schicht mehr an (zum Beispiel Longsleeve, Fleecejacke, ggf. leichte Isolationsjacke mit dünnerer Rückenpartie) oder wählst eine dickere Materialstärke (etwa bei der Funktionsunterwäsche). Bei bekannten und stark frequentierten Hochtouren solltest Du Dich darauf einstellen, dass Du an der Schlüsselstelle warten musst – wähle die Isolationsschicht(en), die Du dabei hast, also im Zweifel lieber etwas zu warm.
  • Bei schlechtem Wetter oder starkem Wind (etwa auf Skihochtour) ist eine Hardshell oder ein Windbreaker drüber sehr zu empfehlen, denn sie halten Wind und Nässe zuverlässig ab. Hier sind Belüftungsreißverschlüsse essenziell (zum Beispiel unter den Armen), denn auch atmungsaktive Hardshelljacken kommen an ihre Grenzen, wenn Du beim Bergaufgehen schwitzt. Ob Du Dir in dem Fall den Midlayer sparen kannst, hängt wieder davon ab, wie schnell und steil Du unterwegs bist.

Tipp für Skihochtouren: Achte darauf, dass die Kapuze der Jacke kompatibel mit einem Helm ist. So kannst Du Dich beim Warten an der Schlüsselstelle, oder wenn der Wind pfeift, komplett einpacken ohne Einbußen bei der Sicherheit hinzunehmen.

Fabians Tipp für Pistengeher: Ziehe im Aufstieg etwas Langärmeliges an, egal ob es das Funktions-Longsleeve ist oder ein dünner Midlayer über dem Funktionsshirt. So vermeidest Du bei einem Sturz, etwa in einem steilen Stück, Hautkontakt mit der harten präparierten Piste und entsprechend unangenehme Folgen.

Welche Skitourenjacke trage ich bei der Abfahrt?

Das kannst Du bei der Abfahrt obenrum anziehen:

Für die Abfahrt benötigst Du als mittlere Lage eine Isolationsjacke zum Schutz vor der Kälte und gegebenenfalls eine Lage Wetterschutz. Wir empfehlen Dir eine Daunenjacke mit geringer Füllmenge, eine klassische Kunstfaserjacke (z.B. mit Primaloft-Isolierung) oder eine Jacke mit Wolle als Isolation.

In der Bergzeit-Rubrik Skitourenjacken findest Du gesammelt verschiedene Arten von Jacken, die sich fürs Skitourengehen eignen – von der leichten Daunenjacke über die Isolationsjacke, die nur an der Front wattiert ist und auch für den Aufstieg taugt, bis hin zur Hardshell mit spezieller Ausstattung fürs Freeriden oder für Skihochtouren.

Wann ziehe ich was an?

  • Bei gutem Wetter reicht es, wenn Du bei der Abfahrt eine Isolationsjacke trägst.
  • Ist es ungemütlicher, windig oder schneit, dann ziehst Du noch eine Hardshelljacke drüber.
  • Auch beim Freeriden und der Powderabfahrt ist eine Hardshell essenziell, damit Deine Daunen- oder Kunstfaserjacke nicht feucht wird und dadurch schlechter wärmt.
  • Wenn es sehr kalt ist oder Du auf Deinen Ski sehr schnell unterwegs bist, bringt Dir ein Windschutz (Windbreaker oder Hardshell) gefühlt nochmal einige Grad mehr Wärmerückhalt bei der Abfahrt (Stichwort Windchill-Effekt).
  • Bei sehr warmem Wetter, zum Beispiel im Frühjahr, reicht eine Lage über der Funktionsunterwäsche. Das kann auch nur eine Hardshell oder ein Windbreaker als Windschutz sein.

Fabians Tipp: „Ich persönlich ziehe oft den Windbreaker drunter und die Isolationsjacke drüber. Wenn man das andersherum macht und ein bisschen schwitzt, dann zieht nämlich zuerst der Schweiß durch die Isolation, macht sie nass und dann kommt erst die Membran, die keinen 100-prozentigen Austausch bietet, d.h. innen drin wird alles nass. Daher kommt bei mir die Membranschicht unten drunter. Und die Isolationsschicht drüber hält die Wärme dann gut zurück. Das macht natürlich nur bei gutem Wetter Sinn.“

Isolationsjacke plus Hardshell ist fürs Powdern die beste Wahl.

Bergzeit

Isolationsjacke plus Hardshell ist fürs Powdern die beste Wahl.


Welche Skitourenhose brauche ich?

Das kannst Du anziehen:

  • Skitourenhose aus Softshell oder Hardshell
  • ggf. Isolationshose (für Damen auch Isolationsrock)

Eine Skitourenhose ist im Gegensatz zu einer klassischen Skihose nicht gefüttert. Sonst würde es im ohnehin schon schweißtreibenden Aufstieg zu warm werden. Aus diesem Grund sollte eine Skitourenhose unbedingt auch Belüftungsmöglichkeiten haben. Es gibt Varianten aus Softshell oder Hardshell. Um zusätzliche Wärme zum Beispiel bei der Abfahrt zu erreichen, kannst Du die Skitourenhose mit einer Isolationshose kombinieren.

Fabians Tipp: „Egal ob Softshell oder Hardshell, ich würde mir keine Skitourenhose ohne Belüftungsschlitze kaufen. So kannst Du die Hose sowohl für warmes Wetter hernehmen als auch bei minus 15 Grad.“

Softshell oder Hardshell?

Das ist grundsätzlich erst einmal Geschmackssache. Sehr viele Tourengeher setzen bei der Skitourenhose auf Softshell, weil es mehr Beweglichkeit bietet und besser atmet. Die meisten Modelle sind aus winddichten oder stark windabweisenden Stoffen gefertigt und in der Regel auch wasserabweisend. Hardshellhosen sind steifer, knistern mehr, sind weniger stretchig und fühlen sich schnell mal wie eine Ritterrüstung an. Dafür sind sie robuster und absolut wind- und wasserdicht. Sie sehen oft weniger athletisch aus – das kann allerdings auch erwünscht sein.

Wann ziehe ich was an?

  • Auf klassischen Skitouren und bei trockenen Bedingungen machst Du mit einer Softshellhose nichts falsch.
  • Im Freetouringbereich, wenn Du bei widrigen Bedingungen, in großen Höhen (zum Beispiel auf Skihochtour) oder im tiefen Powder unterwegs bist, ist eine Hardshellhose sinnvoll – allein oder als ergänzende Überhose. Denn die Membran (etwa Gore-Tex oder Dermizax) hält die Feuchtigkeit von außen komplett ab. Eine Softshellhose würde hier schnell durchnässen.

Fabians Tipp:Gore Tex Pro benötigst Du nur für harte alpine Unternehmungen und extremes Wetter. Bedenke: je mehr Material, desto weniger kann die Luft zirkulieren.“

Wenn Du Dich nicht festlegen willst und vielseitig unterwegs bist, schau Dir mal Hybrid-Skitourenbekleidung an (hier siehst Du die adidas terrex Skyclimb Kombi und die Montura Air Action Hybrid Jacke).

Bergzeit

Wenn Du Dich nicht festlegen willst und vielseitig unterwegs bist, schau Dir mal Hybrid-Skitourenbekleidung an (hier siehst Du die adidas terrex Skyclimb Kombi und die Montura Air Action Hybrid Jacke).


Eine interessante Alternative ist sogenannte Hybrid-Skitourenbekleidung: Hierbei handelt es sich um Softshellmaterial mit winddichtem Gore-Tex Infinium. Die Hosen sitzen so bequem wie eine Softshell, halten aber Wind und begrenzt auch Feuchtigkeit ab. Diese Teile sind besonders vielseitig, Du kannst sie für klassische Skitouren ebenso anziehen wie zum Freeriden.

Sinnvolle Ausstattung von Skitourenhosen

  • ein Kantenschutz zum Schutz vor Skikanten (zum Beispiel bei Spitzkehren) oder Steigeisen (auf Skihochtour)
  • eine robuste Materialverstärkung am Knie (Schutz bei Kletterpassagen auf Hochtour vor Fels und Pickel oder bei Sturz im Aufstieg)
  • integrierte Gamaschen am Bein, damit kein Schnee von unten eindringen kann
  • weitenverstellbarer Beinabschluss, um die Hose flexibel an verschiedene Skitourenstiefel oder auch Winterwanderschuhe anpassen zu können
  • ein Latz (Bib) verhindert das Eindringen von Schnee zwischen Jacke und Hose, ist jedoch nur bei viel Schnee sinnvoll

Fabians Tipp für Skihochtouren: Teste vor der Tour, ob der Klettergurt gut über die Kleidung passt. Nichts ist unbequemer und unpraktischer als ein zu eng sitzender Gurt, der im schlimmsten Fall am Gletscher gar nicht über die Isolationshose und Hardshell drüber passt.

Brauche ich eine Isolationshose?

Ein durchaus sinnvolles Essential im Skitourenrucksack ist eine Isolationshose (für Damen auch der Isolationsrock), die am Gipfel einfach über die Skitourenhose gezogen werden kann. Hier stehen verschiedenste Varianten von kurz über dreiviertel bis lang zur Auswahl. Ob Du dabei auf Daune oder Kunstfaserisolierung setzt, ist vor allem eine Preisfrage. Trägst Du eine Hardshell, dann ziehst Du die Isolationshose drunter statt drüber – einfach die Hardshell an der Seite komplett aufzippen, Hose drunter, fertig.

Fabians Tipp: Gehst Du Freeriden und planst vielleicht nur 200 Höhenmeter im Aufstieg, dann kannst Du die Isolationshose auch gleich unter der Hardshell anziehen. So entsteht aus zwei Teilen, kombiniert nach dem Zwiebelprinzip, eine wattierte Skihose.

Eine Isolationshose ist ein Basic-Teil, das ich einfach immer beim Skitourengehen mit dabei habe, egal wo und wie ich unterwegs bin. Denn wenn es mal kalt wird oder es einen Wettersturz gibt, dann sind sensible Zonen gut geschützt.

Fabian, Einkäufer Skitourenbekleidung bei Bergzeit
Wenn Du an kalten Tagen oder in großen Höhen unterwegs bist, kann eine Isolationshose sinnvoll sein. Es gibt sie in lang, als Shorts oder in Dreiviertellänge.

Bergzeit

Wenn Du an kalten Tagen oder in großen Höhen unterwegs bist, kann eine Isolationshose sinnvoll sein. Es gibt sie in lang, als Shorts oder in Dreiviertellänge.


Welche Handschuhe trage ich auf Skitour?

In der Regel hast Du beim Skitourengehen zwei Paar Handschuhe dabei. Dünne Fingerhandschuhe für den Aufstieg und warme für die Abfahrt. Wenn Du alpiner unterwegs bist und mit der ein oder anderen Kraxelpassage im Fels zu rechnen ist, sollten die Handschuhe auf der Handinnenseite Leder haben, das macht sie robuster. Ansonsten wirst Du für die dünne Variante auch im Bereich der Langlaufhandschuhe fündig. Im Freetouringbereich oder auf Skihochtour können die Handschuhe etwas dicker sein, zum Beispiel mit leichter Primaloft-Isolierung oder Gore-Tex Infinium.

Fabians Tipp für Freetourer: „Beheizbare Handschuhe. Wenn Du mal irgendwo länger warten musst, etwa bei der Einfahrt in eine Rinne, wirst Du Dich über die zusätzliche Wärme per Knopfdruck freuen.“

Für die Abfahrt switchst Du dann auf ein wärmeres, isoliertes Modell. Ob das Fingerhandschuhe, 3-Fingerhandschuhe oder Fäustlinge sind, ist eine Sache des persönlichen Wärmeempfindens.

  • Tipp: In der Bergzeit-Rubrik Skitourenhandschuhe findest Du weitere nützliche Tipps und alle Handschuhe, die sich fürs Skitourengehen eignen.

Fabians Tipp für Pistengeher: „Geh im Aufstieg nie ohne Handschuhe. Wenn Du Dich im Falle eines Sturzes mit den Händen abstützt, sind die Hände vor Verletzungen geschützt. Selbst bei Temperaturen über zehn Grad habe ich deshalb immer dünne Handschuhe an.“

Was zeichnet spezielle Skitourensocken aus?

Ob Socken aus Merinowolle oder Kunstfaser, eher dicker oder dünner, gepolstert oder nicht, das ist grundsätzlich Geschmackssache. Beim Skitourengehen gibt es viel Bewegung im Schuh. Um Blasen vorzubeugen, sind spezielle Skitourensocken deshalb meist etwas dünner als normale Skisocken. Sie sollten außerdem wirklich gut passen, also eng anliegen und keine Falten werfen. Bewährt haben sich Skitourensocken mit Kompression, die es von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichem Materialmix gibt.

Mütze oder Stirnband?

Je flotter Du unterwegs bist, desto eher wirst Du zum Stirnband greifen. Ganz ohne ist im Aufstieg auch bei warmen Temperaturen nicht zu empfehlen, damit Dir der Schweiß nicht ins Gesicht läuft. Wenn Du eine Mütze trägst, sollte diese – wie das Stirnband – aus dünnem Funktionsmaterial sein (keine Baumwolle!). Die dicke Wollmütze hebst Du Dir besser für die Rast am Gipfel auf. Für die Abfahrt wärmt Dich Dein Skihelm. Unter einem nicht isolierten Skitourenhelm kann je nach persönlichem Wärmeempfinden auch eine dünne Mütze (z.B. aus Softshellmaterial wie im Langlaufbereich) oder ein Stirnband sinnvoll sein. Als Freetourer kannst Du (beim Aufstieg) natürlich auch auf den American Style mit Cap und Wollmütze drüber setzen.

Fabians Tipp: „Nimm ein Wechselstirnband oder eine Mütze mit, die Du während der Pause am Gipfel tragen kannst.“

Sonnenbrille, Gletscherbrille, Skibrille

Bist Du bei sonnigem Wetter im Schnee und im Gebirge unterwegs, musst Du Deine Augen mit einer Sonnenbrille gegen starke Sonneneinstrahlung schützen. Für den Aufstieg gehört daher auf jeden Fall eine Sportsonnenbrille auf Deine Skitouren-Packliste. Diese ersetzt Du bei der Abfahrt gegen eine Skibrille. Hier hast Du die Möglichkeit Wechselgläser einzusetzen, um auch bei Nebel oder schlechtem Wetter eine gute Sicht zu haben.

Für Skihochtouren und beim Aufenthalt in großen Höhen oder am Gletscher benötigst Du eine spezielle Gletscherbrille. Diese sollte über Gläser der Schutzkategorie 4 verfügen.

Welche Brillengläser für welchen Einsatz geeignet sind, erfährst Du in unserem Magazinartikel Brillengläser für Sportsonnenbrillen und Skibrillen.

Brauche ich einen speziellen Skitourenhelm oder reicht mein Skihelm?

Skitourenhelme unterscheiden sich von klassischen Skihelmen durch ein geringeres Gewicht, reduzierte oder abnehmbare Ausstattung und stärkere Belüftung. Auch das Packmaß ist häufig relevant, die flacher gebauten Skitourenhelme lassen sich leichter am oder im Rucksack verstauen. Wenn Du nicht gerade wettkampfmäßig Skibergsteigen betreibst, wo Skitourenhelme Pflicht sind, spricht jedoch nichts gegen einen normalen Skihelm auf Tour.

Die komplette Skitourenausrüstung findest Du im Bergzeit Shop

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